Wir erinnern uns: Der Vorgänger „G.I. Joe – Geheimauftrag Cobra“ endete damit, dass Terrorist Zartan (Arnold Vosloo) in die Rolle des Präsidenten (Jonathan Pryce) schlüpfte. Nun nutzt er seine Befehlsgewalt, um die Joes in einen Hinterhalt zu locken. Unter der Führung von Roadblock (Dwayne Johnson) versuchen die wenigen Überlebenden, die Pläne der Terrororganisation Cobra zu vereiteln ….
„G.I. Joe – Geheimauftrag Cobra“ hatte mir überraschend gut gefallen, dennoch war mir „G.I. Joe – Die Abrechnung“ im Kino durch die Finger bzw. Augen geflutscht. Dank Sky kam ich nun endlich in den Genuss der Fortsetzung. Und bin entsetzt. Von dem naiv-kindlich-trashigen Charme und dem Humor des Vorgängers ist so gut wie nichts übrig geblieben. Und auch die Figuren bleiben größtenteils auf der Strecke. Sympathieträger Channing Tatum wird bereits nach wenigen Minuten aus dem Film gebombt und über den Verbleib von Ana, Ripcord, Scarlett und Konsorten wird erst gar kein Wort verloren. Dafür gibt es Dwayne Johnson und Bruce Willis im Autopilot-Modus. Juhu.
Was bleibt, sind solide inszenierte, aber auch hemmungslos übertriebene und unspektakuläre Actionszenen, triefender Patriotismus und beliebige Nebenfiguren in einem Film, der sich selbst viel zu ernst nimmt. Was für eine Enttäuschung.
Meine Wertung: 4/10
Im Kino gesehen: Paranormal Activity: Die Gezeichneten
Bevor ich mit meiner Review beginne, möchte ich die besinnliche Nachweihnachtszeit nutzen, um eine freundliche Bitte auszusprechen:
Liebe Mädchen,
es freut mich sehr, dass ihr euch für Horrorfilme interessiert. Ich kann eure Faszination für dieses Genre voll und ganz nachvollziehen. Und bin sogar ein wenig neidisch, dass Horrorfilme euch noch Gänsehaut bescheren und Schrecken einjagen können. Ganz ehrlich, eure Angstschreie im Kino finde ich nicht nur unterhaltsam, sondern meist sogar stimmungsfördernd.
Doch um eine Kleinigkeit möchte ich euch dennoch bitten: Sofern ihr zu den Zuschauerinnen gehört, die Horrorfilme nur überstehen können, indem sie ununterbrochen reden, Blödsinn machen und kichern, dann …
SCHAUT EUCH HORRORFILME GEFÄLLIGST IN DEN EIGENEN VIER WÄNDEN UND NICHT IM KINO AN! IHR NERVT!
Vielen Dank. Hab euch lieb. Und nun viel Spaß beim Lesen meiner Review.
Worum geht’s
Jesse (Andrew Jacobs) ist 18 Jahre alt, hat seinen Highschool-Abschluss frisch in der Tasche und möchte nun vor allem Blödsinn machen und das Leben genießen. Bevorzugt mit seinem besten Freund Hector (Jorge Diaz). Als Jesses verschrobene Nachbarin Anna (Gloria Sandoval) tot in ihrer Wohnung aufgefunden wird, beschließen die beiden, sich die Wohnung der Verstorbenen genauer anzuschauen. Bei ihrem nächtlichen Streifzug durch die fremde Wohnung stoßen Jesse und Hector nicht nur auf zahlreiche okkulte Gegenstände, sondern auch auf diverse Fotos von Jesse, die auf einer Art Altar ausgebreitet wurden. Während Hector und Marisol (Gabrielle Walsh) versuchen, die Zusammenhänge zu enträtseln, fängt Jesse an, merkwürdige Veränderungen an sich festzustellen …
Meine Meinung
Wer hätte gedacht, dass „Paranormal Activity“ sich zu einer solch langlebigen Filmreihe entwickeln würde. Nun, ich zumindest nicht. Und das Beste daran ist, dass die Filme zwar stets demselben Muster folgen, die Verantwortlichen aber, vom enttäuschenden „Paranormal Activity 4“ einmal abgesehen, glücklicherweise darauf verzichten, die Geschichte stupide fortzusetzen. Stattdessen wird die ursprüngliche Handlung um Katie und Kristi nach und nach erweitert, was inzwischen zwar mehr Fragen aufwirft als Antworten zu geben, mir insgesamt aber deutlich besser gefällt als der typische Fortsetzungswahn. Auch „Paranormal Activity: Die Gezeichneten“ macht hier keine Ausnahme, so dass es durchaus sinnvoll ist, sich vor dem Gang ins Kino zumindest die ersten drei Teile der Reihe noch mal frisch in Erinnerung zu rufen. Denn auch wenn der aktuelle Ableger relativ unabhängig zu sein scheint, dürften „Paranormal Activity“-Unkundige spätestens im letzten Drittel nur noch ein großes Fragezeichen vor sich sehen.
Wie bislang alle Teile der Reihe setzt auch „Paranormal Activity: Die Gezeichneten“ auf den inzwischen doch recht abgenutzt wirkenden Found-Footage-Stil und die für dieses Genre typischen Schreckmomente. Das mag vielleicht alles andere als innovativ sein, ist aber, zumindest den im Kinosaal schreienden Damen nach zu urteilen, offenbar immer noch höchst effektiv. Auch den langsamen Spannungsaufbau und das hektische Finale, in dem die Brücke zu den ersten drei Teilen der Reihe gespannt wird, teilt sich der Film mit seinen Vorgängern. Worin sich „Paranormal Activity: Die Gezeichneten“ jedoch unterscheidet, ist sein recht ausgeprägter Humor. Die erste Hälfte wirkt fast wie eine Komödie, was den Film nicht nur kurzweiliger werden lässt, sondern gleichzeitig dafür sorgt, dass einem die Figuren überraschend sympathisch sind und deren Schicksal einem nicht am Allerwertesten vorbei geht. „Paranormal Activity“ entwickelt sich also durchaus weiter. Zwar nur ein bisschen und in eine unerwartet lockere Richtung, aber genug, um der Reihe nach dem belanglosen vierten Teil wieder eine Chance zu geben!
Mein Fazit
Überraschend kurzweiliger Ableger der beliebten „Paranormal Activity“-Reihe, der mit viel Humor, sympathischen Figuren und einer durchaus interessanten Geschichte punkten kann. Was die Spannung und die Schockmomente angeht, dürfen sich die Macher aber so langsam mal etwas Neues einfallen lassen …
Meine Wertung: 7/10Veronica Mars: Der Trailer ist da!
Der erste Beitrag eines neuen Jahres ist immer etwas ganz Besonderes – und deshalb widme ich diesen Beitrag der wohl coolsten und cleversten Filmblondine aller Zeiten: Veronica Mars!
Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich auf Veronicas Leinwandauftritt freue. Und wie traurig ich darüber bin, dass diese grandiose Serie viel zu früh abgesetzt wurde. Wie bitte? Ihr kennt „Veronica Mars“ nicht? Dann solltet ihr diese Lücke schließen. Zügig.
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The Expendables 3: Der erste Teaser ist da!
Wo ich gerade bei coolen Actionstars bin, gibt’s gleich noch den brandneuen Teaser zum dritten Einsatz der Entbehrlichen von mir – wer bei der Flut an bekannten Namen nicht grinst, ist definitiv kein Actionfan!
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Hör mal wer da schreit: „Godzilla“-Trailer erschienen
Er zeigt so gut wie nichts. Er verrät so gut wie nichts. Und dennoch, oder vielleicht auch gerade deswegen, gefällt mir der frisch erschienene Trailer zum nächsten „Godzilla“-Film ausgesprochen gut. Wenn die bereits im Trailer ausgezeichnete Atmosphäre in den fertigen Film hinübergerettet werden kann, erwartet uns da im wahrsten Sinne des Wortes etwas ganz Großes!
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Im Heimkino gesehen: Cold Blooded (2012)
Ab dem 10.12. wartet mit dem kanadischen Thriller „Cold Blooded“ die nach dem Horrorklassiker „From Beyond“ zweite Heimkinoveröffentlichung des frisch gestarteten Labels OFDb Filmworks darauf, von euch geschaut zu werden. Ob die OFDb Filmworks auch dieses Mal einen guten Filmgeschmack bewiesen haben und Jason Lapeyres Spielfilm-Debüt mich überzeugen konnte, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen …
Worum geht’s
Nach einem missglückten Überfall auf einen Juwelier wacht der Dieb Cordero (Ryan Robbins) im Krankenhaus auf. Von der jungen Polizistin Frances Jane (Zoie Palmer), die zur Nachtwache eingeteilt wurde, erfährt Cordero nicht nur, dass er eineinhalb Tage im Koma lag, sondern auch, dass er laut Polizeibericht einen seiner Komplizen erschossen haben soll. Während er versucht, Frances von seiner Unschuld zu überzeugen, dringt Corderos skrupelloser Kontaktmann Holland (William MacDonald) mit zwei bewaffneten Männern in den abgeschotteten Krankenhausflügel ein, um Cordero für den Tod seines Partners zur Rechenschaft zu ziehen und die Diamanten zu finden, die seit dem Überfall verschwunden sind …
Meine Meinung
Eingeschränkte Fluchtmöglichkeiten, zwei Verbündete wider Willen und ein skrupelloser Gangster, der bereit ist, alles zu tun, um sein Ziel zu erreichen. Das ist vielleicht keine sonderlich originelle, aber nach wie vor eine solide Grundlage für einen spannenden Film. Und auch wenn, so viel sei schon mal verraten, Regisseur Jason Lapeyre keinen Volltreffer gelandet hat, so hat er mit „Cold Blooded“ dennoch einen kleinen, feinen Thriller abgeliefert, der Genrefans, insbesondere des Independent-Films, größtenteils zufrieden stellen sollte.
Was ihr, um nicht enttäuscht zu werden, auf keinen Fall erwarten solltet, ist ein actionhaltiger Film mit ausufernder Gewalt. Zwar gibt es das eine oder andere Handgemenge und zwei recht blutige Gewaltausbrüche zu bestaunen, doch hält sich der Film im Großen und Ganzen überraschend zurück und lässt vieles im Off und somit im Kopf des Zuschauers geschehen. Stattdessen solltet ihr euch auf einen Film voller Dialoge über Gut und Böse, Verantwortung und Konsequenzen einstellen. Und leider auch darauf, dass viele dieser durchaus interessanten Aspekte zwar angesprochen, jedoch nicht bis zum Ende betrachtet oder konsequent in den Film integriert werden und somit eine Menge Potenzial nicht genutzt bzw. verschenkt wird.
Dafür überzeugen die drei Hauptdarsteller auf ganzer Linie, auch wenn ihre Figuren etwas zu stereotyp und teilweise, insbesondere auf Polizistin Frances und deren Verletzungen bezogen, nur wenig glaubhaft geraten sind. Ryan Robbins überzeugt als charmant-manipulierender Dieb, dessen Waffen seine Worte sind, während Zoie Palmer als taffe, aber auch leicht naive Polizistin den körperlich aktiveren Part des unfreiwilligen Duos übernimmt. Am stärksten bleibt jedoch William MacDonald als gnadenloser Gangster in Erinnerung, dessen diabolische Ruhe und eiskalte Skrupellosigkeit durchaus einen faszinierenden Eindruck hinterlassen.
Dass es sich bei „Cold Blooded“ um eine Low-Budget-Produktion handelt und dem Regisseur dementsprechend auch kein großes Budget für Actionszenen und optische Spielereien zur Verfügung stand, sieht man dem Film zwar jederzeit an, doch wirkt sich dies keinesfalls negativ aus. Ganz im Gegenteil. Die ruhige, unspektakuläre Inszenierung hebt sich wohltuend von anderen pseudo-modernen Werken ab und beschränkt sich erfreulicherweise auf das Wesentliche. Nur die Beleuchtung einzelner Szenen hinterlässt teilweise einen etwas unprofessionellen Eindruck, zum Beispiel in Form dunkler Flecken auf den agierenden Personen. Aber dabei kann es sich natürlich auch um ein bewusstes Stilmittel handeln.
„Cold Blooded“ kommt auf der Blu-ray in gutem Bild und Ton daher. Neben dem 86-minütigen Hauptfilm haben es unter anderem noch ein Audiokommentar mit Regisseur Jason Lapeyre und Hauptdarstellerin Zoie Palmer, geschnittene Szenen, eine Bildergalerie und der Trailer mit auf die Scheibe geschafft.
Mein Fazit
Dialoglastiger Thriller mit guten Darstellern und erfrischend ruhiger, teilweise aber leider auch unprofessionell wirkender Inszenierung, dem ein paar Überraschungen innerhalb der Geschichte und etwas originellere Charaktere nicht geschadet hätten.
Meine Wertung: 6/10
[youtube http://www.youtube.com/watch?v=vbMynk_zUEc]„The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro“: Der erste Trailer ist da!
Da ist er endlich, der erste Trailer zur Fortsetzung „The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro“, in der Andrew Garfield als Spider-Man unter anderem gegen Jamie Foxx als Electro und Paul Giamatti als Rhino antreten muss.
Leider muss ich sagen, dass mich der Trailer alles andere als überzeugt. Die Bilder hinterlassen einen viel zu künstlichen Eindruck und sehen aus, als wären sie einem Videospiel entsprungen. Die Story scheint mit ihren zahlreichen Gegnern ein wenig überfrachtet zu sein. Und wer zum Teufel hatte bloß die dämliche Idee, das Wort „Power“ nicht mit „Kraft“ oder „Fähigkeit“ zu übersetzen? Sorry, aber diese Kombination aus einem englischen Wort in einem deutschen Satz klingt einfach nur deplatziert, unnatürlich und gestellt.
Aber es ist ja nur ein Trailer. Ich habe durchaus die Hoffnung, dass Regisseur Marc Webb auch dieses Mal einen tollen Film abliefern wird!
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Im Kino gesehen: Carrie (2013)
Mit „Carrie – Des Satans jüngste Tochter“ schuf Regisseur Brian De Palma 1976 eine der meiner Meinung nach besten Stephen-King-Verfilmungen aller Zeiten. Und einen Film, der aufgrund seiner zeitlosen Geschichte auch heute noch ohne große Abstriche hervorragend funktioniert. Morgen startet die mit Chloë Grace Moretz und Julianne Moore prominent besetzte Neuverfilmung in unseren Kinos. Ob sich der Kinobesuch lohnt oder ihr euer Geld lieber in die frisch erschienene Blu-ray des Originals investieren solltet, erfahrt ihr, wenn ihr weiterlest …
Worum geht’s
Die 16-jährige Carrie White (Chloë Grace Moretz) lebt ohne Vater bei ihrer dominanten Mutter Margaret (Julianne Moore), einer religiösen Fanatikerin. Ihre weltfremde Unbeholfenheit und ihre Verschlossenheit lassen Carrie oft zum Spott ihrer Mitschüler werden. Als Carrie nach dem Schulsport in der Dusche ihre erste Periode bekommt, gerät sie in Panik, worüber sich ihre Mitschülerinnen rücksichtslos lustig machen. Lediglich Sue (Gabriella Wilde) zeigt nach dem Vorfall Mitgefühl und überzeugt ihren Freund Tommy (Ansel Elgort) davon, Carrie zum Schulball einzuladen. Gegen den Willen ihrer Mutter, die in Carries Entwicklung zur Frau die pure Sünde zu erkennen glaubt, sagt Carrie zu. Als sie auf dem Ball Opfer eines geschmacklosen Streiches wird, brechen all die Demütigungen und der Zorn der letzten Jahre über Carrie herein – und entladen sich in Form telekinetischer Fähigkeiten, die seit jeher in Carrie schlummern …
Meine Meinung
Ich kenne nur wenige Geschichten, die das Drama und den Horror so gekonnt vereinen wie Stephen Kings „Carrie“. Davon profitiert auch Kimberly Peirces Neuverfilmung, die zwar wenig neues zu bieten hat, der man sich als Mensch mit schlagendem Herzen aber dennoch nur schwer entziehen kann. Ganz ehrlich, wer mit Carrie White kein Mitleid hat, sollte sich dringend auf seine Menschlichkeit hin untersuchen lassen. Selbst im Finale, in dem sie zum tödlichen Racheengel mutiert, kann man Carrie ihre Taten nicht wirklich übelnehmen, da ihre Reaktion auf die tragischen Ereignisse nur allzu menschlich ausfällt.
Chloë Grace Moretz, die bereits in „Let Me In“ bewiesen hat, dass ihr solche Charaktere liegen, versteht es auch hier eindrucksvoll, der verletzlichen und unsicheren Carrie Leben einzuhauchen. Im Gegensatz zu Sissy Spacek, deren Carrie eher durch Mimik zu beindrucken wusste, betont Chloë Grace Moretz ihre anfänglich verschlossene, später dann schon fast dämonische Körperhaltung, was insbesondere im Finale für eindrucksvolle Bilder sorgt.
Auch Julianne Moore weiß zu begeistern und bekommt als Margaret White glücklicherweise deutlich mehr Leinwandzeit zugesprochen als Piper Laurie in der 76er-Version. Moores Margaret ist nicht nur eine religiöse Fanatikerin, sondern eine durchaus liebende Mutter mit wahren Gefühlen für ihre Tochter, die sich aus ihrem Wahn jedoch nicht befreien kann. Eine hin und her gerissene Psychopathin, die von Julianne Moore gewohnt fantastisch gespielt wird.
Nein, bezogen auf die Darsteller muss sich die Neuverfilmung nicht vor dem Original verstecken. Und auch die Inszenierung, die größeren Wert auf den Mutter-Tochter-Konflikt legt, geht prinzipiell in Ordnung. Leider übertreibt es Regisseurin Kimberly Peirce jedoch etwas bei den Effekten, was nicht zuletzt den heutigen Sehgewohnheiten geschuldet sein dürfte. Carrie setzt ihre telekinetischen Fähigkeiten nicht nur weitaus häufiger ein als noch im Original, auch fallen die Ergebnisse während ihres Rachefeldzugs deutlich expliziter aus. Zu einem Splatterfest verkommt der Film glücklicherweise zwar nie, doch auf die eine oder andere optische Spielerei hätte durchaus verzichtet werden dürfen.
Nichtsdestoweniger ist „Carrie“ eine durchaus gelungene Neuverfilmung des Stephen-King-Klassikers, die dezent andere Schwerpunkte setzt und dadurch auch für Fans des Originals einen Blick wert ist.
Mein Fazit
Düsteres Horrordrama mit zwei fantastischen Hauptdarstellerinnen, einem packenden Finale und gelungenen Effekten, die leider ein wenig zu häufig zum Einsatz kommen.
Meine Wertung: 7/10Im Kino gesehen: Getaway
Wünscht ihr euch auch manchmal die Zeiten zurück, in denen Actionfilme einfach nur Filme voller Action waren? Mit Helden, so einsilbig wie simpel gestrickt? Und Storys, die für die Handlungen der Figuren wenig bis gar keine Bedeutung hatten? Dann freut euch auf morgen, denn am Donnerstag startet Courtney Solomons Actionfilm „Getaway“ mit Ethan Hawke und Selena Gomez in unseren Kinos. Aber vergesst nicht, eure Ansprüche zu senken und euer Gehirn an der Kinokasse abzugeben. Denn eines ist klar: Wer in diesem Film Im Kino gesehen: Escape Plan
Die deutschen Fans von Arnold Schwarzenegger haben es seit dessen Rückkehr ins Filmgeschäft wahrlich nicht leicht. An den Kurzauftritten in den beiden „The Expendables“-Filmen gibt es zwar nichts zu bemängeln, doch sein erster großer Leinwandauftritt in „The Last Stand“ wurde uns nur in einer gekürzten Filmversion gegönnt. Also als Schwarzenegger-Film mit einem Action interruptus. Der Gefängnisthriller „Escape Plan“, in dem Schwarzenegger an der Seite seines langjährigen Kumpels Stallone spielt, läuft zwar erfreulicherweise ungekürzt in den deutschen Kinos, bringt dafür jedoch einen neuen Synchronsprecher für Schwarzenegger mit sich. Wie sich dieser schlägt und ob der Film einen Kinobesuch wert ist, erfahrt ihr, wenn ihr weiterlest …
Worum geht’s
Ray Breslin (Sylvester Stallone) sitzt im Gefängnis und plant seinen Ausbruch. Mal wieder, denn genau dies ist sein Job. Ray ist ein Profiausbrecher, der sich unter falschem Namen inhaftieren lässt und dann unter realen Bedingungen prüft, ob das Gefängnis ausbruchsicher ist oder Schwachstellen aufweist. Da Ray als der Beste seines Fachs gilt, beauftragt ihn die CIA-Agentin Jessica Miller (Caitriona Balfe), eine streng geheime Strafvollzugsanstalt zu testen, von der die Öffentlichkeit nicht mal weiß, dass diese überhaupt existiert. Ray willigt ein, doch der Auftrag entpuppt sich als Falle. Ray wird von seinem Team getrennt, die vermeintliche Kontaktperson entpuppt sich als nicht existent und der vereinbarte Abbruchcode wird von Gefängnisdirektor Hobbes (Jim Caviezel) mit einem Lächeln ignoriert. Verzweifelt versucht Ray, einen Weg zu finden, aus dem Gefängnis zu entkommen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Unterstützung erhält er dabei von dem Inhaftierten Emil Rottmayer (Arnold Schwarzenegger), auf den Direktor Hobbes ein ganz besonderes Auge geworfen hat …
Meine Meinung
Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger gemeinsam und gleichberechtigt in einem Actionfilm – da wird jeder 80er-Jahre-Action-Fan schlagartig hellhörig. Sofern ihr einen Kinobesuch plant, solltet ihr eure Ansprüche jedoch am besten gleich zu Beginn ein wenig senken. Zum einen, weil Schwarzenegger zwar eine große und wichtige Rolle spielt, Stallones Breslin aber definitiv die Hauptfigur und dementsprechend häufiger im Bild ist. Und zum anderen, weil der Film erstaunlich wenig Action bietet und erst im Finale, in dem Schwarzenegger selbstverständlich auch wieder zum übergroßen Maschinengewehr greifen darf, ein wenig aufdreht.
Bis die solide, aber auch nicht überragend inszenierte Action beginnt, muss man sich als Fan damit begnügen, Sly und Arnie beim Auskundschaften des Gefängnisses und Planen ihres Ausbruchs zuzusehen. Unterhaltsam ist dies zweifellos, denn das, aus den Augen eines Actionfans betrachtet, Vorgeplänkel wird erfreulicherweise recht kurzweilig durchgezogen und bietet die eine oder andere nette Frotzelei zwischen den beiden Hauptdarstellern. Allerdings bleibt das Geschehen leider aber auch komplett vorhersehbar und hat zusätzlich mit logischen Ungereimtheiten und teilweise recht dämlichen Drehbucheinfällen zu kämpfen.
Dass sowohl Breslin als auch Rottmayer im Film als zwei hochintelligente Personen vorgestellt werden, ist für den finalen Ausbruch dann leider auch gar nicht mehr von Bedeutung, da dieser letztlich alles andere als besonders durchdacht wirkt oder gar clever durchgezogen wird, sondern offensichtlich lediglich dazu dient, endlich die Fäuste und Waffen sprechen zu lassen. Das ist zwar letzten Endes genau das, was sich die Fans von Sly und Arnie wünschen, doch wirkt der Film dadurch ein wenig unschlüssig, so als ob die Macher nicht recht wussten, ob sie einen intelligenten Ausbruchsfilm oder einen simplen Actionfilm im Gefängnis drehen wollten.
Die Synchronisation
Wie ich oben bereits schrieb, wird Schwarzenegger in „Escape Plan“ nicht von seinem Stammsprecher Thomas Danneberg, sondern von Ralph Schicha gesprochen. Wer es noch nicht wusste: Thomas Danneberg spricht üblicherweise nicht nur Schwarzenegger, sondern auch Stallone. Von Concorde wurde daher, „um niemandem im Kinosaal aufgrund der an manchen Stellen sehr ähnlichen Stimmlaute zu verwirren“, die Entscheidung getroffen, auf eine Doppelbesetzung Dannebergs zu verzichten. Nachdem ich nun den kompletten Film gesehen habe, muss ich leider sagen, dass Schicha eine glatte Fehlbesetzung ist. Ganz abgesehen davon, dass seine Stimme recht sanft (und dadurch nicht nur ungewohnt, sondern auch unpassend) klingt, fehlt dem Mann anscheinend jegliches Gespür für eine stimmige Betonung, was sich gerade bei den Onelinern bemerkbar macht und wodurch Arnies Rolle des Öfteren unfreiwillig komisch wirkt. Eine professionelle Synchronisation klingt meiner Meinung nach anders. Ich hoffe sehr, dass für die Heimkinoveröffentlichung eine alternative Synchronfassung (optimal wäre selbstverständlich mit Danneberg als Schwarzenegger) erstellt wird. Wie man als Verantwortlicher mit dem jetzigen Ergebnis zufrieden sein und diese Fassung überhaupt veröffentlichen konnte, ist mir ein Rätsel …
Mein Fazit
Solider Gefängnisthriller mit zwei gut aufgelegten Alt-Actionstars, dem weniger Logikschwächen und, je nach persönlichem Empfinden, mehr Action oder mehr Cleverness gut zu Gesicht gestanden hätte.
Meine Wertung: 7/10 (inkl. Stallone/Schwarzenegger-Bonus)