Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich

Würdet ihr auf die Idee kommen, eine Tiefkühlpizza mit Kaviar zu vergleichen? Nein? Ich auch nicht… Würdet ihr auf die Idee kommen, einen Trabant mit einem Ferrari zu vergleichen? Nein? Ich auch nicht… Würdet ihr auf die Idee kommen, ein Zelt mit einer Villa zu vergleichen? Nein? Ich auch nicht… Würdet ihr auf die Idee kommen, „Transformers“ mit „Psycho“ zu vergleichen? Nein? Ich auch nicht… Und genau letzteres prangert Renington Steele von F5 in seinem Artikel Es ist doch nur Unterhaltung an. Seiner Ansicht nach seien beide Werke „im Sinne der Unterhaltung gleichwertig“ und müssten sich „eine Gleichbehandlung in der Kritik gefallen lassen“. Was soll ich dazu sagen bzw. schreiben, außer halt: Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich! In diesem Sinne: Schaltet euer Hirn ruhig ab und zu mal ab, senkt dann und wann eure Ansprüche und lasst euch einfach nur unterhalten! Und lasst euch nicht einreden, dass daran etwas verwerflich sei! Erst recht nicht von Menschen, die Filme nicht mehr schauen, sondern sie nur noch analysieren…

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Geiz ist geil, nervt aber auch!

Inspiriert durch konnas Artikel über den aktuellen DVD-Wahnsinn, nutze ich diese Gelegenheit, um mir meinen Frust über ein ähnliches Thema von der Seele zu schreiben: Der Preissituation von DVDs, HD DVDs und Blu-ray Discs. Lustigerweise habe ich mit den Preisen gar kein Problem. Vielmehr habe ich ein Problem mit dem ewigen Gejammer über die angeblich viel zu hohen Preise. Unternehmen wir eine kurze Reise zurück in die Vergangenheit. Als ich mit dem Sammeln von Filmen begann, gab es noch die DM. Als Medium hatten sich VHS-Tapes etabliert. Für die Jüngeren unter uns: Das sind Videobänder. Große, unhandliche Videobänder, die man manuell spulen muss und die nach mehrmaliger Nutzung an Qualität verlieren. Für diese Bänder musste ich damals zwischen 30,- und 40,- DM zahlen. Und da war nur der Film drauf. Nur in deutscher Sprache. Maximal in Dolby Surround abgemischt. Ohne Extras. Dann kam die DVD. Die regulären Preise für DVDs lagen zu Beginn zwischen 50,- und 60,- DM pro Film. Für Serien musste man pro Staffel sogar 250,- DM auf den Tisch legen. Ja, richtig gelesen: 250,- DM. Und das taten wir, damit meine ich mich und alle anderen, die bereits seit Jahren DVDs sammeln, gerne, denn wir bekamen etwas für unser Geld. Eine bessere Bildqualität. Eine bessere Tonqualität. Mehrere Sprachen. Extras (die man sich ab einer gewissen Anzahl an Filmen zwar nie anschaut, aber was soll’s). Und vorallem: Keine Abnutzungserscheinungen. Schaue ich mir die aktuellen Preise von DVDs an, stelle ich fest, dass selbst für Neuerscheinungen in den seltensten Fällen mehr als 20,- Euro bezahlt werden müssen. Serien bekommt man meist für 50,- Euro pro Staffel (denkt an die 250,- DM!). Wartet man ein paar Wochen ab, beginnt ein rapider Preisverfall. Selbst Top-Filme und Special Editions bekommt man nach kurzer Zeit für unter 10,- Euro hinterher geschmissen, während Serien für 30,- Euro pro Staffel verramscht werden. Ich weiß, geiz ist angeblich geil, aber mal ehrlich: Wie günstig sollen DVDs denn noch werden? Ich meine mal unter uns: Wir reden hier über Luxusgüter. Niemand benötigt DVDs zum Überleben. Okay, ich vielleicht schon, aber sonst wirklich niemand! Jeder Kneipenbesuch ist teurer – und der ist nach ein paar Stunden vorbei, während man sich einen einmal gekauften Film auch mehrmals anschauen kann. Spaßig wird es, wenn trotz der günstigen Preise nicht nur über die Kosten, sondern auch noch über die Qualität gejammert wird. Denn die muss natürlich dennoch extrem hoch ausfallen, ganz klar. Nur bezahlen möchte niemand dafür. Noch schlimmer wird es, wenn man die Diskussionen zu den beiden neuen Medien HD DVD und Blu-ray Disc verfolgt. Natürlich möchte jeder die bestmögliche Bild- und Tonqualität genießen, aber dafür 25,- bis 30,- Euro pro Film ausgeben? Niemals! Recht habt ihr, liebe Verweigerer: Wo kämen wir denn auch hin, wenn qualitativ hochwertigere Produkte mehr kosten würden als im Vergleich schlechtere Produkte. Nicht, dass ich jetzt falsch verstanden werde: Ich bin nicht der Meinung, dass 30,- Euro wenig sind. Aber man darf nie vergessen, was man dafür bekommt. Und man muss abschätzen, ob einem das Gebotene den Preis wert ist. Auch ich habe mir Grenzen gesetzt: Mehr als 25,- Euro pro Film auf einem HD-Medium wird nur in absoluten Ausnahmefällen ausgegeben. Kostet ein Film mehr, wird einfach gewartet, bis er den Preis erreicht hat, den ich bereit bin, für das Produkt auszugeben. Ganz still und leise gewartet. Ohne zu jammern. Wieso können das nicht einfach alle Menschen so handhaben? Und wann ist eigentlich das Preis-/Leistungsbewusstsein verloren gegangen? Vor oder nach der Geiz-ist-geil-Werbung?

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Kampf dem Restverstand: Das Model und der Freak

Dienstag. 21:15 Uhr. Kopfschmerzen. Für die meisten Menschen wäre dies ein Grund ins Bett zu gehen. Für mich jedoch war es ein Grund, sich zum ersten Mal „Das Model und der Freak“ anzuschauen. Wenn ich schon die durch solche Sendungen oft verursachten Kopfschmerzen habe, kann ich sie ja auch gleich sinnvoll nutzen… „Das Model und der Freak“ stellt eine weitere Doku-Soap des Qualitätssenders ProSieben dar. Die Zutaten sind ganz einfach: Man nehme zwei weibliche Models, die aufgrund einer nicht zu erklärenden Selbstüberschätzung davon überzeugt sind, neben einem hübschen Lächeln auch noch andere positive Fähigkeiten aufzuweisen. Diesen stelle man zwei verkorkste Loser (eigentlich sympathische Individualisten) zur Seite, an denen die Models ihren Gottkomplex ausleben und neue, bessere Menschen erschaffen können. Dass solch eine Schöpfung nicht ganz einfach ist, sollte jedem klar sein: Immerhin hat selbst Gott mehrere Tage benötigt – und der hat gerade mal die Erde und nicht den perfekten Menschen erschaffen. So sind trotz der geballten Macht unserer beiden Über-Models mehrere Schritte notwendig, um die Freaks in wahre Frauenträume zu verwandeln. Schritt 1 – Das Kennenlernen Während sich unsere beiden Models auf einer Couch räkeln, als würden sie glauben, gerade einen Regisseur von sich überzeugen zu müssen, werden nacheinander die beiden männlichen Tonfiguren hereingeführt. Dank ihrer Fähigkeit, in Sekundenschnelle auch die verwinkelsten Gänge der Seele zu erkunden, können unsere beiden Model-Psychologinnen die jeweiligen Probleme ihrer Haustiere auf Anhieb erkennen und unverzüglich entsprechende Maßnahmen einleiten. Was hätte bloß aus Sigmund Freud werden können, hätte er damals solch eine Unterstützung erhalten. Schritt 2 – Die Selbst-/Fremdeinschätzung Von beiden Freaks werden in locker-ungestellter Atmosphäre Videos aufgenommen. Nach völlig falscher Selbsteinschätzung der beiden geistigen Pubertätsverweigerer werden diese Videos dritten Personen gezeigt, welche dann in der für ProSieben bekannten feinfühligen Art wiederum ihre Meinung kundtun dürfen. Da man, um etwas Neues zu beginnen, mit dem Alten abschließen muss, wird das nach dieser Aktion noch übrig gebliebene Selbstbewusstsein vernichtet, indem junge Frauen gefragt werden, ob sie mit den beiden Herren gerne ausgehen würden. Wichtig hierbei ist, auf jeden Fall solche Frauen auszuwählen, die offensichtlich nicht zur Zielgruppe gehören (so wie man auch einen Vegetarier fragt, ob er gerne Schweineschnitzel isst). Schritt 3 – Das Auftreten Ja, die richtige Körperhaltung will gelernt sein. Und da die beiden freakigen Bewegungslegastheniker selbst dazu zu blöde sind, zeigen ihnen unsere beiden selbsternannten Männerträume, wie Mann sich zu bewegen hat, will er einen positiven Eindruck bei den Ladies hinterlassen. An dieser Stelle muss ich unsere Models jedoch in Schutz nehmen: Wer wüsste besser, wie sich ein männlicher Verführer zu bewegen hat, als jemand, der schon unzählige Male durch solch einen Blender in die Begattungsstarre versetzt wurde? Schritt 4 – Das Selbstbewusstsein Was viele bereits geahnt haben, wird durch „Das Model und der Freak“ wissenschaftlich belegt: Selbstbewusstsein erhält man nicht, indem man mit sich selbst im Reinen ist. Nein, dazu bedarf es einer männlichen Aktion. Eine Aktion, so mutig, so waghalsig, so außergewöhnlich, dass man sich jederzeit an sie erinnern und zu sich selbst sagen kann „damals gehörte mir dieser Moment, morgen die ganze Welt“. Ihr ahnt es sicher schon: Um Selbstbewusstsein zu erlangen, benötigt man einen Bungee-Sprung. Und ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Es gehört wahrlich eine Menge Mut und Männlichkeit dazu, sich auf eine Plattform zu stellen, die Augen zu schließen und sich von dem Betreuer schubsen zu lassen. Schritt 5 – Die optische Anpassung Nachdem unsere beiden Alleskönner-Models die Seelen ihrer Untergebenen vor dem Teufel, auch Charakter genannt, gerettet haben, darf natürlich eine Anpassung der Optik nicht fehlen. Lange Haare? Drei-Tage-Bart? Schwarze Metal-Shirts? Also bitte: Das ist doch schon seit mindestens zwei Wochen out. Und da ein eigener Stil sogar schon wesentlich länger nicht mehr gefragt ist, wird ab sofort eine gegelte Kurzhaarfrisur und die komplette Sommerkollektion des örtlichen H&M-Marktes getragen. Jedenfalls bis zur Veröffentlichung der Herbstkollektion. Und geschafft: Die Model-Herrenrasse hat zwei neue Mitglieder. Diese sehen jetzt zwar aus, als wären sie dem Klonlabor eines blinden Modedesigners entsprungen, aber hier geht es ja nicht um Individualität, sondern darum, sich den Menschen ohne eigene Meinung bestmöglich anzupassen. Dienstag. 22:15 Uhr. Hirntot. Keine Kopfschmerzen mehr. Danke ProSieben.

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In aller Kürze: Die Xbox 360 und die PlayStation 3 als HD-Player im Vergleich

Lange 3 ½ Wochen hat es gedauert, doch seit gestern halte ich nun endlich meinen ersten Blu-ray-Player, auch unter dem irreführenden Namen „PlayStation 3“ bekannt, in meinen Händen. Und ich muss zugeben: Ein schönes Gerät. Aufgrund der langen Lieferzeit konnte ich mich in den letzten Wochen seelenruhig mit Blu-ray Discs und Zubehör, wie zum Beispiel der PS3-Fernbedienung, eindecken. Als die Konsole gestern eintraf, warteten die Filme „Casino Royale“, „Into The Blue“, „Ultraviolet“, „Alien vs. Predator“ und „Ghost Rider“ bereits begierig darauf, von mir geschaut zu werden. Die Inbetriebnahme der Konsole war schnell erledigt: Auspacken, anschließen, einschalten, Konfiguration durchführen, Firmware-Update ziehen, fertig. Insgesamt hat mich die komplette Prozedur ca. 30 Minuten gekostet. Da ich auch eine Xbox 360 (welche ich sogar zum Spielen benutze) samt Xbox 360 HD-DVD-Player mein Eigen nenne, bleibt ein Vergleich der beiden Systeme nicht aus: Was die Bildqualität angeht, brauchen sich beide Systeme nicht voreinander zu verstecken. Egal ob HD DVD oder Blu-ray Disc, ob VC-1- oder MPEG-2-kodiert, ob HDMI-, Komponenten- oder VGA-Kabel, beide Geräte zaubern gestochen scharfe, unglaublich detaillierte und zutiefst farbenfrohe Bilder auf den Fernseher. So und nicht anders müssen Filme in den eigenen vier Wänden und der heutigen Zeit aussehen. Tontechnisch gesehen gewinnt bei mir die Xbox 360. Da mein Receiver kein PCM-Signal verarbeiten kann, muss ich mich bei der PlayStation 3 meist mit Dolby Digital zufrieden geben. Die Xbox 360 hingegen konvertiert die höherwertigen HD-Tonsignale in ein DTS-Signal, welches eine höhere Bitrate als Dolby Digital aufweist und mir einen Tick dynamischer vorkommt. Falls auch die PS3 solch eine Funktion bietet, bin ich für einen kleinen Hinweis darauf, wo ich diese Einstellung finden kann, sehr dankbar. Bei der Bedienung muss man ganz klar zwischen Player und Media Center bzw. Spielekonsole unterscheiden. Gibt als aufgrund der gelungenen Fernbedienungen beim Einsatz als Player keinen Gewinner, sieht dies bei anderer Nutzung freilich ganz anders aus. Das Dashboard der Xbox 360 ist wesentlich strukturierter und übersichtlicher als die Cross Media Bar (XMB) der PlayStation 3, welche nicht nur auf den ersten Blick zu überladen wirkt. Dafür punktet die PlayStation 3 bei der Lautstärke – und das gewaltig. Während ich die Lüfter der Xbox 360 im Filmbetrieb deutlich höre, schnurrt die PlayStation 3 so leise vor sich hin, dass ich mich schon in die Nähe der Konsole begeben muss, um sie hören zu können. Auch nach drei Filmen am Stück drehten die Lüfter gestern nicht auf, so dass die PS3 selbst in ruhigen Passagen niemals negativ auffiel. Daran sollte sich Microsoft definitiv ein Beispiel nehmen. Auf die Optik der Geräte gehe ich nicht sonderlich ein. Welche Hardware einem mehr zusagt, ist definitiv Geschmacksache – mir persönlich gefällt das Design beider Geräte, auch wenn ich zugeben muss, dass die PS3 durch ihre glänzende Oberfläche einen höherwertigen Eindruck macht (dafür aber auch ein Staubfänger vor dem Herrn ist). Insgesamt betrachtet schenken sich beide Geräte nicht viel und bieten ein tolles Preis-/Leistungsverhältnis (Spielekonsole, HD-Player, Media Center). Allerdings darf man dabei nicht vergessen, dass ein entsprechendes Equipment nötig ist, um die zahlreichen Funktionen auch wirklich nutzen zu können (HD-Fernseher oder -Beamer, Surround-Anlage, DSL).

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Bitte nicht lesen: CineKie reimt…

Der gute konna hat einen neuen Wettbewerb gestartet: Poetrystars – Reim Dich oder ich fress Dich! Um zu zeigen, dass auch Kinosesselfurzer wie ich trotz der medialen Dauerberieselung durchaus noch in der Lage sind, den einen oder anderen minderwertigen Reim zu erschaffen, habe ich meiner nicht vorhandenen Kreativität freien Lauf gelassen. Für etwaige beim oder nach dem Lesen auftretende Folgeschäden übernehme ich keinerlei Verantwortung… Ich nenne dieses wunderschöne Gedicht: Nur ein Hobby Seit Jahren schon, ich kann euch sagen, muss ich den größten Mist ertragen. Schau Action, Horror und auch Dramen, ihr könnt es sicher schon erahnen: Müll…ist überall dabei, dennoch bleib ich Filmen treu. Ich schau sie an, auch wenn ich weiß, dieser Film ist großer Scheiß. Wie, werdet ihr euch sicher fragen, wie kann er diesen Mist ertragen? Wieso, um alles in der Welt, opfert er seine Zeit, auch wenn’s ihn quält? Nun, die Antwort ist ganz leicht: Weil’s mein Hobby ist, das reicht. Und unter uns, ganz im Vertrauen, auch schlechte Filme muss man schauen. Denn nur so, das ist ganz klar, nimmt man Filme richtig wahr. So ist im Vergleich mit Uwe Boll, selbst ein Film von Spielberg toll. Und außerdem, vergesst das nicht, mach ich das doch nicht nur für mich: All die Reviews, die ich schreib, schreib ich für euch, und das mit Freud! Um euch zu warnen vor den Schlechten, um euch zu leiten zu den Rechten. Mein Dank gilt euch, ihr Kommentatoren, ihr zeigt mir, dass meine Mühen sich lohnen. Und so wünsche ich euch weiterhin viel Spaß, mit allem, was ich auf diesem Blog verfass!

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Videospielverfilmungen, die Dritte und Letzte!

Es wird langsam Zeit für den dritten und letzten Teil meines Specials über Videospielverfilmungen. Los geht’s mit der Verfilmung eines der wohl bedeutendsten Spiele überhaupt: Doom. Leider kann der dazugehörige Film aus dem Jahr 2005 nicht mit der Qualität des Spiels mithalten. Die Darsteller Dwayne „The Rock“ Johnson und Karl Urban sowie die Inszenierung durch Andrzej Bartkowiak („Romeo Must Die“, „Exit Wounds“) überzeugen zwar, doch der Inhalt lässt arg zu wünschen übrig. Im Endeffekt handelt es sich bei „Doom“ um einen gut gemachten Resident-Evil-Klon, in dem eine Spezialeinheit gegen aggressive Mutanten antreten muss. In Erinnerung bleibt eigentlich nur die innovative Ego-Shooter-Sequenz zum Ende des Films, in der wir die Geschehnisse aus Karl Urbans Augen miterleben dürfen. Wirklich nett gemacht, aber zu wenig, um den Film aus der Mittelmäßigkeit zu retten. Auch Uwe Boll war 2005 sehr fleißig und bescherte uns mit Alone In The Dark und BloodRayne gleich zwei Filme, wobei leider beide den Trash-Charme von „House Of The Dead“ vermissen lassen. Aber zwei Dinge muss man Boll zugestehen: Zum einen stellen beide Film eine qualitative Steigerung dar und zum anderen weiß Boll, wie er nahmhafte Stars für seine Projekte gewinnen kann. So spielen in „Alone In The Dark“ immerhin Christian Slater, Tara Reid und Stephen Dorff mit, während er für „BloodRayne“ Kristanna Loken, Michael Madsen, Udo Kier, Meat Loaf, Michael Paré, Billy Zane, Michelle Rodriguez und Sir Ben Kingsley verpflichten konnte. Beeindruckend, Herr Boll! Bevor ich jetzt falsch verstanden werde: Gut sind die Filme deswegen nicht. Schlecht allerdings auch nicht. Eher…belanglos. Die Darsteller spielen nicht schlechter als in anderen Filmen, die Effekte sind gar nicht übel und auch die Storys würden für einen unterhaltsamen Abend vermutlich reichen. Jedoch weist die Dramaturgie in beiden Filmen eklatante Schwächen auf. Böse Zungen behaupten, Uwe Boll sei zwar engagiert, aber einfach kein (guter) Geschichtenerzähler. Immerhin wissen die Audiokommentare der beiden DVDs erneut zu begeistern – und man sieht in „BloodRayne“ Kristanna Lokens Brüste! Also wenn das nichts ist… Ebenfalls 2005 erschien House Of The Dead 2, welcher jedoch nicht von Uwe Boll inszeniert wurde (wieso eigentlich nicht?). Da ich diesen Film zu meiner großen Schande noch immer nicht gesehen habe, kann ich mir kein Urteil darüber erlauben. Es wird jedoch gemunkelt, er sei besser als der erste Teil… 2006 stieg Christophe Gans ins Geschäft der Videospielverfilmungen ein und inszenierte Silent Hill. Da Gans zuvor mit „Crying Freeman“ und „Pakt der Wölfe“ zwei absolute Vorzeigetitel in die Welt gesetzt hatte, waren die Erwartungen an „Silent Hill“ entsprechend hoch, konnten aber nur teilweise erfüllt werden. Während die Atmosphäre als äußerst gelungen bezeichnet werden darf, bietet die verworrende Story und der generelle Aufbau der Geschichte Anlass zur Kritik. Da ich in diesem Fall sogar eine eigene Review vorweisen kann, lehne ich mich mal entspannt zurück und verweise auf diesen Link. Als ziemlich sinnlos (aber unterhaltsam) kann man den ebenfalls 2006 von Corey Yuen inszenierten feuchten Männertraum Dead Or Alive bezeichnen. Der Film basiert auf eine Prügelspielserie, die dadurch bekannt wurde, dass die Brüste der Kämpferinnen beweglich waren – noch Fragen? Eine richtige Geschichte gibt es eigentlich nicht, aber welcher männliche Zuschauer braucht auch eine Geschichte, wenn attraktive Frauen wie Holly Valance, Jaime Pressly, Devon Aoki und Sarah Carter im Bikini irgendwelche Männer oder im günstigsten Fall sich gegenseitig vermöbeln? Immerhin sind die Kämpfe im wahrsten Sinne des Wortes nett anzusehen (es wird Zeit für eine HD DVD). Vorallem der im Regen stattfindende Kampf zwischen Holly Valance und Sarah Carter wurde äußerst stimmig inszeniert. Da der Film sich zu keiner Minute wirklich ernst nimmt und man endlich mal wieder Eric Roberts zu sehen bekommt, kann man durchaus von einem gelungenen Ergebnis sprechen. Auch in diesem Jahr werden wir noch einige Pixelhelden auf der Leinwand oder im Heimkino bewundern dürfen. Demnächst startet Milla Jovovich in Resident Evil: Extinction ihren dritten Angriff auf die Zombies. Inszeniert wird das Spektakel vom Highlander-Regisseur Russell Mulcahy. Und wenn man dem (ungeschnitten) Trailer glauben darf, wird die Serie im dritten Teil endlich so blutig, wie sie bereits von Anfang an hätte sein sollen. Auch Uwe Boll ist nicht untätig und steht 2007 gleich mit vier (in Zahlen 4) Filmen und zahlreichen Stars (u.a. Jason Statham, John Rhys-Davies, Ray Liotta, Burt Reynolds und Ron Perlman) in den Startlöchern: Während er mit Postal jegliche Humorgrenze des guten Geschmacks überschreiten dürfte, hält er mit Seed den nach eigener Aussage brutalsten Film aller Zeit für uns bereit. Wir werden sehen… Außerdem am Start: In The Name Of The King: A Dungeon Siege Tale und BloodRayne II: Deliverance, in dem statt Kristanna Loken nun Natassia Malthe in den Krieg gegen die Vampire zieht. Ich bin gespannt, wessen Brüste schauspielerische Qualitäten mir mehr zusagen. Auch der Hitman in Gestalt von Timothy Olyphant („Scream 2“, „Stirb Langsam 4.0“) wird uns bald einen Besuch abstatten. An seiner Seite: Dougray Scott. Ein Wiedersehen mit den allseits beliebten Außerirdischen wird es in Aliens vs. Predator geben. Diesmal wird eine kleine Stadt in Schutt und Asche gelegt. Da Paul W.S. Anderson seine Finger beim Sequel nicht im Spiel hat, befürchte ich Schlimmes. Für 2008 hat Uwe Boll auch schon ein Eisen im Feuer: Til Schweiger wird als Jack Carver in der Verfilmung von Far Cry seinen Mann stehen. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass dies nicht Bolls einziger Film sein wird. Für 2009 geplant (diesmal ohne Boll): Alone In The Dark 2. Es kommt in den nächsten Monaten/Jahren also noch einiges auf uns zu. Dennoch frage ich mich, wann endlich die echten Klassiker der Videospielgeschichte verfilmt werden. Wie wäre es mit einem Pong – Der Film? Oder Pac-Man und der Fluch der gelben Kugel? Oder Tetris – Ein Bauklötzchen räumt auf? Da schlummern doch die wahren Meisterwerke! Also los, Herr Boll: Ran ans Werk!

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Paramount und Dreamworks veröffentlichen exklusiv auf HD DVD

Wie Paramount und Dreamworks heute bekannt gegeben haben, werden die beiden Firmen bei HD-Veröffentlichungen künftig exklusiv auf die HD DVD setzen. Eine Veröffentlichung auf Blu-ray-Disc ist nicht mehr vorgesehen. Da ich weder an dem einen, noch an dem anderen Format beteiligt bin, könnte mir diese Nachricht eigentlich egal sein. Könnte. Eigentlich. Uneigentlich jedoch freue ich mich über diese Entwicklung. Es gibt nämlich drei sehr gute und durch und durch objektive Gründe, die HD DVD der Blu-ray-Disc vorzuziehen und ihr den Sieg zu wünschen:
  • Im Gegensatz zum Konkurrenten sind bei der HD DVD alle Funktionen lauffähig. Während Blu-ray-Nutzer diverse Features wie z.B. Bild-in-Bild-Kommentare erst ab der nächsten Player-Generation nutzen können, gehören diese bei der HD DVD aufgrund festgelegter Spezifikationen längst zum Alltag.
  • Seit Monaten wird die HD DVD als der große Verlierer gehandelt, fast täglich liest man auf entsprechenden Seiten, dass das Ende kurz bevor steht. Mal ehrlich: Im Kino drückt ihr doch auch lieber dem sympathischen Loser die Daumen – oder fiebert ihr mit dem großspurigen Schönling mit?
  • Die roten HD-DVD-Hüllen sind einfach viel schicker als die blauen Blu-ray-Hüllen!
Auf jeden Fall wurden die Karten durch diesen Deal neu gemischt, es stehen uns aufregende Wochen/Monate im Formatkrieg bevor. Meine beiden Wünsche für die nächsten 12 Wochen:
  • Warner zieht nach und gibt die exklusive Veröffentlichung auf HD DVD bekannt.
  • Fox wird neutral und veröffentlicht auf beiden HD-Medien.
Ich für meinen Teil werde weiterhin meiner Linie treu bleiben und nach Möglichkeit die HD DVD bevorzugen. Filme werden nur auf Blu-ray-Disc gekauft, sofern absehbar ist, dass sie in naher Zukunft nicht auf HD DVD erscheinen werden. So oder so wird eines der beiden Formate ein Griff ins Klo sein. Eine dauerhafte Koexistenz wäre zwar wünschenswert, so recht glauben mag ich daran jedoch nicht. Was bleibt, ist die Hoffnung, dem richtigen Format seine Seele verkauft zu haben. Um diesen Beitrag mit der Werbezeile von „Alien vs. Predator“ abzuschließen:

Egal wer gewinnt, wir (die Early Adaptors) verlieren!

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Demnächst: Jackie Chan und der Silver Surfer

Gesehen habe ich „Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer“ (steht seinem Vorgänger an Unterhaltungswert in nichts nach) und „Rush Hour 3“ (guter Durchschnitt, aber auch nicht mehr) bereits, aber das Wetter bzw. meine daraus resultierenden Kopfschmerzen machen mir einen Strich durch die Reviews-sollten-spätestens-am-nächsten-Tag-geschrieben-werden-Rechnung. Ich verspreche hoch und heilig, meiner „Pflicht“ im Laufe des Wochenendes nachzukommen und euch dann im gewohnt langatmigen kurzweiligen Stil meine ausführliche Meinung zu den beiden Filmen zu präsentieren.

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Bye, bye, DVDs! Es war ’ne geile Zeit, aber irgendwann ist alles mal vorbei…

Okay, der Titel ist eventuell ein wenig übertrieben und dramatisch ausgefallen… Selbstverständlich werde ich mich nicht von meinen DVDs trennen. In meiner Sammlung steckt zu viel Geld, zu viel Arbeit und zu viel Sammlerwahn, als dass ich sie einfach auflösen könnte. Allerdings werde ich künftig grundsätzlich auf HD-Medien setzen und nur noch bei TV-Serien und in absoluten Ausnahmefällen zur DVD greifen. Wieso? Weshalb? Warum? Ganz einfach: Dank eines unwiderstehlichen Angebots (Konsole + zusätzlicher Controller + Motor Storm + F1 Championship Edition für 432,- Euronen) darf ich in wenigen Tagen eine Playstation 3 mein Eigen nennen. Gut, die Spiele sind mir eigentlich relativ egal. Was wirklich zählt: Mit der PS3 bekomme ich endlich einen Blu-ray-Player! 🙂 Da ich somit sowohl HD DVDs als auch Blu-ray-Discs abspielen kann, werde ich meine Kaufkraft künftig hauptsächlich auf die neuen Medien konzentrieren. Und da die Neuerscheinungen derzeit noch äußerst…übersichtlich ausfallen, wird mein Geldbeutel es mir trotz der obigen Investition danken. 😉 Schöne neue scharfe Welt!

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