Kurz abgehakt: „Death Wish“ (2018)

Als Unfallchirurg ist es Paul Kerseys (Bruce Willis) Aufgabe Leben zu retten, doch als seine Familie Opfer eines brutalen Raubüberfalls wird und die Ermittlungen der Polizei ins Leere laufen, gerät Paul in eine tiefe Krise. Als er durch Zufall an eine Waffe gerät, nimmt Paul in seiner Verzweiflung das Gesetz selbst in Hand und beginnt damit, auf den Straßen von Chicago aufzuräumen …

„Death Wish“ ist wieder einer dieser Filme, bei denen ich die zahlreichen negativen Stimmen nicht so recht nachvollziehen kann. Zugegeben, Regisseur Eli Roth präsentiert uns hier absolut nichts Neues, aber Freunde des gepflegten Selbstjustizthrillers werden durchaus anständig bedient. Die Geschichte nimmt ohne große Längen ihren Lauf, die Darsteller agieren solide (Willis) bis gut (D’Onofrio) und die Actionszenen sind zwar kurz, wurden dafür aber knackig und recht hart inszeniert. Außerdem gibt’s den einen oder anderen zynischen Seitenhieb in Richtung des waffengeilen Amerikas – nett. Bedauerlich finde ich lediglich, dass Paul Kersey hier größtenteils die Peiniger seiner Familie jagt, während er im Original Kriminelle noch recht wahllos hinrichtete. Das Abgründige der Figur bleibt im Remake dementsprechend etwas auf der Strecke.

Meine Wertung: 7/10

„Death Wish“ kann derzeit bei Amazon Prime Video geschaut werden.

Kurz abgehakt: „Fifty Shades of Black – Gefährliche Hiebe“ (2016)

Da ihre Mitbewohnerin sich mit einer Sportmannschaft übernommen hat und nun erst mal gewisse Körperregionen kühlen muss, übernimmt die unerfahrene Hannah Steale (Kali Hawk) ein geplantes Interview mit dem erfolgreichen Geschäftsmann Christian Black (Marlon Wayans). Dieser fühlt sich sofort zu der etwas unbeholfenen jungen Frau hingezogen und tut alles, um Hannah von sich zu überzeugen. Doch Christian hat nicht nur Charme und Geld, sondern auch ein dunkles Geheimnis …

Regisseur Michael Tiddes und Drehbuchautor sowie Hauptdarsteller Marlon Wayans haben mit den beiden „Ghost Movie„-Filmen zwei der mit Abstand schlechtesten Parodien verbrochen, die ich bislang gesehen habe. Vielleicht lag es daher einfach an meinen extrem niedrigen Erwartungen, dass mich „Fifty Shades of Black“ tatsächlich positiv überrascht hat. Versteht mich bitte nicht falsch: Der Film ist alles andere als gut. Er ist einfach nur nicht so schlecht wie befürchtet. Auch hier sind wieder viele Szenen extrem niveaulos und einfach zum Fremdschämen, doch irgendwie haben es auch einige gelungene Pointen und sogar die eine oder andere bissige Gesellschaftskritik in den Film geschafft. Und egal, was man von seinem Humor auch halten mag, irgendwie ist Marlon Wayans einfach ein sympathisches Kerlchen. Wer die an sich schon strunzdumme und kaum zu ertragende Vorlage nicht mag, darf also durchaus mal einen Blick riskieren. Besser als diese ist „Fifty Shades of Black“ allemal …

Meine Wertung: 4/10

„Fifty Shades of Black – Gefährliche Hiebe“ kann derzeit bei Netflix geschaut werden.

Kurz abgehakt: „Spenser Confidential“ (2020)

Als Polizist ging Spenser (Mark Wahlberg) auf seinen Vorgesetzten Captain Boylan (Michael Gaston) los und wanderte dafür für fünf Jahre ins Gefängnis. Als Boylan ermordet aufgefunden wird, fällt der Verdacht sofort auf den kurz zuvor entlassenen Spenser. Gemeinsam mit seinem Zimmergenossen Hawk (Winston Duke) und seinem väterlichen Freund Henry (Alan Arkin) versucht Spenser seine Unschuld zu beweisen – und stößt dabei auf eine weitreichende Verschwörung …

Ich mag Buddy-Actionkomödien. Und auch wenn „Spenser Confidential“ weder die knallharte Action von „Lethal Weapon“ oder „Last Boy Scout“ zu bieten hat, noch so schwarzhumorig wie „The Nice Guys“ oder so genial konstruiert ist wie der grandiose „Kiss Kiss, Bang Bang“, so hatte ich mit dem Film dennoch meinen Spaß. Der Plot ist gerade noch clever genug, die Action mehr als solide, die Chemie zwischen den Beteiligten absolut stimmig und Mark Wahlberg insbesondere in Actionkomödien eh immer ein Heidenspaß (an dieser Stelle sei auch der völlig durchgedrehte „The Big Hit“ empfohlen). Dass der Film insgesamt etwas zu harmlos daherkommt und ein wenig wirkt, als hätten die Macher vergessen die Handbremse zu lockern, verzeihe ich ihm. In der bereits angedeuteten Fortsetzung darf dann aber gerne Vollgas gegeben werden …

Meine Wertung: 7/10

„Spenser Confidential“ kann derzeit bei Netflix geschaut werden.

Kurz abgehakt: „Wahrheit oder Pflicht“ (2018)

Beim Springbreak in Mexiko lernt Olivia (Lucy Hale) den sympathischen Carter (Landon Liboiron) kennen. Dieser überredet Olivia und ihre Freunde, in einer verfallenen Kirche Wahrheit oder Pflicht zu spielen. Ein Spaß mit fatalen Folgen, denn einmal begonnen, müssen die Teilnehmer nach festen Regeln weiterspielen und zwingend die Wahrheit sagen oder die Pflicht erfüllen. Wer sich weigert, überlebt das Spiel nicht …

Wurde bei der Ankündigung noch geunkt, dass dieser Film niemals funktionieren könne (und welches Partyspiel wohl als nächstes an der Reihe sei – „Flaschendrehen – The Movie“?), so kann ich heute Entwarnung geben: Der Film ist sicherlich kein Meisterwerk und für Hardcore-Horrorfans definitiv zu zahm, fällt insgesamt aber dennoch überraschend unterhaltsam aus und ist insbesondere für Horroreinsteiger durchaus einen Blick wert. Die Darsteller sind okay, die Figuren längst nicht so nervig wie befürchtet und das titelgebende Spiel nimmt zuweilen erfreulich bösartige Formen an. Leider wurde die Chance vertan, den Figuren psychologisch stärker zuzusetzen – da hätten die Macher ruhig etwas mutiger sein dürfen. Dasselbe gilt für die Todesszenen, die allesamt leider recht blutarm ausfallen. Aber hey, für einen anspruchslosen Gruselabend reicht’s allemal!

Meine Wertung: 6/10

„Wahrheit oder Pflicht“ kann derzeit bei Amazon Prime Video geschaut werden.

Kurz abgehakt: „Long Shot – Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich“ (2019)

Als Kind war der Journalist Fred Flarsky (Seth Rogen) in seine Nachbarin und Babysitterin Charlotte verliebt. Durch einen Zufall begegnen sich Fred und Charlotte (Charlize Theron), die inzwischen zur US-Außenministerin aufgestiegen ist, auf einer Party wieder. Da Charlotte als Präsidentin kandidieren möchte, von den Wählern jedoch als zu steif wahrgenommen wird, engagiert sie den kodderschnäuzigen Fred, damit dieser ihr bei ihren Wahlkampfreden hilft …

Ich möchte niemandem etwas vormachen: Wie „Long Shot – Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich“ endet, steht von Anfang an fest. Doch wie so oft heißt es auch hier: Der Weg ist das Ziel. Und dieser Weg ist verdammt witzig! Ganz ehrlich, ich habe lange nicht mehr so gelacht – und kann an dieser Stelle eine Entwarnung aussprechen: Auch wenn der typische Seth-Rogen-Humor immer mal wieder durchschimmert, wird erfreulicherweise weitestgehend auf allzu plumpe Witze verzichtet. Stattdessen lebt der Film von seinen bissigen Dialogen und den beiden fantastischen Hauptdarstellern. Während Seth Rogen einmal mehr das tut, was er am besten kann (nämlich den sympathischen, etwas unbeholfen wirkenden Typen spielen, der das Herz am rechten Fleck trägt), ist Charlize Theron als mal selbstbewusste, mal komplett unsichere Politikerin in jeglicher Hinsicht einfach nur atemberaubend. Und der tollen Chemie zwischen den beiden sei Dank, kommt neben dem Humor auch die Romantik nicht zu kurz. Ein wirklich toller, durch und durch sympathischer Gute-Laune-Film!

Meine Wertung: 8/10

„Long Shot – Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich“ kann derzeit bei Amazon Prime Video geschaut werden.

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