Geschaut: „A Good Woman Is Hard to Find“ (2019)

Eigentlich wollte ich heute den hochgelobten Thriller „The Body – Die Leiche“ schauen, musste aber einmal mehr feststellen, dass einen Film auf Blu-ray zu besitzen nicht bedeutet, ihn auch tatsächlich gucken zu können. Kaum hatte ich die Blu-ray eingelegt, machte mein UHD-Player Geräusche, als würde er jeden Moment explodieren. Nachdem ich einen Blick auf die Blu-ray geworfen hatte, war mir auch klar, wieso: Die Scheibe war an den Rändern deutlich verfärbt. Auch nach einer ausgiebigen Reinigung wollte sich die Disc nicht abspielen lassen. Neugierig wie ich war, legte ich sie noch kurz in meine gute alte PS3 (die bekanntlich alles abspielt), und tatsächlich hatte ich dort ein Bild. Aber leider keinen Ton. Oder zumindest nur einen halben Ton. Die Stimmen fehlten komplett, nur die Hintergrundmusik war zu hören. Sehr ärgerlich. Wie dem auch sei: Schlussendlich landete ich stattdessen bei dem Thrillerdrama „A Good Woman Is Hard to Find“, um das es hier jetzt gehen soll. Mal schauen, ob ich morgen noch mal meinen alten BD-Player anschließe und teste, ob ich die Disc damit zum Laufen bekomme …

Worum geht’s

Seit ihr Mann ermordet wurde, hält sich die zurückhaltende Sarah (stark: Sarah Bolger) mit ihren beiden Kindern Ben (Rudy Doherty) und Lucy (Macie McCauley) mehr schlecht als recht über Wasser. Auf der Flucht vor konkurrierenden Drogendealern dringt eines Tages der Kleinkriminelle Tito (Andrew Simpson) in die Wohnung der Familie ein. Um ihre Kinder zu beschützen, gewährt Sarah dem Mann Unterschlupf und wird so unfreiwillig in dessen Drogengeschäfte verstrickt, die schon bald eskalieren …

Meine Meinung

Neulich fragte mich eine Kollegin, wie ich immer zu den ganzen Filmen finde, die außer mir kaum jemand zu kennen scheint. Bei „A Good Woman Is Hard to Find“ war es wie folgt: Vor ein paar Monaten gab’s im Capelight-Shop eine Aktion mit im Preis reduzierten Mediabooks – und mir gefielen sowohl der Titel als auch das Cover. So einfach kann’s manchmal sein. Glücklicherweise hat auch der Film selbst einiges zu bieten. Zum Beispiel eine zwar ruhig erzählte, aber dennoch jederzeit spannende Geschichte, die mich trotz des einen oder anderen seeehr unwahrscheinlichen Zufalls durchaus zu fesseln wusste. Eine gelungene Mischung aus Sozialdrama und Gangsterthriller, deren Ebenen zwar nicht immer perfekt miteinander harmonieren, die aber mit einem herrlich befriedigenden Finale punkten kann. Und eine Hauptdarstellerin, die sowohl die schüchterne Witwe als auch die über sich hinauswachsende Mutter richtig RICHTIG stark spielt. Tatsächlich ist Sarah Bolger vielleicht nicht der einzige, aber definitiv der beste Grund, sich „A Good Woman Is Hard to Find“ anzuschauen. Dies ist definitiv ihr Film!

Wer hauptsächlich Thrill und Action sucht, wird mit „A Good Woman Is Hard to Find“ vermutlich eher nicht glücklich werden. Die Spannung entsteht hier eher aus der sich langsam steigernden Eskalation und der Frage, wie die vom Leben gebeutelte Sarah damit umgehen wird. Mir hat der Film trotz leichter Abzüge in der B-Note ausgesprochen gut gefallen. Kein Meisterwerk, aber ein mehr als solides und (ich wiederhole mich gerne) stark gespieltes Thrillerdrama.

Meine Wertung: 7/10

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Geschaut: „Happily – Glück in der Ehe, Pech beim Mord“ (2021)

Janet (Kerry Bishé) und Tom (Joel McHale) sind seit 14 Jahren verheiratet – und immer noch glücklich. So glücklich, dass sie nie streiten, täglich Sex haben, kaum die Hände voneinander lassen können und damit ihrem gesamten Freundeskreis gehörig auf die Nerven gehen. Eines Tages steht ein Fremder (Stephen Root) vor ihrer Tür und erklärt ihnen, dass ihre perfekte Liebe lediglich ein Defekt sei, der behoben werden müsse. In ihrer Panik erschlägt Janet den Fremden, nicht ahnend, dass dies nur der Beginn eines verdammt merkwürdigen Wochenendes ist …

Ich bin ganz ehrlich: Ich habe keine Ahnung, was ich hier gerade geschaut habe. Ist „Happily – Glück in der Ehe, Pech beim Mord“ eine Komödie? Ein Thriller? Oder doch eher ein Science-Fiction-Mystery-Drama? Und was will mir der Film abschließend sagen? Ich werde es wohl nie erfahren. Was ich aber weiß, ist, dass ich verdammt viel Spaß damit hatte. Ich habe laut gelacht, mitgerätselt, war zeitweise überraschend angespannt und vielleicht, nur vielleicht, habe ich am Ende sogar eine kleine Träne der Rührung verdrückt. „Happily – Glück in der Ehe, Pech beim Mord“ gelingt das Kunststück, einerseits herrlich absurd, andererseits aber auch überraschend bodenständig zu sein – eine Mischung, die mich komplett abgeholt hat.

Sofern es euch nicht stört, wenn Filme nichts, wirklich absolut gar nichts erklären (und vieles auch ins Leere laufen lassen), gebt „Happily – Glück in der Ehe, Pech beim Mord“ unbedingt eine Chance. Und tut euch selbst einen Gefallen und lest vorher so wenig wie möglich über den Inhalt. Je weniger ihr vorab wisst, desto besser. Der Film lebt davon, dass man als Zuschauer keine Ahnung hat, was einen erwartet.

Meine Wertung: 8/10

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Geschaut: „Red Sonja“ (2025)

Seit sie als Kind mitansehen musste, wie ihr gesamtes Dorf dahingemetzelt wurde, lebt Sonja (Matilda Lutz) zurückgezogen im Wald und ist dort zu einer mutigen Kriegerin herangereift. Eines Tages wird sie von Imperator Draygan (Robert Sheehan) gefangengenommen und gezwungen, in einer Arena gegen Gladiatoren und grausame Bestien zu kämpfen. Doch Sonja kann fliehen – und wird ungewollt zur Anführerin einer Rebellion gegen Draygan …

Es gibt Filme, da denke ich schon nach wenigen Minuten „Oh oh, das wird nix.“. Der 2025er „Red Sonja“ ist solch ein Film. Schon die ersten Szenen im Dorf lassen erahnen, was der bemitleidenswerte Zuschauer in den kommenden zwei Stunden zu ertragen hat: grauenvoll künstliche und nach Pappe aussehende Kulissen, darstellerische Leistungen auf dem Niveau einer Laienschauspielgruppe und ein Schnitt, der immer dann abblendet, wenn es interessant zu werden droht. Später kommen dann noch erbärmlich schlechtes CGI, hölzerne Dialoge zum Fremdschämen und eine übertrieben theatralische Musik hinzu, die selbst in den unpassendsten Momenten so heftig aus den Lautsprechern dröhnt, dass es nur noch lächerlich ist. Während des gesamten Films habe ich mich gefragt, ob die Chose tatsächlich ernst gemeint sein oder nicht doch eher als Parodie verstanden werden soll. Wir werden es wohl nie erfahren.

Wer mir wirklich leid tut, neben mir selbst, ist Matilda Lutz. Dass sie starke Frauenrollen spielen kann, hat die Schauspielerin in dem sehenswerten Thriller „Revenge“ eindrucksvoll bewiesen. Hier kämpft sie aber in jeglicher Hinsicht auf verlorenem Posten – da kann selbst die knappe Bikini-Rüstung nichts retten. Alles richtig gemacht hat hingegen Rhona Mitra, die sich schon nach wenigen Filmminuten ins Jenseits schießen lässt und sich damit eine Menge Leid erspart hat. Clever.

Meine Wertung: 2/10

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Geschaut: „Over Your Dead Body“ (2026)

Schon lange ist Dan (Jason Segel) in seiner Ehe mit Lisa (Samara Weaving) unglücklich. So unglücklich, dass er beschließt, seine Frau während eines Wochenendausflugs in einer einsamen Waldhütte zu töten. Dumm nur, dass Lisa nicht minder unglücklich ist und dasselbe plant. Als dann auch noch zwei entflohene Mörder (Timothy Olyphant, Keith Jardine) mitsamt ihrer Fluchthelferin (Juliette Lewis) auftauchen, ist das Chaos perfekt …

Zuerst das Wichtigste: Bei „Over Your Dead Body“ handelt es sich um das Remake des norwegischen Films „The Trip – Ein mörderisches Wochenende“ – den ich bislang leider noch nicht gesehen habe. Dementsprechend kann ich nicht beurteilen, wie der Film im Vergleich abschneidet, sondern nur, ob ich meinen Spaß damit hatte. Und verdammt, den hatte ich! Und das, obwohl mir, selbst ohne das Original zu kennen, von Anfang an klar war, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln und wie sie letztlich enden würde. Aber wie so oft gilt: Der Weg ist das Ziel. Und dieser Weg ist nicht nur verdammt witzig, sondern auch verdammt blutig. Und verdammt böse. Eine Vorliebe für schwarzen Humor und die eine oder andere Grenzüberschreitung sollte man idealerweise mitbringen, um „Over Your Dead Body“ genießen zu können.

Dass mir der Film so gut gefallen hat, liegt nicht zuletzt an Jason Segel und Samara Weaving, deren Dan und Lisa trotz ihrer Charakterschwächen, Streitereien und Mordpläne jederzeit menschlich und sympathisch rüberkommen. Klar, dass ich den beiden von Anfang an die Daumen gedrückt und mir gewünscht habe, dass sie das Wochenende gemeinsam überstehen und wieder zueinanderfinden. Tief im Inneren hält sich in mir halt doch ein Romantiker versteckt. Und obwohl jedem klar sein sollte, wie der Film endet, so hält er dennoch genug kleinere Wendungen und Überraschungen parat, um die Geschichte bis zum Ende hin spannend zu halten.

Neben Romantikern kommen auch Gore-Liebhaber auf ihre Kosten, denn neben den typischen Schuss- und Stichwaffen kommen hier auch diverse Gartenwerkzeuge zu ihrem wohlverdienten Einsatz. Zwar dauert es etwas, bis die Eskalation beginnt, aber wenn es erst mal so weit ist, hält die Kamera stets voll drauf. Gefangene werden hier keine gemacht, und selbst Sympathieträger sind nicht davor gefeit, das eine oder andere Körperteil zu verlieren. So mag ich das.

Langer Rede kurzer Sinn: „Over Your Dead Body“ ist eine ebenso blutige wie unterhaltsame Mischung aus rabenschwarzer Komödie und bitterbösem Thriller, die genau meinen Geschmack getroffen hat. Ich bin mehr als begeistert!

Meine Wertung: 8/10

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Kurz kommentiert: „The Disappointments Room“ (2016)

Nach einem tragischen Vorfall ziehen Dana (Kate Beckinsale), David (Mel Raido) und ihr Sohn Lucas (Duncan Joiner) in ein abgelegenes Haus auf dem Land. Als Dana auf dem Dachboden einen mysteriösen Raum entdeckt, kommt sie einem grausamen Geheimnis auf die Spur …

Zuerst das Positive: „The Disappointments Room“ ist aus dem Jahr 2016, ergo sieht Kate Beckinsale hier noch wie Kate Beckinsale aus. Leider war’s das dann auch schon, denn abgesehen von seiner attraktiven Hauptdarstellerin hat der Film nichts, aber wirklich rein gar nichts Interessantes zu bieten. Nicht, dass „The Disappointments Room“ wirklich schlecht wäre, er ist einfach nur komplett belanglos. Die Story? Schon tausendmal gesehen. Die Inszenierung? Ohne jegliches Gespür für Spannung. Die Auflösung? Ideenlos und vorhersehbar. Oder anders formuliert: Der Film hat seinem Namen alle Ehre gemacht und mich auf allen Ebenen enttäuscht. Von Regisseur D.J. Caruso („Disturbia“, „Eagle Eye“) hatte ich wahrlich mehr erwartet.

Meine Wertung: 4/10

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Kurz kommentiert: „Mission: Gardener – Der grüne Daumen der Rache“ (2025)

Als der Politiker Serge Shuster (Michaël Youn) an brisante Informationen gelangt, setzt seine Regierung ihn auf eine Todesliste. Ein Killerkommando macht sich alsbald an die Arbeit, hat aber nicht mit Serges Gärtner Leo (Jean-Claude Van Damme) gerechnet …

Jean-Claude Van Damme gehört zweifellos zu DEN Actionstars meiner Jugend. Und ja, ich sehe ihn auch heute noch gerne. Auch wenn die Qualität seiner Filme oftmals zweifellos zu wünschen übrig lässt. Höflich formuliert. Glücklicherweise handelt es sich bei „Mission: Gardener – Der grüne Daumen der Rache“ um keinen dieser Totalausfälle, sondern um eine durchaus unterhaltsame Actionkomödie. Sofern man sich mit dem recht albernen Humor und der stark schwankenden Tonalität anfreunden kann. Überdrehter Pipi-Kacka-Humor und blutige Hinrichtungen geben sich hier munter die Klinke in die Hand, was mitunter doch ziemlich deplatziert wirkt. Außerdem ist die Action stellenweise etwas unglücklich geschnitten, was vermutlich auch Jean-Claude Van Dammes Alter geschuldet sein dürfte. Dennoch hatte ich durchaus meinen Spaß mit dem Film – Fans des Belgiers dürfen also ruhig mal einen Blick riskieren.

Meine Wertung: 5/10

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Kurz kommentiert: „Killer Whale“ (2026)

Die Freundinnen Maddie (Virginia Gardner) und Trish (Mel Jarnson) wollen im Urlaub einen Tag in einer abgelegenen Lagune genießen, als sie plötzlich von einem Killerwal angegriffen werden …

Ich vergebe solch eine niedrige Wertung nur selten (und auch ungern), aber „Killer Whale“ hat sie sich mehr als verdient. Inhaltlich ergibt hier nichts auch nur irgendeinen Sinn (wie zum Teufel kommt der Wal in die Lagune?), die Dialoge sind zum Fremdschämen und die Effekte wechseln unentschlossen zwischen unfreiwillig komisch (hab ich da gerade „Greenscreen“ gehört?) und katastrowal hin und her – was alles nur halb so schlimm wäre, wenn der Film sich nicht so furchtbar ernst nehmen würde. „Killer Whale“ ist zweifellos einer der schlechtesten (und langweiligsten) Filme, die ich in den letzten Jahren gesehen habe. Und ich Depp hab mir den auch noch auf Blu-ray gekauft. Zum Release. Also zum vollen Preis. Kann mich bitte jemand ohrfeigen?

Meine Wertung: 1/10

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Neu im Filmregal: Januar bis Mitte April 2026

Das letzte Update meiner Filmsammlung ist schon eine ganze Weile her. Wenig überraschend liegt dies keinesfalls daran, dass ich mir in den letzten Monaten keine Filme mehr gekauft hätte. Nein, ich war schlicht zu faul, die gekauften Filme in meiner Datenbank zu erfassen. Heute überkam es mich aber irgendwie. Vielleicht, weil die Stapel inzwischen so hoch waren, dass ich mir Sorgen um die unteren Titel machte. Aber nur vielleicht …

Folgende Filme und Serien haben seit Anfang des Jahres ihren Weg in mein Filmregal gefunden:

Ultra HD Blu-ray

Anaconda (2025) (Steelbook)
Avatar – Aufbruch nach Pandora
Avatar: The Way of Water
Bone Lake (Mediabook)
Boy Kills World (Mediabook)
Captain America: Brave New World (Steelbook)
Dante’s Peak
Die Unfassbaren 3 (Steelbook)
DOA: Dead or Alive (Mediabook)
Dunkirk
Gesetz der Rache (Mediabook)
Léon: Der Profi (Steelbook)
Minority Report (Steelbook)
Nightmare: Mörderische Träume (7-Film Collection)
Nightmare 2 – Die Rache (7-Film Collection)
Nightmare 3 – Freddy lebt (7-Film Collection)
Nightmare on Elm Street 4 (7-Film Collection)
Nightmare on Elm Street 5 – Das Trauma (7-Film Collection)
A Nightmare on Elm Street 6: Freddy’s Finale (7-Film Collection)
Freddy’s New Nightmare (7-Film Collection)
Operation Fortune (Steelbook)
Plane (Steelbook)
Predator: Badlands (Steelbook)
Prom Night – Die Nacht des Schlächters (Mediabook)
Scream (Steelbook)
Silverado (Steelbook)
Sisu: Road to Revenge (Steelbook)
Stephen King’s Nachtschicht (Mediabook)
Strange Darling (Hartbox)
The Astronaut
The Fantastic Four: First Steps (Steelbook)
The Frighteners (Mediabook)
The Running Man (Steelbook)
The Toxic Avenger (Mediabook)
Thunderbolts* (Steelbook)
Top Gun
Top Gun: Maverick
Tron: Ares (Steelbook)
Underworld (Mediabook)
Wicked – Teil 2 (Steelbook)

Blu-ray

Benedetta
Blair Witch Project (Blair Witch Collection)
Blair Witch 2 (Blair Witch Collection)
Blair Witch (Blair Witch Collection)
Das Tribunal
Der weiße Hai 3
Der weiße Hai IV – Die Abrechnung
Dexter: Wiedererwachen – Staffel 1
Die Verdammten des Krieges
Guardians of the Galaxy Vol. 3
Hunting Season
Imperium
Influencer 2
Kill, Daddy, Kill! (Stepfather-Mediabook)
Stepfather II (Stepfather-Mediabook)
Kentucky Fried Movie
Kuffs – Ein Kerl zum Schießen
Life-Snatcher
May (Mediabook)
Mein Monster – Ungeheuer verliebt
Night Hunter
Passagier 57
Quigley der Australier
Rabid Grannies (Mediabook)
Silent Rage – Das stumme Ungeheuer
Sneakers – Die Lautlosen
Split Second (Mediabook)
The Cave
The Deep Dark
The Desperate Hour
The Human Centipede 3 – Final Sequence (Mediabook)
The Last Video Store
The Marvels
Das Mercury Puzzle
Texas Chainsaw Massacre: The Beginning (Mediabook)
They Want Me Dead
Todesstille (Mediabook)
Tote tragen keine Karos
Unknown Identity
Verfluchtes Amsterdam
Young Guns – Sie fürchten weder Tod noch Teufel
Blaze of Glory: Flammender Ruhm

So, das war’s. Während der Erfassung sind mir zwei Dinge aufgefallen: Zum einen, dass erschreckend viele Filme noch nicht im DVD Profiler hinterlegt waren (was kein gutes Zeichen für die Nutzung der Anwendungen ist). Und zum anderen, dass ich selbst mit Lesebrille die meisten EANs nicht mehr ohne Lupe lesen kann. Zum Glück habe ich Mittwoch einen Termin beim Augenarzt …

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Geschaut: „Scream 7“ (2026)

Wie es sich für einen „Scream“-Fanboy gehört, saß ich direkt am 25. Februar im Kino, um mir „Scream 7“ in der Preview anzuschauen. Und verließ es enttäuscht. Sehr enttäuscht. Wieso weshalb warum, dazu komme ich später. Wichtig ist bis hierhin nur, dass ich dem Film im Heimkino eine zweite Chance geben wollte, um mir eine endgültige Meinung zu bilden. Und dieser Tag war heute, denn seit heute ist „Scream 7“ als Kauf-VoD verfügbar. Also gab ich dem Film nach meinem Feierabend um Punkt 18 Uhr seine versprochene zweite Chance. Ob er diese nutzen konnte, verrate ich euch … jetzt.

Worum geht’s

Sidney (Neve Campbell) hat sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und lebt mit ihrem Mann Mark (Joel McHale) und ihren Töchtern in der beschaulichen Kleinstadt Pine Grove. Doch sie kann ihrer Vergangenheit nicht entkommen. Nicht nur belasten die Geschehnisse von damals die Beziehung zu ihrer 17-jährigen Tochter Tatum (Isabel May), auch taucht plötzlich ein neuer Killer auf, der sich als Stu Macher (Matthew Lillard) zu erkennen gibt. Gemeinsam mit Gale (Courteney Cox) versucht Sidney herauszufinden, ob Stu wirklich noch am Leben sein könnte – oder ob nicht doch jemand anderes hinter der neuen Mordserie steckt …

Meine Meinung

Nach dem Kinobesuch hatte ich vier wesentliche Punkte an „Scream 7“ zu kritisieren:

1. Das viel zu dunkle Bild, welches so wirkte, als hätten die Macher während der Dreharbeiten vergessen, die Beleuchtung einzuschalten. Stellenweise war kaum zu erkennen, was gerade vor sich ging – was nicht nur an der Atmosphäre kratzte, sondern den Film auch unfassbar billig aussehen ließ.

2. Den Ton, der mich absolut ratlos zurückließ. Stellenweise schienen die Hintergrundgeräusche zu fehlen, dann wieder die Hintergrundmusik. Es war, als würden eine oder mehrere Tonspuren fehlen, was insbesondere den Tötungsszenen jegliche Spannung und Dramatik nahm.

3. Die fehlende Meta-Ebene, die eigentlich Bestandteil eines jeden „Scream“-Films ist. Letztlich ist die Reihe nun endgültig zu dem geworden, was sie ursprünglich so genüsslich dekonstruiert hat: zu einem gewöhnlichen Slasher-Franchise.

4. Die Auflösung, die hanebüchener und dümmer nicht hätte ausfallen können. Meine Güte, was für ein armseliger Killer-Reveal.

Ich war im Februar schon kurz davor, eine Review zu schreiben, doch je länger ich über den Film nachdachte, desto unsicherer wurde ich mir, ob die ersten beiden Punkte tatsächlich so von den Machern beabsichtigt waren, oder ob nicht eventuell etwas bei der Kinovorstellung schiefgelaufen sein könnte. Also entschied ich mich zu warten. Auf heute. Und was soll ich sagen: Das Kino hat damals tatsächlich Mist gebaut. Oder der Film wurde fehlerhaft ausgeliefert. So oder so, im Heimkino ist der Film eben ein ganz anderes Erlebnis gewesen. Das Bild sieht nun so aus, wie ich es von einem Kinofilm erwarte. Und der Ton liefert die Dynamik, die ein Film wie „Scream 7“ benötigt, um in den entsprechenden Szenen anständig zu wirken. Ganz ehrlich: Was ich eben gesehen habe, war ein ganz anderer Film. Na gut, fast …

… denn die anderen beiden Kritikpunkte bleiben bestehen. Wobei sie mich heute nicht mehr ganz so sehr gestört haben wie noch im Kino. Was letztlich daran liegen wird, dass ich dieses Mal mit ganz anderen Erwartungen an den Film herangegangen bin. Dennoch bleibt insbesondere die finale Auflösung ein Scherz. Und leider kein guter. Sowohl die Identität als auch die Motivation des Killers (oder der Killer?) ist mit Abstand der Tiefpunkt der gesamten Reihe. Was wirklich schade ist, da nach 45 Minuten ein Twist kommt, der den Film in eine richtig coole Richtung hätte lenken können. Leider haben die Macher jedoch beschlossen, diesen Weg, der ursprünglich schon für „Scream 3“ vorgesehen war, nicht weiter zu verfolgen. Bedauerlich und unverständlich.

Generell ist mir wieder aufgefallen, dass „Scream 7“ ein Paradebeispiel für vertane Chancen ist. Exemplarisch sei hier die Eröffnungsszene genannt, die zwar einerseits ganz cool ist, andererseits aber viel zu wenig aus dem Szenario rausholt. In dieser fährt ein True-Crime-Junkie mit seiner Freundin ins Stu-Macher-Haus, um dort eine inszenierte Horror-Nacht zu verbringen – wo beide dann von einem echten Ghostface-Killer ermordet werden. Wie schön wäre es gewesen, wenn Ghostface hier noch mal zum Rundumschlag gegen den True-Crime-Boom ausgeholt hätte. Wenn er seine Opfer damit konfrontiert hätte, wie pietätlos es ist, sich an echten Morden zu ergötzen und diese als pure Unterhaltung zu konsumieren. Passiert leider alles nicht. Macht aber trotzdem Spaß. Nicht zuletzt, da Ghostface in dieser Szene unerwartet sadistisch zu Werke geht.

Apropos sadistisch: Die Kills sind relativ einfallsreich und für eine 16er-Freigabe überraschend saftig. Insgesamt würde ich „Scream 7“ als den bislang härtesten Film der Reihe einstufen – auch wenn mindestens einer der Morde etwas deplatziert wirkt und so weit drüber ist, dass er besser in einen „Freitag, der 13.“-Film gepasst hätte.

Zu guter Letzt muss möchte ich natürlich noch Neve Campbell loben, die für mich immer das ultimative Final Girl sein wird. Und die definitiv noch lange nicht zu alt dafür ist.

Letztlich bleibe ich dabei, dass „Scream 7“ gemeinsam mit „Scream 3“ das Schlusslicht der Reihe bildet. Dennoch bin ich wirklich froh, dem Film eine zweite Chance gegeben zu haben. Denn ein unterhaltsamer Slasher ist „Scream 7“ allemal.

Meine Wertung: 7/10

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