Gelesen: „Adressat unbekannt“ von Kathrine Kressmann Taylor

12. Oktober 2026 | Bücher | 0 Kommentare

Wisst ihr, wieso ich so gerne Blogs lese? Weil ich durch Blogs immer wieder auf interessante Filme, Spiele, Musik und Bücher stoße. Ohne den guten bullion zum Beispiel hätte ich vermutlich nie von Kathrine Kressmann Taylors Briefroman „Adressat unbekannt“ erfahren, den ich heute gelesen habe.

Über den Roman zu schreiben, dauert schon fast länger, als ihn zu lesen. Rund 30 Minuten habe ich gebraucht. Das ist nicht viel, aber diese 30 Minuten haben es in sich. „Adressat unbekannt“ beschreibt den fiktiven Briefwechsel zweier Freunde in den 1930er Jahren. Der eine, Max Eisenstein, ist Jude und lebt in Amerika. Der andere, Martin Schulse, ist mit seiner Familie frisch zurück nach Deutschland gezogen. Es dauert nicht lange, bis Martin dort dem Nationalsozialismus verfällt, was darin gipfelt, dass er sogar Max‘ Schwester seine Hilfe verweigert und damit ihr Schicksal besiegelt. Doch Max entwickelt einen Plan, um sich zu rächen …

Letztlich kann ich nur das wiederholen, was bullion in seinem Blogbeitrag bereits geschrieben hat: „Adressat unbekannt“ ist kurz, aber eindringlich geschrieben, von der ersten Seite an packend und aktueller denn je. Insbesondere die Tatsache, dass der Roman bereits 1938 geschrieben wurde, sollte uns allen zu denken geben, zeigt es doch, dass im Grunde allen klar war, was da gerade in Deutschland passiert. Da bleibt nur zu hoffen, dass wir nicht ein zweites Mal erst dann reagieren, wenn es bereits zu spät ist.

Als ich mit dem Lesen fertig war, dachte ich übrigens sofort, dass diese Geschichte auch ziemlich gut als Film funktionieren könnte. Und siehe da: Es gibt sogar eine Verfilmung. Entstanden im Jahr 1944. Nominiert für zwei Oscars. Und in Deutschland bis heute nicht erhältlich. Sehr schade. Den Film würde ich wirklich gerne mal sehen.

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