Geschaut: „Primate“ (2025)

Lucy (Johnny Sequoyah) besucht mit zwei Freundinnen ihren Vater Adam (Troy Kotsur) und ihre kleine Schwester Erin (Gia Hunter), die gemeinsam mit dem Schimpansen Ben auf Hawaii leben. Was niemand ahnt: Ben hat sich vor kurzem mit Tollwut infiziert – und macht schon bald Jagd auf seine menschliche Familie …

Der Film ist gerade mal wenige Minuten alt, da werden einem Tierarzt auch schon Haut und Fleisch vom Gesicht gerissen. Und die Kamera hält voll drauf, was mir ein freudiges „WTF!?!“ entlockte. Danach werden rund 20 Minuten lang die Figuren und das Setting etabliert, nur um dann endgültig ans Eingemachte zu gehen. Und auch hier geizt Regisseur Johannes Roberts nicht mit Blut und Gewalt. Der an sich herzensgute Schimpanse macht in seinem Wahn wahrlich keine Gefangenen und auch vor Sympathieträgern nicht halt, was in Verbindung mit den größtenteils handgemachten Effekten und einer Nettolaufzeit von gerade mal knapp über 80 Minuten keine Langeweile aufkommen lässt. Zugegeben, originell ist hier nichts. Und die Figuren sind zwar nicht unsympathisch, insgesamt aber recht blass. Das stört aber nicht, denn als überraschend grimmiger Tierhorrorfilm für zwischendurch macht „Primate“ dennoch eine gute Figur. Ich zumindest hatte meinen Spaß mit dem tierischen Treiben. Und habe mich mehr als nur einmal gefragt, wie dieser Film eine 16er-Freigabe bekommen konnte. Aber hey, ich will mich gar nicht beschweren. Ganz im Gegenteil. Ich wünschte, die FSK hätte schon in den 80ern und 90ern so entspannt bewertet.

Meine Wertung: 7/10

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Gespielt: „Wolfenstein: The New Order“

Unglaublich, aber wahr: Ich habe in den letzten nunmehr fast vier Wochen nicht einen einzigen Film geschaut. Klar, ich habe ab und an mal einen Film nebenbei laufen lassen, aber so richtig geschaut? Nope. Dafür habe ich mal wieder die Xbox glühen lassen und gespielt. Viel gespielt. Sehr viel gespielt. Insgesamt habe ich vier Spiele beendet. Und bin momentan so richtig im Flow, wie man so schön sagt. Ich hatte schon fast vergessen, wie viel Spaß es macht, sich so richtig auf ein Spiel einzulassen und stundenlang darin zu versinken.

Los ging’s mit „Wolfenstein: The New Order“. In diesem übernimmt man als Spieler die Rolle des Soldaten B.J. Blazkowicz, der 1946 den Auftrag erhält, den skrupellosen Nazi-Wissenschaftler Wilhelm „Deathshead“ Strasse zu töten und dessen grausame Experimente zu beenden. Doch die Mission schlägt fehl. Zwar kann B. J. entkommen, endet aufgrund einer schweren Kopfverletzung jedoch bewegungsunfähig in einem polnischen Sanatorium, wo er von der Krankenschwester Anya hingebungsvoll gepflegt wird. Erst 14 Jahre später kommt B. J. wieder zu sich. Gerade rechtzeitig, um Anya vor einem NS-Trupp zu retten, der den Befehl hat, das gesamte Sanatorium auszulöschen. Von Anya erfährt B. J., dass die Nazis nicht nur den Krieg gewonnen haben, sondern inzwischen über die komplette Welt herrschen …

Ich geb’s zu: Vor ein paar Jahren hatte ich schon einmal mit „Wolfenstein: The New Order“ angefangen, bin damals aber über den Prolog nicht hinausgekommen. Weil mir das Spiel zu schwer war. Und ich zu stolz, um den Schwierigkeitsgrad auf „Can I play, Daddy?“ zu stellen. Inzwischen bin ich älter. Weiser. Und von meinem ehemaligen Stolz ist nichts mehr übrig. Was gut ist, denn ansonsten hätte ich eine wunderbare Spielerfahrung verpasst. Eine Spielerfahrung, mit der ich nie gerechnet hätte. Im Grunde habe ich das Spiel an jenem Tage nur angeschmissen, weil ich Lust auf brutales Geballer ohne Sinn und Verstand hatte. Zu meiner eigenen Überraschung sorgte dann aber nicht (ausschließlich) das Gameplay dafür, dass ich den Controller nicht mehr aus der Hand legen wollte, sondern ausgerechnet die Story. Mal ganz abgesehen davon, dass das Szenario einer von den Nazis beherrschten Welt herrlich düster ist, waren insbesondere die Charaktere so sympathisch, dass ich unbedingt wissen wollte, wie es mit ihnen weitergeht.

Und so ballerte ich mich durch die überraschend abwechslungsreichen und ausgesprochen gut lesbaren Level, in der Hoffnung auf ein Happy End. Wobei, nicht ganz. Und damit komme ich zur zweiten Sache, mit der ich nie gerechnet hätte: Ich ballerte nicht nur, ich schlich auch. Freiwillig. Dazu muss ich erklärend sagen, dass ich Schleichen in Spielen hasse. Weil ich zu dumm zum Schleichen bin. Und zu ungeduldig. Hier aber nicht. Hier bereitete es mir immense Freude, mich an die Gegner heranzuschleichen und sie lautlos mit dem Messer hinzurichten. Oder Gegner zu umgehen, um zuerst den Commander zu finden und auszuschalten, damit dieser keinen Alarm auslösen kann. Wobei selbstverständlich auch die offenen Schusswechsel grandios waren. Egal ob mit einer einzelnen Waffe oder beidhändig, durch die Gegner zu mähen, machte einfach Spaß. Die Waffen fühlten sich wuchtig an, die Gegner verhielten sich nachvollziehbar und die gelegentlichen Bosse waren, trotz niedrigstem Schwierigkeitsgrad, immer noch eine ansprechende Herausforderung für mich. Bei den einfachen NS-Schergen hingegen war ich irgendwann in einem regelrechten John-Wick-Flow, sprich: eine Salve in den Körper, eine in den Kopf. Und weiter zum nächsten Gegner. Wie in einem Actionfilm zum Selberspielen. Herrlich!

Als dann nach rund neun Stunden der Abspann über meinen Fernseher lief, war ich regelrecht traurig, dass es vorbei war. Und gleichzeitig dankbar, dass das Spiel nicht unnötig in die Länge gezogen wurde. Zumal der Nachschub bereits in meiner Spielebibliothek auf mich wartete. Aber das ist eine Geschichte für einen anderen Blogbeitrag.

Abschließend bleibt mir nur zu sagen: Wer sich auch nur ansatzweise für Story-getriebene Ego-Shooter interessiert und „Wolfenstein: The New Order“ bislang nicht gespielt hat, sollte dies unbedingt nachholen. Es lohnt sich!

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Back to the roots (bitte nicht nach- oder gar hinterfragen, einfach nur zur Kenntnis nehmen): Mein Blog heißt nun wieder CineKie.blog und läuft auch wieder unter eben dieser URL. Sofern ich keinen Fehler gemacht habe, sollten die alten URLs entsprechend weitergeleitet werden.

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Geschaut: „Bone Lake“ (2024)

Ein paar entspannte Tage an einem idyllischen See – genau so haben sich die eher ruhig veranlagten Sage (Maddie Hasson) und Diego (Marco Pigossi) ihr Wochenende vorgestellt. Dummerweise tauchen kurz nach ihrer Ankunft die extrovertierten Cin (heißer als die derzeitigen Außentemperaturen: Andra Nechita) und Will (Alex Roe) auf, die das Haus aufgrund eines Fehlers im System ebenfalls gebucht haben. Da das Anwesen groß genug ist, beschließen die beiden Paare, aus der Not eine Tugend zu machen und sich die Unterkunft zu teilen. Doch je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto seltsamer verhalten sich Cin und Will …

„Bone Lake“ beginnt mit einem nackten Paar, das durch einen Wald gejagt und brutal ermordet wird. Dementsprechend ist von Anfang an klar, worauf die Chose hinausläuft. Das bedeutet aber keineswegs, dass „Bone Lake“ deswegen langweilig ist. Ganz im Gegenteil. Dass Cin und Will Psychopathen sind, einen perfiden Plan verfolgen und mit ihren Opfern spielen, ist mehr als offensichtlich. Dennoch bietet der Film auf dem Weg zum Finale zahlreiche kleinere Wendungen und Überraschungen, die die Spannung aufrechterhalten. Außerdem ist das Vorgehen von Cin und Will herrlich durchtrieben und auf eine böse Art verdammt unterhaltsam. Und wenn am Ende die Karten auf den Tisch gelegt werden und sich die Spannung entlädt, wird aus dem bislang eher ruhigen Thriller ein knallharter und überaus brutaler Überlebenskampf, der dank seiner handgemachten Effekte auch Gore-Freunde zufriedenstellt. Seine 18er-Freigabe hat sich der Film redlich verdient.

Was mich besonders gefreut hat: Die Protagonisten verhalten sich (im Rahmen der Genre-Grenzen) nicht nur erfreulich clever, sondern sind auch verdammt sympathisch. Ja, dieses Paar hat seine Probleme, aber wie Sage und Diego reagieren, wenn es darauf ankommt, davon können sich viele Paare mal ’ne Scheibe abschneiden. Nicht ohne Grund habe ich den beiden bis zum Ende die Daumen gedrückt und gehofft, dass sie doch noch irgendwie heil aus der Nummer rauskommen.

Das Rad erfindet „Bone Lake“ gewiss nicht neu, aber als eine sexy Variante von „Speak No Evil“ hat er für mich dennoch ausgesprochen gut funktioniert.

Meine Wertung: 7/10

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Ferien. Mittwoch. 12:45 Uhr. Ich sitze im Kino und schaue „Spider-Man: Brand New Day“. Umgeben von rund 100 Teenagern. Mir schwant Übles. Aber Überraschung: Niemand sabbelt. Niemand blödelt herum. Niemand stört. Alle genießen den Film. Und als das Licht nach der letzten Szene angeht, gibt’s sogar Applaus.

Vielleicht habe ich heute meinen Glauben an die Menschheit wiedergefunden.

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Neu im Filmregal: Mitte April bis Juli 2026

Es wird mal wieder Zeit für ein Update meiner Filmsammlung – die ich übrigens immer noch mit dem guten alten DVD Profiler verwalte. Irgendwann werde ich mich mal nach Alternativen umsehen müssen. Nicht nur, weil der DVD Profiler schon seit Jahren nicht mehr weiterentwickelt wird, sondern auch, weil er im Grunde die einzige Software ist, für die ich mich noch an meinen Windows-Rechner setzen muss. Mal schauen. Irgendwann. Vielleicht.

Folgende Filme und Serien sind in den letzten Monaten in mein Filmregal gewandert:

Ultra HD Blu-ray

10 Cloverfield Lane (Steelbook)
Alien: Romulus (Steelbook)
Arlington Road (Mediabook)
Avatar: Fire and Ash (Steelbook)
Cash Truck
Cold Storage
Crawl (Steelbook)
Die Dämonischen (Mediabook)
Deep Blue Sea (Steelbook)
Deep Star Six (Mediabook)
Der Chill Faktor
Der Patriot (Steelbook)
Der weiße Hai (Steelbook)
E.T. – Der Außerirdische (Steelbook)
Eraser (Steelbook)
Es: Welcome to Derry – Staffel 1
Fight Club (Steelbook)
Flucht aus L.A. (Steelbook)
Greenland 2 (Steelbook)
Jurassic Park (Steelbook)
Karate Kid: Legends (Steelbook)
Lee Cronin’s The Mummy (Steelbook)
Mississippi Burning – Die Wurzel des Hasses
Rain Man
Ronin
Schindlers Liste (Steelbook)
Scream 7 (Steelbook)
Send Help
Shell – Schönheit hat ihren Preis (Mediabook)
Snatch – Schweine und Diamanten
Source Code (Mediabook)
Spaceballs – Das Mediabook
Spaceballs – Das Steelbook
Tanz der Teufel (Steelbook)
The Bride! – Es lebe die Braut (Steelbook)
The Descent (Steelbook)
The Housemaid – Wenn sie wüsste (Steelbook)
The Mothman Prophecies – Tödliche Visionen (Mediabook)
The Texas Chainsaw Massacre (Legendary Edition)
The Untouchables – Die Unbestechlichen (Steelbook)
WarGames – Kriegsspiele

Blu-ray

Accident Man
American Monster (Mediabook)
Crazy Instinct (Mediabook)
Death Wish 1-5 Collection
Diary of the Dead
Fear City
Judgment Night – Zum Töten verurteilt (Mediabook)
Killer Whale
Land of the Dead
Last Man Standing
Maximum Risk
Moonwalker (Mediabook)
Nico
Red Heat
Shadowchaser
Sherlock – Staffel 4
The Seed
The Strangers: Chapter 1
The Strangers: Chapter 2
The Strangers: Chapter 3
Tödliche Nähe
Zombie
Zombie 2 – Das letzte Kapitel

Uuund fertig. Ich muss mir echt mal angewöhnen, meine Käufe regelmäßig zu erfassen. Also nicht nur regelmäßig alle drei bis vier Monate …

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Geschaut: „Scary Movie 6“ (2026)

Die gute Nachricht: „Scary Movie 6“ ist besser als der unsägliche fünfte Teil. Die schlechte Nachricht: Er ist komplett belanglos. So belanglos, dass ich sogar darauf verzichte, auf die Story einzugehen. Denn es gibt schlicht keine. Die „Handlung“ orientiert sich lose an dem 2022er „Scream“ und an „Scream VI“, ist aber im Grunde kaum mehr als eine Nummernrevue. Ohne Sinn und Verstand werden die unterschiedlichsten Horrorfilme der letzten Jahre aneinandergereiht und parodiert. Oder sagen wir lieber: Es wird versucht, sie zu parodieren. Leider wollten die meisten Witze bei mir so gar nicht zünden. Die ersten Minuten fand ich noch ganz unterhaltsam, ebenso das (überraschend böse) Finale. Dazwischen hingegen gab’s auch immer mal wieder minutenlange Phasen, in denen mein Mundwinkel nicht mal zuckte. Und das ist bei einer Komödie nie ein gutes Zeichen.

Irgendwie war es dennoch schön, die alten Recken nach all der langen Zeit wiederzusehen. Zumal diese beim Dreh ganz offensichtlich ihren Spaß hatten. Zu schade, dass sich dieser Spaß bei mir nicht auch einstellen wollte.

Meine Wertung: 4/10 (mit aufgesetzter Nostalgie-Brille)

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Geschaut: „The Body – Die Leiche“ (2012)

Mitten in der Nacht wird Inspektor Jaime Peña (Jose Coronado) zur Leichenhalle gerufen, weil der Nachtwächter während seiner Schicht in Panik vor ein Auto gerannt ist und nun schwer verletzt im Krankenhaus liegt. Als die ermittelnden Polizisten feststellen, dass die Leiche der kurz zuvor eingelieferten Geschäftsfrau Mayka Villaverde (Belén Rueda) verschwunden ist, gerät deren Ehemann Álex Ulloa (Hugo Silva) in Verdacht. Was der Inspektor und seine Kollegen nicht ahnen: Álex hat seine Frau umgebracht, um ein neues Leben mit seiner Geliebten Carla (Aura Garrido) beginnen zu können. Allerdings hat er nichts mit dem Verschwinden der Leiche zu tun – und bekommt nun Zweifel, ob seine Frau tatsächlich tot ist …

Meine Meinung

Die erste gute Nachricht: Mein ausgemusterter und inzwischen 15 Jahre alter Blu-ray-Player von Sony konnte meine scheinbar unlesbare „The Body“-Disc tatsächlich problemlos abspielen. Die zweite gute Nachricht: Der Film war den Aufwand mehr als wert, denn ich habe schon lange nicht mehr einen so spannenden, atmosphärischen und unvorhersehbaren Thriller gesehen. Hier stimmt von der ersten Minute an so ziemlich alles. Die Geschichte beginnt herrlich mysteriös und liefert nach und nach immer mehr Puzzlestücke, nur um das sich langsam ergebende Bild mit neuen Wendungen immer wieder einzureißen. Hier darf fröhlich bis zum Ende hin mitgerätselt werden – und doch wird vermutlich niemand die überraschende und erfreulich stimmige Auflösung erraten. So gehört sich das!

Und nicht nur die Story, auch die Darsteller überzeugen. Hugo Silva spielt den immer paranoider werdenden Ehegattenmörder, der sich nach und nach in immer mehr Widersprüche verstrickt, mit einer gelungenen Mischung aus Abgebrühtheit und Verzweiflung, während Jose Coronado den clever ermittelnden Inspektor insbesondere in den emotionalen Szenen erfreulich menschlich wirken lässt. Belén Rueda hat als Dritte im Bunde nicht ganz so viel Screentime, in ihren Szenen als kontrollsüchtige und manipulative Geschäfts- und Ehefrau aber dennoch einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen.

Falls ihr mal wieder Lust auf eine unheimliche Atmosphäre im Stil von „Nightwatch – Nachtwache“ habt und wendungsreiche Geschichten mögt, liegt ihr hier goldrichtig. Thriller- und Mysteryfans kommen bei „The Body – Die Leiche“ gleichermaßen auf ihre Kosten, ohne dass es dabei für Gelegenheitsgucker zu gruselig wird. Ein durch und durch sehens- und empfehlenswerter Film!

Meine Wertung: 9/10

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