Ein kurzes Fazit zu … „Under The Skin“

22. Oktober 2014 | Filmtagebuch | 3 Kommentare

Under The SkinAuf der Suche nach alleinstehenden Männern fährt eine namenlose Schönheit (Scarlett Johansson) in ihrem Lieferwagen durch die Straßen, passende Opfer lockt sie unter Einsatz ihres attraktiven Körpers in ein düsteres Haus. Statt Sex wartet auf die Männer dort jedoch nur der Tod in Form einer den Körper verschlingenden Flüssigkeit. Denn bei der Schönheit handelt es sich um ein Alien, dessen Rasse die menschlichen Körper industriell verarbeitet und nur die Haut übrig lässt. Als das Alien auf einen deformierten Mann trifft, entwickelt es jedoch unerwartet menschliche Gefühle …

Nein, „Under The Skin“ ist kein Science-Fiction-Beitrag fürs Massenpublikum. Gesprochen wird in dem doch sehr speziellen Film wenig, erklärt wird noch weniger. Oft wird eine Situation sekundenlang aus starrer Kameraperspektive heraus gezeigt, ausschließlich unterlegt von monotoner Musik, bis dann abrupt in die nächste Szene gesprungen wird. Die Handlung muss man sich als Zuschauer mühsam selbst zusammenreimen, ist oft eine Frage der persönlichen Interpretation und ergibt sich fast ausschließlich aus kleinen Gesten der (erstaunlich freizügigen) Hauptdarstellerin und den meist kühlen, in wichtigen Szenen aber auch faszinierenden bis beeindruckenden Bildern.

Wer sich darauf nicht einlassen kann (oder möchte), sollte einen weiten Bogen um „Under The Skin“ machen. Science-Fiction-Fans, die gerne auch mal einen Blick abseits des Mainstreams riskieren, dürften den Film hingegen dankbar annehmen. Denn auch wenn „Under The Skin“ weder spannend noch inhaltlich besonders originell ist, so geht von dem Film doch eine ganz eigene Faszination aus – was insbesondere mit Blick auf den typischen Hollywood-Einheitsbrei nicht das Schlechteste ist.

Meine Wertung: 7/10

„Under The Skin“ ist seit dem 10. Oktober 2014 als DVD, Blu-ray & VoD erhältlich.

3 Kommentare

  1. Hallo Sven,

    ich denke, den Film werde ich mir mal anschauen müssen, GERADE weil du schreibst, dass es nicht jedermanns Sache sein wird 😉
    Zumindest hört es sich interessant an und Scarlett Johansson kann man sich ja durchaus ansehen 😉

    Viele Grüße,

    Daniel

    Antworten
    • Hey Daniel,

      mach das – und dann berichte bitte mal, wie dir der Film gefallen hat!

      Die Meinungen gehen (erwartungsgemäß) ja extrem auseinander …

  2. Kann ich gut nachvollziehen. Ich hatte nun das Glück, den Film zwei Mal im Kino erleben zu dürfen und bin nach wie vor von dessen Klasse und Einzigartigkeit im heutigen Kino überzeugt. Besonders gut gefällt mir, dass dies einer der ganz wenigen Filme ist, die visuell erzählt werden. Gesprochen wird ja entweder gar nicht oder in so einem tief-schottischen Akzent, dass man ohnehin nichts versteht. Dafür sind Bilder und die Musik grandios komponiert.

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