Als Kind musste der Fischer Calvin Penney (Josh Hartnett) mitansehen, wie sein Vater auf offener See unter ungeklärten Umständen ums Leben kam. Als es 40 Jahre später erneut zu seltsamen Todesfällen kommt und Calvin auf einer seiner Touren seltsam riechendes Eis entdeckt, vermutet die Meeresbiologin Dr. Fonda Howander (Mackenzie Davis), dass ein bislang unentdeckter Kopffüßer die Ursache sein könnte …
Es gibt Themen, die kriegen mich einfach immer. Zum Beispiel Creature Horror, der im oder auf dem Wasser spielt. Dementsprechend neugierig war ich, als Netflix die Miniserie „Below“ ankündigte. Zumal auch noch Josh Hartnett die Hauptrolle spielt, dem ich es wirklich mehr als nur gönne, dass er derzeit schauspielerisch seinen zweiten Frühling erlebt. Also habe ich die sechs Folgen gestern Abend durchgebingt. Und wurde trotz kleiner Abzüge in der B-Note gut unterhalten.
Es ist schwer, über „Below“ zu schreiben, ohne inhaltlich zu viel zu verraten. Daher nur so viel: „Below“ ist kein klassischer Mensch-gegen-Tier-Kampf, sondern greift auch Themen auf, die ich in dieser Serie nicht unbedingt erwartet hätte. Speziell in einer Folge spielt der Riesenkalmar sogar so gut wie gar keine Rolle. Einerseits ist dies natürlich eine Stärke, da man als Zuschauer nie so recht weiß, was als nächstes passiert. Andererseits wirkte es auf mich zeitweise so, als hätten die Macher schlicht zu viel gewollt. So viel, dass es teilweise schon absurd-trashig wird. Das muss man schon mögen.
Was vermutlich jeder mögen wird, sind die Figuren. Sowohl der von Josh Hartnett gespielte Calvin als auch seine gesamte Familie sowie deren Freunde sind einfach verdammt sympathisch. Nicht besonders gut ausgearbeitet, aber sympathisch. Und dann ist da noch diese filmisch herrlich unverbrauchte Umgebung. Neufundland ist wahrlich eine Schönheit. Wäre ich der Typ für kleine Gemeinden, ich würde dort definitiv leben wollen.
Des Weiteren hat es mich sehr gefreut, auf so viele bekannte Namen und Gesichter zu treffen. Neben Josh Hartnett (mag ich unter anderem für „The Faculty“ und „Halloween H20“) und Mackenzie Davis (mag ich unter anderem für „The F-Word“ und „Freaks of Nature“) gibt es auch ein Wiedersehen mit David Wenham (mag ich für „Van Helsing“ – ihr habt jetzt doch wohl nicht mit „Der Herr der Ringe“ gerechnet?) und Natasha Henstridge (mag ich für alles). Ach ja, und Rohan Campbell (mag ich für „Halloween Ends“, auch wenn ich den Film nicht mag) und Charlie Heaton (hat wie in „Stranger Things“ wieder kein Glück bei den Frauen) sind auch dabei. Außerdem hat Helen Shaver bei zwei Folgen Regie geführt. Falls ihr euch jetzt fragt, wer zum Teufel Helen Shaver ist: Helen Shaver hat die weibliche Hauptrolle in „Tremors 2“ gespielt. Und falls ihr euch jetzt fragt, was zum Teufel „Tremors 2“ ist … tja, dann kann ich euch auch nicht mehr helfen.
Abschließend bleibt mir nur zu schreiben, dass ich sehr viel Spaß mit „Below“ hatte. Eine zweite Staffel scheint derzeit zwar nicht geplant zu sein, aber ich würde mich sehr darüber freuen. Genug Potenzial ist definitiv vorhanden.
Meine Wertung: 7/10
Das klingt gut! Bin für Creature-Horror und Settings am/im/unter Wasser auch immer zu haben. Schaue ich vielleicht mal rein.