Um über ihre gescheiterte Beziehung hinwegzukommen, meldet sich die frustrierte Megan (Analeigh Tipton) bei einem Internet-Singleportal an und lässt sich auf einen One-Night-Stand mit Alec (Miles Teller) in dessen Wohnung ein. Am Morgen danach möchte Megan direkt verschwinden, doch ein über Nacht aufgezogener Schneesturm macht es ihr unmöglich, das Gebäude zu verlassen. Während Megan und Alec auf das Ende des Unwetters warten, kommen sich die beiden näher, als ursprünglich geplant …

Ich möchte euch nichts vormachen: Wie der Film endet, steht von Anfang an fest. Doch wie so oft bei solchen Filmen, ist der Weg das Ziel. Und dieser ist durchweg sehenswert, was insbesondere an der schlicht bezaubernden Analeigh Tipton liegt, die den Film mit ihrem Charme mehr oder weniger komplett an sich reißt. Wie sich Megan und Alec, die sich am Morgen danach nicht mal richtig ausstehen können, durch ihre Gespräche langsam einander annähern, ist sympathisch und mit viel Gespür für die Figuren inszeniert. Und wenn dabei ganz beiläufig auch noch die Werte und Erwartungen einer ganzen Gesellschaft infrage gestellt werden, entpuppt sich der Film sogar als überraschend tiefgründig.

Ja, das alles hat man irgendwo schon mal gesehen. Und ja, „Two Night Stand“ wird keine Filmgeschichte schreiben. Aber das muss der Film auch gar nicht. Er unterhält und regt, sofern gewünscht, zum Nachdenken an. Das reicht für eine Empfehlung meinerseits.

Meine Wertung: 7/10

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