Bin ich auf der Suche nach deutschsprachigen Reviews oder Informationen, ob eine DVD bzw. Blu-ray eine ungekürzte Filmfassung enthält, ist die OFDb seit jeher meine erste Anlaufstelle. Doch die OFDb ist weitaus mehr als eine reine Filmdatenbank, bietet bereits seit Jahren einen eigenen Online-Shop und veröffentlicht inzwischen sogar Filme unter dem eigenen Label OFDb Filmworks. Für die erste Veröffentlichung haben sich die Jungs und Mädels der OFDb Stuart Gordons Horrorklassiker „From Beyond – Aliens des Grauens“ auserkoren. Und mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zukommen lassen, welches ich im Rahmen des #Horrorctobers endlich zu schauen geschafft habe …
Worum geht’s
Gemeinsam mit seinem Studenten Crawford Tillinghast (Jeffrey Combs) hat der Wissenschaftler Dr. Edward Pretorius (Ted Sorel) eine Maschine entwickelt, mit der sich die Zirbeldrüse im Gehirn manipulieren lässt. Dr. Pretorius glaubt, dass dies der Schlüssel zu verloren gegangenen Kräften sei und hofft darauf, diese Kräfte reaktivieren zu können. Das Experiment scheint zu gelingen, doch dann wird Dr. Pretorius von einem plötzlich erscheinenden Wesen getötet und Tillinghast als Hauptverdächtiger festgenommen. Um seine Unschuld zu beweisen, wiederholt Tillinghast das Experiment unter Aufsicht der Ärztin Dr. Katherine McMichaels (Barbara Crampton) und des Polizisten Bubba Brownlee (Ken Foree). Ein folgenschwerer Fehler …
Meine Meinung
1985 schuf Regisseur Stuart Gordon das auf H.P. Lovecraft basierende Genre-Meisterwerk „Re-Animator“. Bereits ein Jahr später legte er mit „From Beyond“ nach. Ebenfalls auf einer Geschichte von H.P. Lovecraft basierend und erneut mit Jeffrey Combs und Barbara Crampton in den Hauptrollen. Und auch wenn „From Beyond“ nicht die Klasse eines „Re-Animator“ erreicht, so stellt er dennoch eine äußerst unterhaltsame Reise zurück in eine Zeit dar, in der Horrorfilme noch voller Phantasie, handgemachter Effekte und abgedrehter Ideen steckten.
Freunde des 80er-Jahre-Horrorkinos kommen bei „From Beyond“ voll auf ihre Kosten. Die Wissenschaftlicher sind so ehrgeizig wie naiv, die Monster schleimig-abstoßend, die Effekte relativ hart und die Laufzeit von gerade mal 85 Minuten ist so knapp bemessen, dass das teils äußerst bizarre Geschehen straff durchgezogen wird und Langeweile gar nicht erst aufkeimen kann. Zugegeben, der Zahn der Zeit mag an den Effekten inzwischen etwas genagt haben, dem Spaß tut dies aber keinen Abbruch. Zumal die kurzweilige Inszenierung den Zuschauer direkt mitten ins Geschehen wirft und erst mit dem Abspann, zahlreiche skurrile Ideen später, wieder entlässt.
Jeffrey Combs ist als dem Wahnsinn verfallender Wissenschaftler erneut eine Wucht, zumal er hier ausnahmsweise mal nicht als Täter, sondern vielmehr als Opfer der Geschehnisse auftritt. Und während der sympathische Ken Foree seine lustige Seite präsentieren darf, sorgt Barbara Crampton als graue Maus, die sexuell stimuliert zur SM-Leder-Blondine mutiert, für feuchte Hosen bei den Horrorfans.
Zuschauer mit einem Faible für leichtbekleidete Blondinen im heißen Leder-Outfit dürfen sich an dieser Stelle über die gute Bildqualität der Blu-ray freuen, die nicht nur während dieser Szene, sondern über die gesamte Laufzeit gegeben ist. Auch der solide Ton kann überzeugen, stellt jedoch keine Referenz dar, was nicht zuletzt an dem ohnhin nicht sonderlich teuer produzierten Film selbst liegen dürfte. Als Gesamtwerk betrachtet, lässt sich sagen, dass OFDb Filmworks mit der Veröffentlichung von „From Beyond“ ein rundum gelungenes Debüt hingelegt hat, das dem Film vollends gerecht wird.
Mein Fazit
Kurzweilig inszenierter 80er-Jahre-Monsterhorror voller abgedrehter Ideen und mit einem bestens aufgelegten Darsteller-Trio in einer gelungenen Blu-ray-Veröffentlichung. Gerne mehr davon!
Meine Wertung: 8/10Im Heimkino gesehen: From Beyond – Aliens des Grauens
Bin ich auf der Suche nach deutschsprachigen Reviews oder Informationen, ob eine DVD bzw. Blu-ray eine ungekürzte Filmfassung enthält, ist die OFDb seit jeher meine erste Anlaufstelle. Doch die OFDb ist weitaus mehr als eine reine Filmdatenbank, bietet bereits seit Jahren einen eigenen Online-Shop und veröffentlicht inzwischen sogar Filme unter dem eigenen Label OFDb Filmworks. Für die erste Veröffentlichung haben sich die Jungs und Mädels der OFDb Stuart Gordons Horrorklassiker „From Beyond – Aliens des Grauens“ auserkoren. Und mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zukommen lassen, welches ich im Rahmen des #Horrorctobers endlich zu schauen geschafft habe …
Worum geht’s
Gemeinsam mit seinem Studenten Crawford Tillinghast (Jeffrey Combs) hat der Wissenschaftler Dr. Edward Pretorius (Ted Sorel) eine Maschine entwickelt, mit der sich die Zirbeldrüse im Gehirn manipulieren lässt. Dr. Pretorius glaubt, dass dies der Schlüssel zu verloren gegangenen Kräften sei und hofft darauf, diese Kräfte reaktivieren zu können. Das Experiment scheint zu gelingen, doch dann wird Dr. Pretorius von einem plötzlich erscheinenden Wesen getötet und Tillinghast als Hauptverdächtiger festgenommen. Um seine Unschuld zu beweisen, wiederholt Tillinghast das Experiment unter Aufsicht der Ärztin Dr. Katherine McMichaels (Barbara Crampton) und des Polizisten Bubba Brownlee (Ken Foree). Ein folgenschwerer Fehler …
Meine Meinung
1985 schuf Regisseur Stuart Gordon das auf H.P. Lovecraft basierende Genre-Meisterwerk „Re-Animator“. Bereits ein Jahr später legte er mit „From Beyond“ nach. Ebenfalls auf einer Geschichte von H.P. Lovecraft basierend und erneut mit Jeffrey Combs und Barbara Crampton in den Hauptrollen. Und auch wenn „From Beyond“ nicht die Klasse eines „Re-Animator“ erreicht, so stellt er dennoch eine äußerst unterhaltsame Reise zurück in eine Zeit dar, in der Horrorfilme noch voller Phantasie, handgemachter Effekte und abgedrehter Ideen steckten.
Freunde des 80er-Jahre-Horrorkinos kommen bei „From Beyond“ voll auf ihre Kosten. Die Wissenschaftlicher sind so ehrgeizig wie naiv, die Monster schleimig-abstoßend, die Effekte relativ hart und die Laufzeit von gerade mal 85 Minuten ist so knapp bemessen, dass das teils äußerst bizarre Geschehen straff durchgezogen wird und Langeweile gar nicht erst aufkeimen kann. Zugegeben, der Zahn der Zeit mag an den Effekten inzwischen etwas genagt haben, dem Spaß tut dies aber keinen Abbruch. Zumal die kurzweilige Inszenierung den Zuschauer direkt mitten ins Geschehen wirft und erst mit dem Abspann, zahlreiche skurrile Ideen später, wieder entlässt.
Jeffrey Combs ist als dem Wahnsinn verfallender Wissenschaftler erneut eine Wucht, zumal er hier ausnahmsweise mal nicht als Täter, sondern vielmehr als Opfer der Geschehnisse auftritt. Und während der sympathische Ken Foree seine lustige Seite präsentieren darf, sorgt Barbara Crampton als graue Maus, die sexuell stimuliert zur SM-Leder-Blondine mutiert, für feuchte Hosen bei den Horrorfans.
Zuschauer mit einem Faible für leichtbekleidete Blondinen im heißen Leder-Outfit dürfen sich an dieser Stelle über die gute Bildqualität der Blu-ray freuen, die nicht nur während dieser Szene, sondern über die gesamte Laufzeit gegeben ist. Auch der solide Ton kann überzeugen, stellt jedoch keine Referenz dar, was nicht zuletzt an dem ohnhin nicht sonderlich teuer produzierten Film selbst liegen dürfte. Als Gesamtwerk betrachtet, lässt sich sagen, dass OFDb Filmworks mit der Veröffentlichung von „From Beyond“ ein rundum gelungenes Debüt hingelegt hat, das dem Film vollends gerecht wird.
Mein Fazit
Kurzweilig inszenierter 80er-Jahre-Monsterhorror voller abgedrehter Ideen und mit einem bestens aufgelegten Darsteller-Trio in einer gelungenen Blu-ray-Veröffentlichung. Gerne mehr davon!
Meine Wertung: 8/10
Eigentlich hatte ich mir für die Sneak letzten Dienstag den Actioner „Escape Plan“ mit Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger gewünscht, doch erwartungsgemäß ließ sich das Team vom CinemaxX von meinem Wunsch nicht beeindrucken und zeigte ohne Rücksicht auf meine Gefühle einen anderen Film. In diesem Fall bin ich allerdings regelrecht froh, denn der stattdessen gezeigte Home-Invasion-Thriller „You’re Next“, von dem ich bis zu jenem Zeitpunkt lediglich den Trailer kannte, gehört für mich zu den bislang positivsten Überraschungen des Kinojahres 2013. Wieso, erfahrt ihr in der folgenden Review …
Worum geht’s
Anlässlich ihres Hochzeitstages laden Paul (Rob Moran) und Aubrey (Barbara Crampton) ihre vier erwachsenen Kinder samt Partner in das einsam gelegene Landhaus der Familie ein. Was als mehr oder weniger beschauliches Familienwochenende beginnt, schlägt schlagartig in blanken Terror um, als drei maskierte Angreifer die Familie während des Abendessens mit Armbrüsten unter Beschuss nehmen und scheinbar grundlos beginnen, die Anwesenden nach und nach brutal abzuschlachten. Während die meisten Überlebenden im Haus in Angst und Panik verfallen, möchte sich Crispians (AJ Bowen) neue Freundin Erin (Sharni Vinson) nicht mit der Opferrolle abfinden – und schlägt so effektiv wie gnadenlos zurück …
Meine Meinung
Ihr schaut gerne Thriller, in denen Psychopathen ihre wehrlosen Opfer in deren eigenen vier Wänden terrorisieren? Und ärgert euch jedes Mal darüber, dass die Opfer sich so selten dämlich (IHR würdet an deren Stelle ganz anders reagieren, schon klar) verhalten? Dann ist „You’re Next“ euer Film! Die von der stets knackigen Sharni Vinson („Step Up 3D“, „Bait“) gespielte Erin ist genau die Frau, die ihr euch in solch einem Film schon immer gewünscht habt. Sie denkt daran die Eingänge zu verbarrikadieren, weist auf unsinnige Fluchtversuche hin, stellt sogar Fallen für die Eindringlinge auf – und wenn sie erst mal einen erwischt hat, sorgt sie dafür, dass dieser garantiert nie wieder aufsteht, statt ihn bewusstlos auf dem Boden liegen zu lassen. Selbst den einen oder anderen Oneliner kann sie sich nicht verkneifen, etwa wenn ihr Freund anmerkt, dass er seine ansonsten so friedliche Erin kaum wiedererkennt, woraufhin diese ihm trocken antwortet, dass dies halt eine Ausnahmesituation sei.
Ja, Regisseur Adam Wingard macht vieles richtig. Und das nicht nur bei der Hauptfigur. „You’re Next“ ist nämlich nicht nur ein düsterer, spannender und überraschend harter Home-Invasion-Thriller, sondern bietet zwischen den Zeilen auch tiefschwarzen Humor, ohne sich, wie so viele andere Genrevertreter, dabei in Albernheiten zu verlieren. Geschickt bedient der Film die Klischees des Genres, nur um sich ihnen kurze Zeit später wieder komplett zu verweigern und das Publikum an der Nase herumzuführen. Dabei schraubt Wingard den Härtegrad kontinuierlich nach oben, bis im Finale selbst Splatterfans bedient werden. Zumindest im kleinen Stil.
Schwächen leistet sich „You’re Next“ lediglich bei der Story, die als Ganzes betrachtet leider ein wenig zu konstruiert wirkt, dafür aber mit ein zwei netten Überraschungen aufwarten kann. Außerdem hätten die (zumindest mir eher unbekannten) Darsteller sich in vereinzelten, wirklich nur sehr seltenen Szenen gerne etwas mehr bemühen dürfen, um dem Geschehen mehr Glaubwürdigkeit zu verleihen. Als Ausgleich dürfen sich Kenner des Horrorgenres immerhin daran erfreuen, „Re-Animator“- und „From Beyond“-Darstellerin Barbara Crampton mal wieder auf der großen Leinwand zu sehen. Wenn das mal nichts ist …
Mein Fazit
„You’re Next“ entpuppt sich als kurzweilig inszenierter Home-Invasion-Thriller mit erfrischend angriffslustiger Protagonistin, der das Genre zwar nicht neu erfindet, dank des Spiels mit den Klischees und seines pechschwarzen Humors aber hervorragend zu unterhalten weiß.
Meine Wertung: 8/10
Hände hoch, wer Omar Sy kennt! Ja, das sind erwartungsgemäß recht viele. Und nun Hände hoch, wer Omar Sy nur kennt, weil der Film „Ziemlich beste Freunde“ 2012 in aller Munde war! Fast genau so viele. Dachte ich es mir doch. Kein Wunder, dass auf Poster und Cover von „Ein MordsTeam“ der Schriftzug „Nach ZIEMLICH BESTE FREUNDE die neue Komödie mit Omar Sy“ prangt. Anders hätte es diese durchschnittliche Buddy-Komödie wohl auch nie zu größerer Bekanntheit geschafft …
Worum geht’s
Ousmane Diakhité (Omar Sy) arbeitet als Polizist im Betrugsdezernat des heruntergekommenen Pariser Vororts Bobigny. Während seiner Ermittlungen gegen einen illegalen Glücksspielring stößt er zufällig auf eine Frauenleiche, die sich als Ehefrau eines schwerreichen Industriellen entpuppt. Der Fall wird dem versnobten und karrierefixierten Pariser Kriminalkommissar François Monge (Laurent Lafitte) übergeben, der keinen Hehl daraus macht, dass er auf die Hilfe der örtlichen Polizei nicht angewiesen ist. Doch Ousmane sieht zwischen den beiden Fällen einen Zusammenhang und sorgt mit seinem losen Mundwerk dafür, dass er François als Partner zugeteilt wird. Mehr schlecht als recht nehmen die beiden ungleichen Männer die Ermittlungen auf …
Meine Meinung
Viel Neues ist den Machern von „Ein MordsTeam“ nicht gerade eingefallen. Gar nichts Neues, um genau zu sein. Der Film ist eine von Anfang bis Ende überraschungsarme Buddy-Komödie, die zwar niemandem weh tut, ja sogar recht kurzweilig ist und auf mittlerem Niveau zu unterhalten weiß, aber auch nicht länger als eine halbe Stunde in Erinnerung bleibt. Das Zusammenspiel der Figuren ist okay, die Story zweckmäßig und die wenigen Actionszenen sind durchaus solide inszeniert. Wirklich enttäuschend ist eigentlich nur, dass die Macher komplett nach amerikanischem Vorbild vorgegangen sind und weder einen eigenen Humor noch einen landesspezifischen Stil gefunden haben. Mal ehrlich, wenn ich eine amerikanische Buddy-Komödie sehen möchte, schaue ich mir eine der unzähligen amerikanischen Buddy-Komödien an. Und keine französische Buddy-Komödie, die so tut, als wäre sie eine amerikanische Buddy-Komödie.
Der Hauptgrund, sich „Ein MordsTeam“ anzuschauen, ist aber ohnehin Sympathieträger Omar Sy. Dieser wärmt seine beliebte Rolle aus „Ziemlich beste Freunde“ wieder auf und ergänzt sie um eine gehörige Portion Axel Foley. Originalität darf man also auch bei der Hauptfigur nicht erwarten, wobei Omar Sy seine Sache als Axel-Foley-Kopie durchaus gut macht – auch wenn Eddie Murphy als dauerquasselnder Cop selbstverständlich unerreicht bleibt. Laurent Lafitte hingegen bleibt als unfreiwilliger Partner überraschend blass, was ebenso für alle anderen Beteiligten gilt, so dass man bei „Ein MordsTeam“ durchaus von einer Omar-Sy-One-Man-Show sprechen kann.
Abschließend sei noch erwähnt, dass nicht nur Ousmanes so loses wie schnelles Mundwerk, sondern gleich mehrere Szenen eine starke Ähnlichkeit zu „Beverly Hills Cop“ erkennen lassen. Wenn Ousmane zum Beispiel eine Besprechung des französischen Arbeitgeberverbandes sprengt, sieht man förmlich Eddie Murphy vor sich. Und dank des Axel-F-Klingeltons und einer Diskussion um den besten Film-Polizisten, bei der Axel Foley natürlich Ousmanes Favorit ist, wird auch dem letzten Zuschauer mit dem Holzhammer eingehämmert, dass der 80er-Jahre-Klassiker hier als (über)großes Vorbild diente und Eigenständigkeit bei der Produktion wohl nur eine untergeordnete Rolle spielte.
Mein Fazit
Nicht unsympathische, aber leider unspektakuläre Buddy-Komödie ohne eigene Ideen, die auch ein gut aufgelegter Omar Sy nicht über das Mittelmaß hinaus retten kann.
Meine Wertung: 5/10
Für die meisten Zuschauer ist Vin Diesel untrennbar mit seiner Rolle als Dominic Toretto in der „Fast & Furious“-Reihe verbunden. Für mich jedoch wird Vin Diesel stets Richard B. Riddick sein. Dementsprechend erfreut war ich, als bekannt wurde, dass Diesel trotz des bei Kritikern und Zuschauern durchgefallenen „Riddick – Chroniken eines Kriegers“ erneut in die Rolle des scheinbar eiskalten Furyaners schlüpfen würde. Ob meine Vorfreude gerechtfertigt war, erfahrt ihr, wenn ihr weiterlest …
Worum geht’s
Von den Necromongern verraten, wird Riddick (Vin Diesel) auf einem so trostlosen wie gefährlichen Planeten scheinbar tot zurückgelassen. Doch Riddicks Überlebenswille ist stark wie eh und je, was alsbald zahlreiche Kreaturen zu spüren bekommen, die sich selbst an der Spitze der Nahrungskette wähnen, von Riddick jedoch zügig nach unten durchgereicht werden. Als Riddick auf einen verlassenen Außenposten stößt, sieht er seine Chance gekommen, dem unwirtlichen Planeten zu entfliehen. In der Hoffnung, Kopfgeldjäger anzulocken und dann mit deren Schiff zu verschwinden, sendet Riddick ein Notsignal aus. Kurze Zeit später erscheinen tatsächlich zwei Teams, die es auf die Belohnung abgesehen haben. Doch Riddick bleibt nicht viel Zeit. Ein starker Regen naht – und mit ihm eine tödliche Gefahr …
Meine Meinung
Der Überraschungshit „Pitch Black – Planet der Finsternis“ ist eine dreckige Mischung aus Science-Fiction, Action und Horror. Nicht besonders originell, aber spannend inszeniert und mit einem der coolsten Antihelden aller Zeiten gesegnet. Die vier Jahre später entstandene Fortsetzung „Riddick – Chroniken eines Kriegers“ versuchte das Universum rund um die Hauptfigur weiter auszubauen und setzte auf fantastische Schauwerte, scheiterte nach Meinung vieler jedoch an einer eher holperig erzählten Story. Mit „Riddick – Überleben ist seine Rache“ geht es nun wieder zurück zum Ursprung. Sowohl inhaltlich als auch optisch.
Sieht man von den ersten 30 Minuten ab, in denen Riddick sich in der neuen Welt zurecht- und seine animalischen Instinkte wiederfinden muss, wiederholt Regisseur und Drehbuchautor David Twohy das Konzept des Erstlings schon beinahe sklavisch. Eine mehr oder weniger zusammengewürfelte Gruppe, ein tödlicher Planet, düstere Atmosphäre, gefährliche Aliens – und mittendrin ein zynischer Riddick. Das ist zwar nicht besonders originell, wirkt dafür jedoch umso ehrlicher, da Twohy und Diesel den Fans letztlich exakt das geben, was sie sich nach „Riddick – Chroniken eines Kriegers“ gewünscht hatten.
Dass es dennoch nicht zum ganz großen (B-Movie-)Wurf reicht, liegt nicht an den teils unterdurchschnittlichen Effekten. Auch nicht an den unnötigen Längen, die sich insbesondere im Mittelteil negativ bemerkbar machen. Und auch nicht an den Dialogen, die sich teilweise nur mit viel gutem Willen als solche bezeichnen lassen. Nein, es liegt schlicht und einfach an den fehlenden Riddick-Momenten. Momente, die so dämlich und gleichzeitig so cool sind, dass sie in Erinnerung bleiben. Zwar gibt es auch dieses Mal wieder den einen oder anderen trockenen Oneliner, doch die „Qualität“ der Sprüche aus den Vorgängern wird leider zu keiner Zeit erreicht.
Unterhaltsam ist der Film aber allemal. Nicht zuletzt dank der toll designten Kreaturen und David Twohys gutem Gespür für knackig inszenierte Actionszenen im Science-Fiction-Gewand. Ein weiterer Teil darf also gerne kommen. Dann aber bitte wieder mit etwas mehr Inhalt und erinnerungswürdigeren Einzelszenen.
Mein Fazit
Trotz seiner unübersehbaren Schwächen ist „Riddick – Überleben ist seine Rache“ ein unterhaltsamer Science-Fiction-Action-Horror-Mix, der die meisten Fans der Vorgänger zufrieden stellen dürfte.
Meine Wertung: 7/10
Der Feuerwehrmann Jeremy (Josh Duhamel) wird unfreiwillig Zeuge, wie der Soziopath David Hagan (Vincent D’Onofrio) einen Ladenbesitzer und dessen Sohn kaltblütig ermordet. Um Jeremy bis zur Gerichtsverhandlung schützen zu können, wird er von Mike Cella (Bruce Willis) in das Zeugenschutzprogramm aufgenommen. Doch Hagan kann ihn ausfindig machen und setzt seine Killer auf Jeremy und dessen Freunde an. Auf sich allein gestellt, dreht Jeremy den Spieß kurzerhand um und macht unerbittlich Jagd auf Hagan …
„Fire With Fire“ ist ein von Anfang bis Ende durchschnittlicher Selbstjustiz-Actionthriller, der dem Genre absolut nichts Neues hinzuzufügen weiß. Die Story ist komplett vorhersehbar, die Inszenierung nur leidlich spannend und die wenigen Actionszenen sind zwar solide, aber trotz überdurchschnittlicher Härte unspektakulär. Racheengel Josh Duhamel gibt sich redlich Mühe, wirkt jedoch ein wenig überfordert, während Rosario Dawson, Bruce Willis und Julian McMahon einen eher unterforderten Eindruck hinterlassen und irgendwie verschenkt wirken. Die besten Momente gehören ohnehin Vincent D’Onofrio als kaltblütigem Killer. Auch wenn dieser schon beinahe als Karikatur durchgehen könnte.
Ein typischer Film für einen verregneten Abend auf der Couch. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Meine Wertung: 5/10
2004 ließ Regisseur Edgar Wright die Freunde Simon Pegg und Nick Frost in „Shaun Of The Dead“ gegen Zombies antreten, 2007 folgte mit „Hot Fuzz“ der Kampf gegen schwer bewaffnete Kleinstädter. Mit „The World’s End“ legt das Dreiergespann nun den Abschluss der sogenannten „Blut und Eiscreme“-Trilogie vor. Die Erwartungen der Fan-Gemeinde waren riesig – und auch wenn diese nicht vollends erfüllt werden, haben Wright, Pegg und Frost einmal mehr einen herrlich schrägen und unterhaltsamen Film abgeliefert …
Worum geht’s
Als Jugendliche versuchten sich Gary King und seine Freunde an der „Goldenen Meile“, einer in Newton Haven legendären Kneipentour, die durch zwölf Pubs bis ins World’s End führt. Und scheiterten. 20 Jahre später trommelt Gary (Simon Pegg) seine Freunde von damals (Nick Frost, Paddy Considine, Martin Freeman und Eddie Marsan) wieder zusammen, um diese unerledigte Angelegenheit ein für alle Mal abzuschließen. In Newton Haven angekommen, müssen die fünf Musketiere erkennen, dass die Stadt noch langweiliger geworden ist, als sie sie ohnehin in Erinnerung hatten. Nicht nur die Pubs sehen sich erschreckend ähnlich, auch die Einwohner verhalten sich nahezu emotionslos. Als Gary sich auf dem Klo mit einem Jugendlichen anlegt, was in einer gewalttätigen Auseinandersetzung mündet, kommt er einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur …
Meine Meinung
„The World’s End“ beginnt exakt so, wie ich es mir gewünscht hatte: Mit sympathischen Figuren, pointierten Dialogen und einer Prise Gesellschaftskritik. Die Einführung sowie die Wiedervereinigung der Figuren ist extrem witzig geraten und steckt voller schnippischer Dialoge, die man beim ersten Mal vermutlich gar nicht alle richtig zu würdigen weiß. Die Ankunft im Heimatort gerät zu einer Abrechnung mit der Globalisierung und der daraus resultierenden fehlenden Individualität. Dass sämtliche Pubs inzwischen so weit „verstarbuckt“ wurden, dass sie sich nicht mehr voneinander unterscheiden lassen und sich wie ein Ei dem anderen gleichen, wird hier grandios eingefangen und sorgt abermals für jede Menge Schmunzler. Und in den etwas leiseren Momenten des Films wird den Figuren beinahe beiläufig Tiefe verliehen, indem längst vergessen geglaubte Erinnerungen aus der Vergangenheit ans Tageslicht gebracht werden. So weit, so gelungen.
Leider verliert sich der Film ein wenig in sich selbst, je mehr die eigentliche Handlung an Fahrt aufnimmt. Zwar bereitet es weiterhin Spaß, der aus „Die Frauen von Stepford“, „Die Körperfresser kommen“ und „Das Dorf der Verdammten“ zusammengesetzten Geschichte zu folgen, doch regen einige Szene auch zum kräftigen Kopfschütteln an. Insbesondere Garys Verhalten lässt zeitweise jeglichen gesunden Menschenverstand vermissen, auch wenn versucht wird, dem Zuschauer die hinter seinen Taten stehende Logik aus Garys Sicht zu erklären. Und die finale Auseinandersetzung mit der für die Ereignisse verantwortlichen Macht ist so schräg, dass ich selbst heute, zwei Tage nach dem Kinobesuch, nicht weiß, was ich davon halten soll. Dennoch überzeugt auch die zweite Hälfte des Films, wenn auch mit Abstrichen, durch nette Seitenhiebe, zum Beispiel auf den anhaltenden Jugendwahn, ein flammendes Plädoyer für das Recht auf Fehler sowie den wohl gelungensten Cornetto-Auftritt der Trilogie.
Mein Fazit
Auch wenn „The World’s End“ nicht ganz die Klasse seiner Vorgänger erreicht, stellt der Film einen gelungenen Abschluss der „Blut und Eiscreme“-Trilogie dar. Für Fans des Wright-Pegg-Frost-Trios ohnehin ein Pflichttitel!
Meine Wertung: 7/10
Kurz nach „
Seit kurzem findet im CinemaxX Kiel endlich! wieder eine regelmäßige Sneak Preview statt. Und das sogar zu einer humanen Zeit. Während die Sneak Preview früher monatlich an einem Freitag um 22:45 Uhr stattfand, darf man sich nun jeden zweiten Dienstag auf 20:15 Uhr freuen. Was? Ihr wisst gar nicht, was eine Sneak Preview (oft auch einfach nur Sneak genannt) ist? Nun, einfach gesagt eine Überraschungsvorstellung, in der irgendein demnächst startender Film gezeigt wird. Hierbei kann es sich um ganz großes Kino, aber auch um ganz großen Murks handeln – und genau das macht den Reiz einer Sneak aus. Gestern hatten wir wieder einmal Glück und kamen in den Genuss der offiziell morgen anlaufenden Actionkomödie „R.E.D. 2“ …
Worum geht’s
Frank Moses (Bruce Willis) hat sich aus dem Spionagegeschäft zurückgezogen und versucht krampfhaft, ein normales Leben mit seiner Freundin Sarah (Mary-Louise Parker) zu führen. Die schon beinahe erstickende Ruhe findet jedoch ein jähes Ende, als Frank und dessen bester Freund Marvin (John Malkovich) wegen der angeblichen Beteiligung an einem geheimen Waffenprojekt liquidiert werden sollen. Schon bald werden Frank, Sarah und Marvin nicht nur vom amerikanischen, sondern auch vom britischen und russischen Geheimdienst gnadenlos gejagt. Um die eigene Unschuld zu beweisen, müssen sie nicht nur das geheimnisvolle Waffenprojekt aufdecken, sondern auch die verantwortlichen Hintermänner ausfindig machen …
Meine Meinung
Wer den Vorgänger mochte, wird auch „R.E.D. 2“ mögen. Und umgekehrt. Denn die Fortsetzung bietet nicht nur dessen Stärken, sondern auch dessen Schwächen. Ich gehe sogar so weit, zu behaupten, dass ich
Doch es gibt auch kleine, aber feine Unterschiede. Zum Beispiel bei der Geschichte, die zwar erneut keinen Oscar gewinnen wird, im zweiten Teil jedoch durchaus einen Tick komplexer, raffinierter und insgesamt interessanter daherkommt – und sogar mit einem recht netten Twist aufwarten kann, den ich so nicht erwartet hatte. Dieser Punkt geht eindeutig an die Fortsetzung.
Weniger erfreulich hingegen ist, dass die ständigen Kabbeleien und Eifersüchteleien zwischen Frank und Sarah meine Nerven mit der Zeit ein wenig überstrapaziert haben. Nicht zuletzt, da sich der Ablauf dieser Szenen stets wiederholt, ohne die Charaktere wirklich voranzubringen. Und auch wenn Marvin hier mit einigen mehr oder minder sinnvollen Beziehungstipps glänzen kann, schlich sich bei mir doch immer stärker das Gefühl einer gewissen Ideenlosigkeit ein.
Dafür fügen sich die neuen Figuren und Darsteller stimmig in das überwiegend positive Gesamtbild ein, wobei lediglich Anthony Hopkins eine tragende Rolle spendiert bekommt. Catherine Zeta-Jones hingegen wirkt leider ziemlich verschenkt und dient eigentlich nur als Aufhänger für Sarahs Eifersucht – da wäre deutlich mehr drin gewesen!
Mein Fazit
Solide Actionkomödie mit sympathischen Darstellern, die Fans des Vorgängers zufrieden stellen, jedoch keine neuen Fans an Bord holen wird.
Meine Wertung: 7/10
Knapp vier Monate ist es nun bereits her, dass Pascal Laugiers („Martyrs“) US-Debüt „The Tall Man“ bei uns auf DVD und Blu-ray erschienen ist. Beinahe genau so lange lag die DVD des Films neben meinem Fernseher und wartete darauf, von mir gesehen zu werden. Das Warten ist vorbei …
Worum geht’s
Die abgelegene Bergarbeiterstadt Cold Rock wurde von der Wirtschaftskrise nicht verschont. Seit die Mine vor sechs Jahren geschlossen wurde, gibt es nur noch für die wenigsten Menschen Arbeit. Die Schule wurde bereits geschlossen, zahlreiche Anwohner haben die kleine Gemeinde aufgrund der schwierigen Bedingungen verlassen. Doch die verbliebenen Bürger haben weitaus größere Sorgen. Mehrere Kinder sind in den letzten Monaten spurlos verschwunden. Während Sheriff Chestnut (William B. Davis) und Lieutenant Dodd (Stephen McHattie) im Dunkeln tappen, glauben die Bürger, dass der „Große Mann“ die Kinder geholt hat. Die ansässige Krankenschwester Julia (Jessica Biel) hält nichts von dieser Legende. Eines Nachts erscheint in ihrem Haus jedoch eine vermummte Gestalt und nimmt sich den kleinen David (Jakob Davies). Verwirrt und voller Angst heftet sich Julia an die Fersen des Entführers …
Meine Meinung
Der Trailer zu „The Tall Man“ suggeriert einen unheimlichen Mysterythriller, auf dem Cover der DVD wird der Film als „fesselnder Horrorthriller“ bezeichnet. Beides trifft nicht zu. Oder sagen wir besser, es trifft nur zur Hälfte zu. Auf die erste Hälfte, um genau zu sein. In dieser scheint „The Tall Man“ in der Tat ein recht unheimlicher und spannender Mysterythriller nach bekanntem Schema zu sein. Doch der Schein trügt. Die zweite Hälfte des Films, die die Hintergründe der Figuren und deren Handlungen nach und nach entblättert, ist nicht nur deutlich ruhiger inszeniert, sie stellt auch das bisher Gezeigte komplett auf den Kopf. Freunde eines unvorhersehbaren Story-Twists kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten.
Nein, ein Mystery- oder gar Horrorthriller ist „The Tall Man“ nicht. Vielmehr ist der Film ein äußerst sozialkritisches Drama im trügerischen Gewand eines Mysterythrillers. Und genau das könnte den einen oder anderen Zuschauer enttäuschen. Denn so unheimlich und spannend die erste Hälfte auch sein mag, die zweite ist es nicht. Um ehrlich zu sein, ist die zweite Hälfte sogar recht vorhersehbar. So vorhersehbar, dass ich bereits kurz nach dem Storytwist exakt vorhersagen konnte, was mit den Kindern passiert ist. Trotz dieser Vorhersehbarkeit ist die zweite Hälfte jedoch keineswegs langweilig, sondern durchaus interessant und packend. Denn obwohl alle für die Geschichte des Films relevanten Fragen beantwortet werden, lässt der Film zahlreiche moralische Fragen offen und das Publikum mit eben diesen, teils sehr unbequemen offenen Fragen zurück. Fragen, über die sich wunderbar diskutieren lassen und die noch lange nach dem Ende des Films nachwirken.
Auch wenn Hauptdarstellerin Jessica Biel ihre Sache gut, ja sogar hervorragend macht, bleiben doch eher Samantha Ferris und Jodelle Ferland in Erinnerung. Samantha Ferris liefert als vom Leben sowohl gezeichnete als auch überforderte Tracy trotz weniger Szenen eine äußert vielschichte Darstellung ab, während Jodelle Ferland als deren Tochter Jenny, die sich wünscht, aus ihrem perspektivlosen Leben ausbrechen zu können, nicht nur die Verzweiflung, sondern auch die innere Zerrissenheit ihrer Figur hervorragend vermittelt. Eine wirklich tolle Leistung!
Mein Fazit
Gut gespielter und mit einem raffinierten Twist versehener Film, der als unheimlicher Mysterythriller beginnt und als tragisches Drama mit sozialkritischer Botschaft endet. Eine ungewohnte, aber vollends sehenswerte Genremischung!
Meine Wertung: 8/10