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Neuer „Jurassic World“-Trailer erschienen!
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Während seine Eltern (Steve Carell, Jennifer Garner) und Geschwister (Dylan Minnette, Kerris Dorsey) einen nahezu perfekten Tag erleben, läuft bei dem elfjährigen Alexander (Ed Oxenbould) alles schief, was schief laufen kann. Kurzerhand wünscht er sich an seinem Geburtstag, dass auch seine Familie mal einen richtig schlechten Tag erleben soll. Und wie wir alle wissen, gehen Wünsche in Komödien manchmal in Erfüllung …
Wer mal wieder eine absolut harmlose, aber durchaus unterhaltsame Komödie mit durchweg sympathischen Darstellern und einer „Habt euch alle lieb, dann wird auch alles gut!“-Botschaft sehen möchte, ist hier genau richtig. „Die Coopers – Schlimmer geht immer“ bzw. „Alexander and the Terrible, Horrible, No Good, Very Bad Day“, wie der Film im Original heißt, reiht Gag an Gag, ist dabei mal mehr und ja, auch mal weniger witzig, bleibt in seinen knapp über 80 Minuten aber stets genießbar. Auch die Chemie zwischen den Darstellern stimmt, wobei insbesondere Steve Carell und Jennifer Garner gute Laune versprühen und durchaus so wirken, als hätte der Dreh eine Menge Spaß bereitet.
Oder anders formuliert: Ein Film, der keine Überraschungen zu bieten hat, aber auch niemandem weh tut. Da gibt’s wahrlich weitaus schlimmere Familienkomödien …
1946 wurden in Texarkana mehrere Menschen brutal ermordet. Der Täter, von der Presse Phantom-Killer getauft, hatte es auf Liebespaare abgesehen und konnte, trotz immenser Bemühungen durch die Behörden, nie identifiziert und demzufolge auch nie gefasst werden. 1976 nutzte Regisseur Charles B. Pierce diese realen Geschehnisse für seinen Film „Der Umleger“ („The Town That Dreaded Sundown“), den die Bewohner von Texarkana wohl nicht ausschließlich positiv aufnahmen. Dennoch findet in Texarkana seit einiger Zeit eine jährliche Open-Air-Vorführung des Films statt – womit wir bei Alfonso Gomez-Rejons Slasher „Warte, bis es dunkel wird“ angekommen sind, der derzeit in unseren Kinos läuft.
Worum geht’s
Weil ihnen der Film „Der Umleger“ nicht gefällt, beschließen Jami (Addison Timlin) und Corey (Spencer Treat Clark) die Open-Air-Vorführung zu verlassen und sich stattdessen im Wald ein wenig näherzukommen. Dort wird das junge Paar von einem Unbekannten angegriffen. Der optisch dem Phantom-Killer ähnelnde Mann ermordet Corey, lässt Jami jedoch am Leben, damit diese den Behörden eine mysteriöse Botschaft überbringen kann. Während die Polizei unter der Leitung des Spezialermittlers Lone Wolf Morales (Anthony Anderson) im Dunkeln tappt, schlägt der Mörder erneut und erneut zu. Da der Täter dem Muster der 1976er Verfilmung folgt, vermutet Jami einen Zusammenhang zwischen den Morden und dem Film „Der Umleger“. Und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln …
Meine Meinung
Hut ab! Die Macher von „Warte, bis es dunkel wird“ verknüpfen geschickt Realität und Fiktion und erschaffen hieraus einen blutig-atmosphärischen Slasher, der das Rad zwar nicht komplett neu erfindet, sich jedoch einen Platz deutlich über dem Durchschnitt sichert. Dass eine reale Mordserie und der daraus entstandene Film als Vorlage für eine fiktive Mordserie dienen, ist meines Wissens nach einzigartig. Zumindest habe ich solch eine Konstellation vor „Warte, bis es dunkel wird“ nicht gesehen. Mit dem Hintergrundwissen, dass die ersten Morde tatsächlich stattgefunden haben, erzeugt der Film eine ganz eigene Spannung und Atmosphäre. Hierzu trägt auch die über alle Zweifel erhabene Optik bei, die es schafft, dank schräger Kamerawinkel und eines extremen Weichzeichners einen ganz eigenen Stil zu entwickeln. Einen Stil, der gleichzeitig modern wirkt, aber auch als Verbeugung vor den Filmen der 70er angesehen werden kann und extrem stimmig ausfällt.
Weit weniger originell sind die Morde ausgearbeitet, was jedoch nicht zuletzt der filmischen Vorlage und somit der Geschichte geschuldet ist. Dafür fallen die Taten für eine 16er-Freigabe überraschend explizit aus – glücklicherweise ohne dabei comichaft überzeichnet zu wirken, so dass der Film auch in diesen Momenten seine ernste Stimmung nicht verliert.
Leider, und damit komme ich zum einzigen, dafür aber auch gravierenden Schwachpunkt von „Warte, bis es dunkel wird“ haben die Macher bei der finalen Auflösung etwas zu viel gewollt. Selten lagen „Ich hab’s von Anfang an gewusst!“ und „Bitte? Was für ein Mist!“ so eng beieinander. Wirklich schade, da der Film eine Auflösung dieser Art weder nötig gehabt hätte noch verdient hat.
Mein Fazit
Atmosphärisch überzeugender sowie optisch hervorragender Slasher mit interessanter Geschichte – und einer extrem hanebüchenen Auflösung.
Meine Wertung: 7/10
Was hatte ich mich auf „Fast & Furious 7“ gefreut. Endlich sollte der meiner Meinung nach stark unterschätzte und zeitlich zwischen Teil 6 und 7 angesiedelte „The Fast and the Furious: Tokyo Drift“ in die Reihe integriert werden. Und dann war da noch der düster dreinblickende Jason Statham, der im gelungenen Cliffhanger des sechsten Films als neuer Gegner eingeführt wurde. Was könnte da schon schiefgehen? Leider eine ganze Menge …
Worum geht’s
Den Terroristen Owen Shaw (Luke Evans) konnten Dominic Toretto (Vin Diesel) und seine Freunde aufhalten, haben damit aber den Zorn von Owens Bruder Deckard Shaw (Jason Statham) auf sich gezogen. Der hervorragend ausgebildete Ex-Agent befördert Hobbs (Dwayne Johnson) ins Krankenhaus, tötet Han (Sung Kang) und sprengt das Haus der Torettos in die Luft. Um Deckard zu fassen, gehen Toretto und sein Team auf ein Angebot des mysteriösen Mr. Nobody (Kurt Russel) ein. Dieser benötigt einen Computerchip, um ein modernes Überwachungssystem, das Auge Gottes, in Betrieb nehmen zu können. Mit diesem Überwachungssystem wäre es möglich, Deckard ausfindig zu machen und vom Gejagten zum Jäger zu werden. Allerdings befindet sich der Hacker Ramsey, die einzige Person, die weiß, wo sich dieser Chip befindet, in den Händen der Terroristen Jakande (Djimon Hounsou) und Kiet (Tony Jaa) …
Meine Meinung
„Fast & Furious 7“ beginnt vielversprechend. Deckard Shaw besucht in einer friedlichen Szene seinen im Koma liegenden Bruder im Krankenhaus. Erst beim Verlassen des Gebäudes erfährt das Publikum, dass Deckard das halbe Krankenhaus in Schutt und Asche gelegt hat, um seinen Bruder besuchen zu können – und es offenbar nichts und niemanden gibt, was ihn daran hindern kann, sein Ziel zu erreichen. Genau so führt man einen ernstzunehmenden Gegner ein! Leider ist von der durch Deckard Shaw ausgehenden Bedrohung im späteren Film nicht mehr viel zu spüren, so dass nicht nur dieser gelungene Einstieg, sondern auch Jason Statham komplett verschenkt wirkt. Dasselbe gilt für Djimon Hounsou, Tony Jaa und insbesondere Ronda Rousey, die zwar allesamt böse gucken dürfen, letztlich aber nicht viel mehr als größere Gastauftritte absolvieren und dem Team nur selten ernsthaft gefährlich werden.
Deutlich interessanter als die Gegner sind die scheinbar unmöglichen Missionen, die das Team erfüllen muss, um Deckard Shaw aufhalten zu können. Mal muss ein Hacker aus einem bewachten Konvoi befreit, mal ein Chip aus dem obersten Stock eines Hochhauses in Abu Dhabi gestohlen werden – wie es der Zufall will, während einer Party der Reichen und Schönen. Es hätte mich nicht gewundert, wären Toretto und sein Team dort auf Ethan Hunt gestoßen, an dessen Abenteuer der Film in seinen besten Momenten erinnert.
Leider steht diesen durchaus unterhaltsamen Episoden der Verzicht auf jeglichen Realismus im Weg. Was sich bereits im letzten Teil andeutete, wird im siebten Film der Reihe nun auf die Spitze und darüber hinaus getrieben. Dass Autos mit Fallschirmen aus einem Flugzeug geworfen werden und wie durch ein Wunder auf der Straße landen – geschenkt. Immerhin darf diese Szene in all ihrer Absurdität für einen durchaus gelungenen Witz herhalten. Doch dass ein Sportwagen zwischen den Etihad-Türmen umherspringt, Beifahrer während der Fahrt im Drift die Autos durch die Seitenscheiben wechseln und Sprengstoff im Sprung an anderen Fahrzeugen angebracht wird (ihr erinnert euch an die ähnlich alberne Szene in „Transporter – The Mission“?), ist so dermaßen dämlich, dass es keinen Spaß mehr bereitet.
Hinzu gesellt sich eine im letzten Drittel ausufernde und an die „Transformers“-Reihe erinnernde Materialschlacht, die umso stärker ermüdet, je länger sie dauert. Wenn hier alles in Schutt und Asche gelegt wird, ist das weder originell noch packend. Nicht zuletzt, da die Schnitte in den Actionszenen zuweilen recht hektisch ausfallen, so dass die Übersichtlichkeit nicht immer gegeben ist, was sich insbesondere in den an sich gut choreographierten Mann-gegen-Mann bzw. Frau-gegen-Frau-Kämpfen störend auswirkt.
Die Themen Freundschaft und Familie sind selbstverständlich auch in „Fast & Furious 7“ wieder die Eckpfeiler der Geschichte, wirken stellenweise jedoch unausgereift und aufgesetzt. Dass Mia zum Beispiel ihren Brian einmal mehr in den möglichen Tod schickt, wirkt mit Blick auf die Umstände alles andere als glaubhaft. Und der durchaus sentimentale Abschied in der Endsequenz ergibt mit Blick auf Paul Walkers tragischen Tod durchaus Sinn, will aber nicht so recht in den Kontext des Films passen. Hier merkt man als Zuschauer schon recht deutlich, dass das Team sich nicht von der Figur Brian O’Conner, sondern von seinem Freund und Kollegen Paul Walker verabschiedet. Unpassend? Vielleicht. Aber auch gnadenlos ehrlich. Und ein Beweis dafür, dass das Filmteam das Herz am rechten Fleck trägt.
Mein Fazit
Hoffnungslos übertriebenes Spektakel, das nach einem gelungenen Einstieg mit Vollgas ins Absurde rast und am Ende in seiner eigenen Action untergeht.
Meine Wertung: 6/10