Lucy (Johnny Sequoyah) besucht mit zwei Freundinnen ihren Vater Adam (Troy Kotsur) und ihre kleine Schwester Erin (Gia Hunter), die gemeinsam mit dem Schimpansen Ben auf Hawaii leben. Was niemand ahnt: Ben hat sich vor kurzem mit Tollwut infiziert – und macht schon bald Jagd auf seine menschliche Familie …
Der Film ist gerade mal wenige Minuten alt, da werden einem Tierarzt auch schon Haut und Fleisch vom Gesicht gerissen. Und die Kamera hält voll drauf, was mir ein freudiges „WTF!?!“ entlockte. Danach werden rund 20 Minuten lang die Figuren und das Setting etabliert, nur um dann endgültig ans Eingemachte zu gehen. Und auch hier geizt Regisseur Johannes Roberts nicht mit Blut und Gewalt. Der an sich herzensgute Schimpanse macht in seinem Wahn wahrlich keine Gefangenen und auch vor Sympathieträgern nicht halt, was in Verbindung mit den größtenteils handgemachten Effekten und einer Nettolaufzeit von gerade mal knapp über 80 Minuten keine Langeweile aufkommen lässt. Zugegeben, originell ist hier nichts. Und die Figuren sind zwar nicht unsympathisch, insgesamt aber recht blass. Das stört aber nicht, denn als überraschend grimmiger Tierhorrorfilm für zwischendurch macht „Primate“ dennoch eine gute Figur. Ich zumindest hatte meinen Spaß mit dem tierischen Treiben. Und habe mich mehr als nur einmal gefragt, wie dieser Film eine 16er-Freigabe bekommen konnte. Aber hey, ich will mich gar nicht beschweren. Ganz im Gegenteil. Ich wünschte, die FSK hätte schon in den 80ern und 90ern so entspannt bewertet.
Meine Wertung: 7/10