Geschaut: „Hunting Season“ (2025)

Samstag. 12 Uhr. Die Sonne lacht, der Himmel erstrahlt in einem satten Blau. Perfekte Voraussetzungen, um die Vorhänge runterzulassen und „Hunting Season“ zu schauen, den neuen Actionthriller mit Mel Gibson.

Worum geht’s

Die junge Tag (Sofia Hublitz) lebt mit ihrem Vater Bowdrie (Mel Gibson) zurückgezogen im Wald. Eines Tages entdeckt Tag beim Angeln eine schwer verletzte Frau (Shelley Hennig), die ans Ufer getrieben wurde. Da die Unbekannte ihn anfleht, sie nicht ins Krankenhaus zu bringen, versorgt Bowdrie sie vorerst selbst. Wie sich herausstellt, wurde January, so ihr Name, durch ihre Mitbewohnerin unbeabsichtigt in die Machenschaften des örtlichen Drogenkartells hineingezogen. Als dieses erfährt, dass January noch am Leben ist, setzt dessen Anführer Alejandro (Jordi Mollà) alles daran, die unliebsame Zeugin endgültig zu beseitigen …

Meine Meinung

Man mag von Mel Gibson als Person halten, was man will, aber eines lässt sich nicht leugnen: Der Mann hat Charisma und wertet alleine mit seiner Präsenz jeden noch so durchschnittlichen Film auf. Womit ich nicht sagen möchte, dass „Hunting Season“ diese Aufwertung unbedingt nötig gehabt hätte. Nein, das wäre dem Film gegenüber ziemlich unfair. Überraschenderweise hatte ich damit nämlich erstaunlich viel Spaß. Und das, obwohl (oder vielleicht auch gerade weil) er viel ruhiger ist, als ich vermutet hatte.

Im Grunde ist die Genre-Einordnung als Actionthriller eine Mogelpackung. Ja, der Film enthält entsprechende Elemente, nimmt sich aber viel Zeit für die Charaktere und deren Beziehungen zueinander. Irgendwie ist er also auch ein Drama. Und wenn Mel Gibsons Bowdrie am Ende zum letzten Gefecht aufbricht, wohl wissend, dass er dieses vermutlich nicht überleben wird, dann erinnert „Hunting Season“ sehr an einen Western – Mexican Standoff inklusive.

Das Wichtige aber ist: Obwohl der Film kein klassischer Actionthriller und eher ruhig inszeniert ist, habe ich mich zu keiner Minute gelangweilt. Ganz im Gegenteil, die Zeit verging wie im Flug. Ich mochte die eher indirekt angespannte Atmosphäre, die dazu im Kontrast stehende beschauliche Umgebung, das langsame Zueinanderfinden der Figuren – und ja, auch die kurzen Momente, in denen Bowdrie dann doch zeigen darf, dass mit ihm nicht zu spaßen ist. Denn wenn er einmal zuschlägt, dann erfreulich konsequent und ohne Gnade. So muss das sein.

Mel Gibson ist auf Darstellerseite ganz klar das Highlight des Films, aber auch Sofia Hublitz und Shelley Hennig haben bei mir einen durchweg positiven Eindruck hinterlassen. Jordi Mollà als Antagonist hingegen fällt ein wenig ab – seine Darstellung war mir etwas zu überzogen und wollte für mich nicht so recht zum Rest des Film passen.

Insgesamt erfindet „Hunting Season“ das Rad keineswegs neu und hätte durchaus ein wenig mehr klassische Spannung vertragen können. Dennoch muss ich sagen, dass ich durchaus angetan von diesem Film bin. Ich wünschte, alle in den DTV-Bereich abgestiegenen Altstars würden auf diesem Niveau abliefern.

Meine Wertung: 7/10

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Ich habe gerade in der Mittagspause zwei Folgen „South Park“ geschaut.

Die gute Nachricht: Paramount+ merkt sich auf dem Apple TV nun endlich die zuletzt gesehene Folge, sodass man diese nicht mehr manuell suchen und starten muss.

Die schlechte Nachricht: Dafür startet jetzt jede Folge mit aktivierten Untertiteln, die man dann manuell ein- und wieder ausschalten muss.

Ist eine sauber funktionierende App wirklich zu viel verlangt?

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Ich habe gerade die erste Folge der neuen „Scrubs“-Staffel geschaut und hatte praktisch ununterbrochen Tränen in den Augen. Mal vor Lachen, mal vor Rührung. Besser hätte das Revival nicht starten können. Gott, was habe ich die Truppe vermisst!

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Gerade erst in meinem Spam-Ordner entdeckt: Die Auslieferung der analogen Kompaktkamera Analogue aF-1 verzögert sich erneut, nun soll sie in Q3 2026 verschickt werden. Schauen wir mal, ob die Kamera tatsächlich noch kommt …

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Das nächste europäische soziale Netzwerk steht vor dem Start: eYou

Auf wedium und W Social folgt eYou. Ja, richtig gelesen: Das nächste europäische soziale Netzwerk befindet sich im Aufbau. Und wieder gibt es eine Warteliste, um sich schon jetzt seinen Benutzernamen zu sichern – was ich selbstverständlich sofort getan habe. Auch wenn ich es langsam albern finde, was hier gerade alles aus dem Boden gestampft wird. Man stelle sich nur vor, all diese Energie würde stattdessen konsequent ins Fediverse gesteckt werden …

Wie dem auch sei: Die Neugierde siegt. Falls auch ihr euch auf die Warteliste von eYou eintragen möchtet, könnt ihr dies gerne über diesen Link machen. Die Warteliste ist nämlich mit einem kleinen Spiel verbunden: Je mehr Menschen über euren Warteliste-Link beitreten, desto weiter rutscht ihr in der Warteliste nach oben. Also los! Ich erwarte eine Verbesserung um mindestens einen Platz! 😀

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wedium: Die Beta startet am 25. März

Eben ist eine E-Mail von wedium bei mir eingetrudelt: Die Beta des neuen europäischen sozialen Netzwerks steht kurz vor dem Start. Um genau zu sein, geht’s am 25. März los, also heute in einer Woche. Dann allerdings erst mal nur mit den ersten 100 von der Warteliste. Eine Woche später sollen die nächsten 500 folgen, eine weitere Woche später dann die nächsten 1.000, usw..

Mal schauen, wann ich an der Reihe bin. Und was es dann dort zu entdecken gibt. Ich werde berichten.

Update 25.03. Keine Ahnung, ob es bislang so nicht auf der Website stand oder ich es schlicht übersehen habe, aber wedium bezeichnet sich selbst als „die Kurzvideoplattform aus Europa“ – und damit hat sich das Thema wedium für mich auch direkt erledigt, denn nichts interessiert mich weniger als Kurzvideos. Wenn es dort keine anderen Inhalte gibt, gehöre ich definitiv nicht zur Zielgruppe. Schade. Oder Glück gehabt. Wie man’s nimmt.

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Sven Kietzke
Sven Kietzke
@svenkietzke@www.svenkietzke.de

Chroniken eines fotografierenden Filmnerds

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