Geschaut: „Eternity“ (2025)

14. Februar. Samstagabend. Valentinstag. Ich weiß, was ihr letzten Sommer getan habt was ihr jetzt gerade denkt: „Wieso erscheint hier eine Review, obwohl die Frauen aufgrund seines Charmes, seines Humors, seiner Intelligenz, seiner Großzügigkeit, seines guten Aussehens und nicht zuletzt seiner Bescheidenheit bei Sven doch eigentlich Schlange stehen sollten und er gerade ein Date haben müsste?“. Nun, eine berechtigte Frage. Ich kann mir das nur so erklären, dass meine zweifellos beeindruckende Präsenz zu einschüchternd wirkt, sodass die Frauen sich schlicht nicht trauen, mich nach einem Date zu fragen. Wie dem auch sei. Um am Valentinstag trotzdem mit etwas Liebe in Kontakt zu kommen, habe ich heute die übernatürliche Romantikkomödie „Eternity“ geschaut. Eine gute Entscheidung.

Worum geht’s

Joan (Elizabeth Olsen) und Larry (Miles Teller) sind seit 65 Jahren ein Paar. Als Larry an einer Brezel erstickt, wacht er als Mittdreißiger in einer Zwischenwelt wieder auf, die an ein schräges Tourismus-Center erinnert. Von seiner Jenseits-Koordinatorin Anna (Da’Vine Joy Randolph) wird er darüber aufgeklärt, dass man sich nach seinem Tod für eine Ewigkeit entscheiden muss, die später allerdings nicht mehr gewechselt werden darf. Nur wenige Tage später stirbt auch Joan, sodass die Tür für eine gemeinsame Ewigkeit offen steht. Doch dann taucht plötzlich Joans erster Ehemann Luke (Callum Turner) auf, der kurz nach ihrer Hochzeit im Krieg gefallen war und seit nunmehr 67 Jahren auf die Ankunft seiner großen Liebe wartet. Nun muss Joan sich entscheiden: Möchte sie die Ewigkeit mit Larry verbringen, mit dem sie bereits ihr ganzes Leben verbracht hat, oder mit Luke, mit dem sie nie die Chance auf ein richtiges Leben hatte …

Meine Meinung

Ich sag’s, wie es ist: Ich liebe „Eternity“. Und das nicht nur, weil heute Valentinstag ist. Ja im Grunde ist der Film eine klassische Dreiecks-Liebeskomödie. Aber das Spiel mit der Ewigkeit und den verschiedenen Welten sorgt nicht nur für eine ungewöhnliche Tiefe, sondern auch für verdammt witzige und absurde Situationen. So gibt es zum Beispiel eine Ewigkeit für Verstorbene, die keine Lust mehr auf andere Menschen haben und einfach nur noch ihre Ruhe wollen – klar, dass ausgerechnet diese Ewigkeit ausgebucht ist. Der Humor trieft stellenweise vor Sarkasmus, was meinen Geschmack wenig überraschend voll getroffen hat. Wie die jeweiligen Angestellten versuchen, Neuankömmlinge von ihrer Ewigkeit zu überzeugen (oder verzweifeln, weil sich niemand für ihre Ewigkeit interessiert), ist einfach herrlich skurril – so wie die gesamte Grundidee.

Doch „Eternity“ ist nicht nur witzig, er trifft auch ins Herz. Mit Joan, die sich zwischen ihrer ersten und ihrer zweiten Liebe entscheiden muss, möchte vermutlich niemand tauschen. Erst recht nicht, wenn dies wortwörtlich eine Entscheidung für die Ewigkeit ist. Dass beide Männer tatsächlich gute Kerle mit zwar unterschiedlichen, aber jeweils durchaus liebenswürdigen Eigenschaften sind, macht es umso komplizierter. Die Chemie zwischen Elizabeth Olsen, Miles Teller und Callum Turner ist fantastisch, wobei alle drei sowohl witzige als auch nachdenkliche Szenen zu meistern haben. Einige dieser Momente sind überraschend tiefgründig und werfen durchaus existenzielle Fragen auf – und zum Ende hin wird’s sogar ein wenig düster und spannend. Aber keine Sorge: „Eternity“ ist dennoch voll und ganz ein Feel-Good-Film.

So, und damit auch genug geschwafelt. Dass mir „Eternity“ verdammt gut gefallen hat, dürfte jetzt klar sein. Und sollte es nach dem Tod tatsächlich wie im Film zugehen, weiß ich schon jetzt, für welche Ewigkeit ich mich auf die Warteliste setzen lasse …

Meine Wertung: 9/10

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Drei Pakete.
Eine Zieladresse.
Ein Zustelldatum.
Drei verschiedene Packstationen.

Schön zu wissen, dass DHL es auch 2026 immer noch drauf hat.

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Cruel Summer

„Alexa, spiel das Lied „Cruel Summer“.
„Okay. Hier ist „Cruel Summer“ von Taylor Swift.“
„Alexa, ein für alle Mal: ES GIBT NUR EIN „CRUEL SUMMER“ UND DAS IST VON BANANARAMA!!!“

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Sofern nichts mehr dazwischenkommt, habe ich morgen nach Monaten der fotografischen Enthaltsamkeit mal wieder ein Shooting. Mal schauen, ob ich die Kamera noch bedienen kann. Wünscht mir gerne Glück. Und natürlich auch dem Model. Sie kann es gebrauchen …

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„Viele der Befragten erleiden schwere psychische Traumata bis hin zu posttraumatischen Belastungsstörungen, sexuelle Traumatisierungen und wirtschaftliche Not. […] Geheimhaltungsverträge (NDAs) zwingen die Beschäftigten zum Schweigen über ihre Arbeitsbedingungen. Offiziell sollen sie vertrauliche Unternehmensinformationen schützen, de facto dienen NDAs jedoch als Maulkorb, der institutionalisierte Ausbeutung verdeckt. […] Nicht einmal gegenüber der Familie oder Therapeuten dürfen sie über ihre Erlebnisse sprechen, was professionelle Hilfe zusätzlich erschwert.“

Sauberes Netz, schmutzige Hände via Golem

Ein Grund mehr, die großen sozialen Netzwerke nicht (mehr) zu nutzen. Da ist inzwischen einfach zu viel in Schieflage geraten.

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Sven Kietzke
Sven Kietzke
@svenkietzke@www.svenkietzke.de

Chroniken eines fotografierenden Filmnerds

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