Amerika in den 50er Jahren. Um sein Gehalt aufzubessern, verkauft der Lastwagenfahrer Frank Sheeran (Robert De Niro) Teile seiner Fleischladung an die örtliche Mafia. Durch einen Zufall lernt er Russell Bufalino (Joe Pesci), das Oberhaupt einer einflussreichen Mafia-Familie, kennen und steigt dadurch erst zum Auftragsmörder, später dann zum persönlichen Leibwächter des Gewerkschaftsführers Jimmy Hoffa (Al Pacino) auf …
Es kommt äußerst selten vor, dass ich das Bedürfnis verspüre, einen Film vorzeitig abzubrechen. Doch selbst wenn, schaue ich ihn mir grundsätzlich trotzdem bis zum Ende an. Man weiß ja nie, wie sich ein Film noch entwickelt. Bei „The Irishman“ hatte ich dieses Bedürfnis nach knapp 30 Minuten. Das Tragische daran: An diesem Punkt hatte ich noch drei Stunden vor mir.
Ja, Regisseur Martin Scorsese ist ein Meister seines Fachs und gehört zu Recht zu den ganz Großen. Ja, die Besetzung ist grandios. Robert De Niro, Al Pacino, Joe Pesci und Harvey Keitel gemeinsam in einem Film zu sehen, ist einfach toll. Und ja, auch Ausstattung und Kameraführung sind über alle Zweifel erhaben. Das nützt aber alles nichts, wenn der Film so distanziert, nüchtern und zäh inszeniert ist, dass mich sowohl die Figuren als auch die Geschichte völlig kalt lassen und ich einfach nur gelangweilt auf das Ende warte. Als Dokumentation hätte mir „The Irishman“ vielleicht sogar gefallen, doch als Spielfilm funktioniert dieser dröge Realismus für mich einfach nicht.
Meine Wertung: 5/10 (Cineasten dürfen an dieser Stelle gerne die Nase rümpfen und mitleidig auf mich herabblicken)
„The Irishman“ kann derzeit bei Netflix geschaut werden.
[youtube https://www.youtube.com/watch?v=fAn07tcHJ5k]
Kurz abgehakt: „The Irishman“ (2019)
8. April 2020 | Filme und Serien | 0 Kommentare
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