Nichts Böses ahnend sitze ich auf meiner Couch und lasse meine Gedanken schweifen. Es ist Samstag, kurz vor 15 Uhr, Scrubs-Zeit auf ProSieben. Wir schreiben die letzte Werbepause vor dem Beginn der neuen Folge. Doch halt, was ist das in der FONIC-Werbung? Richtig: Es ist ein Bruce. Ein Bruce Darnell um genau zu sein. Jenes Bruce Darnell, das ich dank meiner Abneigung gegen „Germanys Next Topbulimie“ bislang erfolgreich ignorieren konnte.
Ja, ich weiß, Bruce „ihr mackt mick so so glücklick, Baby“ Darnell macht schon länger Werbung für FONIC. Aber mit so einem Bruce verhält es sich bei mir wie mit dem Alkohol: Der erste Schluck schmeckt mir zwar nicht, ist aber auch nicht weiter erwähnenswert. Ich verzichte einfach. Spätestens beim dritten Schluck müsste ich jedoch brechen, würde ich nicht auf den Konsum verzichten. Während ich beim Alkohol wenigstens noch die Chance habe, dankend abzulehnen, ist beim Bruce mit dem aktuellen TV-Spot der dritte Schluck erreicht. Wirklich sensationell an dem Bruce ist, dass es seine Brechreiz erregende Wirkung so dermaßen schnell entfaltet, dass der Griff zur Spucktüte sinnvoller ist als der zur Fernbedienung.
Als wäre es noch nicht schlimm genug, dass ich mich beim Anblick eines Bruce um mein Wohlbefinden sorgen muss, zermartere ich mir mein Hirn auch noch darüber, was genau es in der FONIC-Werbung eigentlich erreichen soll: Die Ausländerfeindlichkeit erhöhen? Den Schwulenhass fördern? Den Naturwissenschaftlern als Beweis dafür dienen, dass die Menschheit sich zurückentwickelt? Die Theologen darauf hinweisen, dass selbst Gott einen recht unkonventionellen Sinn für Humor hat? Oder soll es einfach nur den Zuschauern zeigen, dass Marketingverantwortliche sich mit genügend Koks wirklich alles umzusetzen trauen?
Richtig traurig wird es, wenn ich einen Blick in die Zukunft riskiere. Ich sehe ebenso junge wie abgemagerte verwirrte Seelen, die, vom Bruce-Virus infiziert, ihr Handy anstarren als wäre es ihr Neugeborenes und dabei murmeln „Egal was der Therapeut sagt, du bist labendig, Baby“. Und dann streicheln sie es zärtlich, bis der SIM-Karte gluht.
Eine traurige Vision – und wenn es nach FONIC geht, schon bald die bittere Wahrheit…
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Oliver Kalkofe über die Krise im deutschen Fernsehen
Vom 07.-09.11. fanden dieses Jahr die Medientage München statt. Als Gastredner war unter anderem auch Oliver Kalkofe geladen, der Mann, der meine Entwicklung nicht unerheblich beeinflusst hat. Gewohnt treffsicher („gesendetes Vakuum“, „gemordete Lebenszeit“, „Programmersatzstoffe“, …) sprach er dort laut das aus, was jeder geistig normal entwickelte Mensch denkt, muss er sich länger als 5 Minuten dem Fernsehen hingeben.
Seine Bitte an die TV-Macher, der ich mich an dieser Stelle gern anschließe: „Machen Sie doch einfach die Formate, die Sie selber gerne sehen würden. Und seien Sie stolz auf Rückschläge, denn die gehören dazu.“
Der komplette Mitschnitt von Kalkofes Rede inkl. anschließender Diskussionsrunde steht auf der Seite der Medientage zum Download bereit:
Casting plus Coaching und ein Schuss Events: Programmtrend-Cocktail ohne neue Zutaten?
Highlight-Video-HD-DVDs vs. Xbox360: Highlights Aussage
Ein wenig länger hat es gedauert, aber auch von Highlight habe ich nun eine Antwort auf meine Anfrage bzgl. der eingesetzten Analogsperre aktueller HD DVDs (siehe auch hier und hier) erhalten:
lieber her kietzke,
entschulidgen sie, dass wir erst jetzt antworten. es gab ein missverständnis. meine kollegen vom studio dachten,d ass ich antworte, ich dachte genau dasselbe.
nun antworte ich ihnen wie folgt:
Die Ausgabe von HD-Signalen über den Komponentenausgang hat in der Tat für etwas Aufregung gesorgt. Auf der einen Seite soll ja der Kopierschutz genau dies verhindern, auf der anderen Seite können Sie als XBOX 360-Nutzer wegen des fehlenden HDMI-Ausgangs kein HD sehen.Zukünftig wird der Komponentenausgang für HD freigeschaltet sein. Sie werden also die HD-Auflösung über die Komponentenausgänge der ursprünglichen XBOX 360 bei allen zukünftigen Titeln geniessen können. Zur Zeit ist dies bei den HD-DVD Titeln „Resident Evil“, „Resident Evil -Apocalypse“ und „Hero“ jedoch nicht möglich.
Die neue XBOX 360 (Elite und Premium) verfügt jedoch über einen HDMI-Ausgang, sodass es über diese Geräte keine Einschränkung des HD-Bilderlebnisses über die HDMI-Verbindung gibt.
wir hoffen,d ass wir sie nicht allzu sehr verärgert haben und hoffen sehr, dass wir sie auch weiterhin zu
unseren kunden zählen können.
mit den besten grüßen aus münchen
Das sind doch mal gute Neuigkeiten – zumal mit „Fantastic Four: Rise Of The Silver Surfer“ eine HD DVD in den Startlöchern steht, auf die ich nur ungern verzichtet hätte…
Highlight-Video-HD-DVDs vs. Xbox360: Microsofts (Hotline-)Aussage
Vor ein paar Tagen hatte ich mich über die absolut unnötigen Beschränkungen einiger HD DVDs ausgelassen. Zwischenzeitlich habe ich mir den Spaß erlaubt und eine E-Mail an Microsoft verschickt.
Guten Tag,
wie Ihnen sicherlich bekannt sein wird, versieht Highlight Video seine
HD DVDs (Resident Evil 1 und 2, Hero) mit einem Kopierschutz, der die
Auflösung bei Nutzung analoger Anschlüsse auf PAL-Qualität beschränkt.
Da weder meine Xbox360 Core noch meine Xbox360 Premium über einen
HDMI-Anschluss verfügt, ist es mir nicht mehr möglich, den Xbox360 HD
DVD Player uneingeschränkt zu nutzen. Während die Konsolen heutiger
Käufer über einen HDMI-Anschluss verfügen, schauen Kunden wie ich, die
Ihre Produkte von Beginn an unterstützen, in die (PAL-)Röhre.
Wie sieht Ihre Politik zu diesem Dilemma aus? Stehen Sie mit Highlight
Video in Kontakt, um das Problem softwareseitig zu lösen? Wird es eine
Umtauschmöglichkeit geben, um alte Konsolen gegen Konsolen mit
HDMI-Anschluss umzutauschen? Oder werden Frühkäufer mit diesem Problem
im Stich gelassen?
Mit freundlichen Grüßen
Sven Kietzke
Prompt kam eine Antwort, dass ich bitte die Hotline anrufen möge, was ich auch tat. Flugs das Problem der netten Dame geschildert, diese hielt dann Rücksprache mit ihrer Vorgesetzten. Ergebnis:
Von dem Problem ist Microsoft nichts bekannt. Ob sie mit Highlight Video deswegen in Verbindung stehen, konnte mir dementsprechend auch niemand beantworten. Nur, dass es keine Umtauschaktion für betroffene Kunden geben wird, wurde eindeutig bestätigt.
Nicht, dass mich das großartig überrascht hätte, aber so habe ich es wenigstens offiziell, dass Käufer der frühen Xbox360-Generationen schlicht und einfach die Gelackmeierten sind.
Einen Hoffnungsschimmer gibt es jedoch: Die nette Dame (bei der ich mich immer noch frage, ob sie mich an- oder auslachte) meinte, dass sich an diesen Tatsachen durchaus etwas ändern könnte, wenn nur genügend Nachfragen eingehen würden. Diesbezüglich sehe ich nur leider schwarz, da sich die meisten Kunden vermutlich einfach damit abfinden werden, statt sich an MS zu wenden…
Highlight Video präsentiert: Wie man ein neues Videoformat erfolgreich ruiniert, noch bevor es sich am Markt etabliert hat
Ja, als so genannter „Early Adaptor“ hat man es wahrlich nicht leicht. Als reiche es nicht, dass man horrende Preise für neue Produkte zahlt und dafür mit zahlreichen Kinderkrankheiten belohnt wird, nein, die Unternehmen müssen einem noch vorsätzlich Steine in den Weg legen.
Zum besseren Verständnis hole ich ein wenig aus, fasse mich dabei aber so kurz wie möglich: HD-Medien bieten die Möglichkeit, die Nutzung aus Kopierschutzgründen einzuschränken. So ist z.B. vorgesehen, die Auflösung von HD auf PAL zu drosseln, sofern die genutzte Hardware keine digitale Übertragung (HDMI) mit HDCP-Verschlüsselung unterstützt. Vorgeschrieben ist dies jedoch erst ab 2011, bis dahin sollten diese Mittel nicht eingesetzt werden, um Benutzer analoger Anschlüsse (wie sie zum Beispiel bei der Xbox360 zu finden sind) nicht auszuschließen.
Doch Highlight Video scheint über den Dingen zu stehen, ignoriert ohne Rücksicht auf Verluste den derzeitigen Stand der Technik und versieht die HD DVDs von „Resident Evil“ und „Resident Evil: Apocalypse“ bereits heute mit dieser Einschränkung. Auch die HD DVD von „Hero“ soll betroffen sein.
Als Nutzer der Xbox360 werde ich somit ausgeschlossen, wobei besonders ärgerlich ist, dass auf der Verpackung kein einziger Hinweis auf etwaige Einschränkungen vorzufinden ist.
Liebes Highlight-Video-Team: Wenn Sie nicht möchten, dass ich neue Produkte von Ihnen kaufe, dann brauchen Sie mir das nur zu sagen. Ich habe kein Problem damit, auf bestimmte Artikel zu verzichten, wenn ich das Gefühl bekomme, dass einer Firma die Konsumenten egal sind. Aber eines sollten Sie dabei bedenken: Otto-Normalverbraucher interessiert sich noch nicht für HD-Medien. Es sind Freaks wie ich, die Ihre Produkte derzeit kaufen. Die darüber berichten. Die es ihren Familien / Freunden / Bekannten / Kollegen vorführen und sie davon überzeugen, ebenfalls auf den HD-Zug aufzuspringen. Es sich ausgerechnet mit dieser derzeit doch sehr überschaubaren Käufergruppe zu verscherzen, scheint mir der falsche Weg zu sein, um neue Medien wie die HD DVD oder die Blu-ray Disc am deutschen Markt zu etablieren…
Demnächst auf CineKie.de
Kennt ihr das? Man schaut Filme…und schaut…und schaut…und weiß eigentlich gar nicht, wann man die dazugehörigen Reviews noch schreiben soll. Schließlich muss man ja auch irgendwann essen, schlafen und arbeiten. So geht es mir derzeit. Ab Mittwoch dürfte es hier allerdings weitergehen, und zwar mit
White Noise: Fürchte das Licht (DVD)
Until Death (DVD)
Der Sternwanderer (Kino)
Invasion (Kino)
Operation: Kingdom (Kino)
Die Vorahnung (Kino)
Der eisige Tod (Kino)
Ruhe in Frieden, geliebter PC
Still war es die letzten Tage auf meinem Blog – und die Begründung ist denkbar einfach: Mein PC hat seinen letzten Atem ausgehaucht. Auch ein Austausch diverser Ersatzteile konnte ihn nicht am Leben halten, so dass ich mir am Mittwoch notgedrungen einen neuen Rechner zulegen musste.
Die Daten sind inzwischen größtenteils übernommen, die Arbeit kann fortgesetzt werden. Kommt nichts dazwischen, sollten bereits am Wochenende die nächsten Reviews folgen…
Demnächst im Kino: Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken
Das war er also, mein erster Besuch einer Pressevorführung. Zwei Dinge hatte ich mir für diesen Tag gewünscht: Zum einen, dass man mir meine Nervosität nicht anmerkt und zum anderen, dass mir der gezeigte Film gefällt. Schließlich sollte solch ein Tag nicht mit einer negativen Kritik enden. Nun, zumindest einer der beiden Wünsche wurde mir erfüllt…
Worum geht’s
Der im Beruf wie bei den Frauen erfolgreiche Jan (Benno Fürmann) genießt gerade seine Verabredung mit der naiven Melanie (Annika Kuhl), als er aus dem Fenster heraus beobachten muss, wie sein Auto beim Einparkversuch der abgehetzten Katrin (Jessica Schwarz) beschädigt wird. Mit einer Digitalkamera bewaffnet eilt er zum Parkplatz, um die Unbekannte zur Rede zu stellen. Währenddessen trifft Jans Mitbewohner Rüdiger (Matthias Matschke) auf die in der gemeinsamen Wohnung zurückgelassene Melanie. Für beide Paare ist es Liebe auf den ersten Blick. Während Melanie und Rüdiger sich schon bald das Jawort geben, sehen sich Katrin und Jan mit alltäglichen Problemen und den Avancen der Sekretärin Angie (Nadja Becker) und des Abenteurers Jonathan (Uwe Ochsenknecht) konfrontiert…
Meine Meinung
Um das Rätsel zu lüften: Ja, man hat mir meine Unsicherheit angemerkt. Dieser Wunsch wurde also nicht erfüllt. Folglich hat mir „Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken“ gefallen. Dank origineller Inszenierung und zahlreicher absurder Ideen sogar erstaunlich gut.
Statt sich mit einer typisch deutschen Beziehungskomödie zu begnügen, nutzte Regisseur Leander Haußmann die Sachbuchvorlage, um einen Lehrfilm zu inszenieren. Ja, richtig gelesen, einen Lehrfilm. Immer wieder wird die eigentliche Geschichte unterbrochen, um das Geschehen mit Hilfe von Projektorfolien, Rückblenden in die Steinzeit und einer Stimme aus dem Off zu erklären und zu kommentieren. Diese Unterbrechungen bilden den Grundstein für zahlreiche absurde Szenen und ermöglichen gleichzeitig amüsante Einblicke in die Probleme zwischen Mann und Frau. Egal ob es sich um das männliche Balzverhalten, die Unterhaltung während eines Fußballspiels oder die Beurteilung einer Sekretärin handelt, jede Szene strotzt vor kreativer Einfälle. Positiv anzumerken ist, dass der Erzählfluss dadurch keineswegs negativ beeinflusst wird. Die Unterbrechungen fügen sich hervorragend in den Film ein, ohne jemals störend zu wirken oder überhand zu nehmen.
Dass nicht alle Gags zünden und die eine oder andere Szene bereits seit Jahrzehnten durch die Kinogeschichte geistert, sieht man dem Film ob seiner sonstigen Vorzüge gerne nach. Zumal zu diesen Vorzügen auch die Darsteller gehören. Während die sympathische Jessica Schwarz nur selten die Chance bekommt, in ihrer Rolle aufzugehen, begeistern Benno Führmann und Uwe Ochsenknecht als konkurrierende Alphamännchen. Vorallem Führmann liefert als zwischen Selbstbewusstsein, Selbstüberschätzung und Selbstmitleid schwankender Jan eine tolle Vorstellung.
Mein Fazit
„Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken“ ist eine äußerst unterhaltsame Beziehungskomödie, die sich durch ihre originelle Inszenierung wohltuend von der Masse abhebt und mit sympathischen Darstellern punkten kann. Der perfekte Film fürs erste Date, möchte man spätere Missverständnisse im Keim ersticken.
Meine Wertung: 8/10Schwarzenegger: 312 – Stallone: 140
Wolltet ihr schon immer mal wissen, wieviele Personen Arnold Schwarzenegger in seinen Filmen hat über die Klinge springen lassen? Oder wieviele Menschen tatsächlich in „Rambo 3“ ihr Leben lassen mussten? Oder ob Paul Verhoeven seinem „gewalt-igen“ Ruf gerecht wird?
Für Fans sinnloser und makaberer Statistiken gibt es dafür die Seite Movie Body Counts.
Diese noch recht junge Seite (Ende 2005) bietet Freunden tödlicher Details neben der Einzelabfrage von Filmen, Schauspielern und Regisseuren auch diverse Charts, sortiert nach z.B. Genre, Charakter oder Jahrzehnt.
Viel Spaß beim Stöbern, Wundern und Nachzählen. Und vielen Dank an Jörn für den Hinweis auf diese Seite!
Demnächst im Kino: Enttarnt – Verrat auf höchster Ebene
So langsam überkommt mich ein Gefühl der Angst: Mit „Enttarnt – Verrat auf höchster Ebene“ wurde bereits der vierte gute Film in Folge in der Kieler CinemaxX-Sneak gezeigt. Nach dem Gesetz der Sneak muss es demnächst also wieder steil bergab gehen…
Worum geht’s
Der junge FBI-Mitarbeiter Eric O’Neill (Ryan Phillippe) ist klug, ehrgeizig und hat nur ein Ziel: FBI-Agent zu werden. Umso enttäuschter ist er, als er von seiner derzeitigen Beschattung abgezogen und in die neu gegründete Abteilung „Informationssicherung“ versetzt wird. Als Assistent des arroganten Sowjet- und IT-Experten Robert Hanssen (Chris Cooper) soll er ihn der sexuellen Belästigung überführen. Was Eric nicht ahnt: Hanssen verkauft unter dem Decknamen „Ramon“ seit Jahren Informationen an die Sowjets, was bereits mindestens zwei Agenten das Leben gekostet hat. Und Eric wurde auserkoren, ihn zu überführen…
Meine Meinung
„Enttarnt – Verrat auf höchster Ebene“ ist kein Thriller im eigentlichen Sinn. Vielmehr würde ich den Film als Drama mit Thrillerelementen bezeichnen, bei dem viel Wert auf die Charaktere gelegt wurde. Die spannenden Szenen lassen sich an einer Hand abzählen und bestehen ausschließlich aus Dialogen oder zeitkritischen Aufgaben wie dem Herunterladen von Informationen. Actionszenen sucht man bei diesem auf einem wahren Fall beruhenden Film vergebens, was jedoch keineswegs negativ zu verstehen ist.
Wieso man als Zuschauer dem Treiben auf Leinwand trotz der ruhigen Inszenierung und des bekannten Ausgangs der Geschichte interessiert folgt, lässt sich leicht erklären. Zum einen sind da die hervorragend ausgearbeiteten Charaktere, welche überaus authentisch gezeichnet wurden. Etwa wenn Eric seinem Ziel Hanssen menschlich immer näher kommt, sich aber gleichzeitig immer weiter von seiner Frau entfernt. Oder er durch seine Vorgesetzte erkennt, was für Opfer gebracht werden müssen, um ein FBI-Agent zu sein. Oder Hanssens Gründe, für die Gegenseite zu spionieren. Oder oder oder.
Der zweite Grund sind die Darsteller. Ryan Phillippe („Flags Of Our Fathers“, „Eiskalte Engel“) und Chris Cooper („Die Bourne Identität“) können als Träger des Films ebenso überzeugen wie die Nebendarsteller (u.a. Laura Linney, Kathleen Quinlan und Dennis Haysbert). Auch wenn Chris Cooper als gottesfürchtiger Doppelagent das größere Lob verdient, kann sich Ryan Phillippe jederzeit gegen ihn behaupten und seiner Figur mehr Profil verleihen, als es ihm viele zugetraut hätten.
Und zu guter Letzt wäre da noch die Geschichte selbst. Deren Ausgang ist zwar bekannt, dennoch ist es durchaus interessant, einen kleinen Einblick in die Arbeit des FBI zu erlangen.
Mein Fazit
„Enttarnt – Verrat auf höchster Ebene“ fesselt durch tolle Charaktere und zwei perfekt harmonisierende Hauptdarsteller. Mehr Drama als Thriller, bleibt der Film jederzeit so interessant, dass man den Ausgang der Geschichte miterleben möchte. Dass kein Zuschauer die Sneak vorzeitig verlassen hat, spricht in diesem Fall für sich.
Meine Wertung: 8/10