Yummy (2019)

Eigentlich möchte Alison (Maaike Neuville) sich lediglich ihre Brüste verkleinern lassen, doch als in der osteuropäischen Schönheitsklinik plötzlich Zombies durch die Gänge schlurfen, müssen sie und ihr Freund stattdessen um ihr Leben kämpfen. Erfreulich absurd-makabere und kompromisslose Horrorkomödie mit schönen handgemachten Effekten – und der mit Abstand schlechtesten Synchronisation, die meine Ohren seit langer Zeit ertragen mussten. Aber gut, dafür kann der Film natürlich nichts – und auf eine gewisse Art war die Synchro ja irgendwie auch ganz unterhaltsam.

Meine Wertung: 7/10

Follow Me (2020)

Während sie einen exklusiven Escape Room in Russland spielen, müssen Cole (Keegan Allen) und seine Freunde feststellen, dass die Rätsel tödliche Gefahren in sich bergen. „Escape Room“ trifft auf „Hostel“ und … nein, den anderen Titel zu nennen, würde die ohnehin nur bedingt überraschende Auflösung vorwegnehmen. Trotz einer (speziell für Filmkenner) nicht zu leugnenden Vorhersehbarkeit und der zweifellos arg konstruierten Handlung ein durchaus atmosphärischer, böser kleiner Thriller.

Meine Wertung: 6/10

Fear – Wenn Liebe Angst macht (1996)

Teenagerin Nicole (Reese Witherspoon) verliebt sich in den charmanten David (Mark Wahlberg), nicht ahnend, dass dieser ein brutaler Psychopath ist. Ein typischer 90er-Thriller – und ja, das ist durchaus als Kompliment gemeint. Aus heutiger Sicht vielleicht etwas zu altbacken und unspektakulär, aber wer wie ich mit solchen Filmen aufgewachsen ist, wird ihn sicher auch heute noch zu schätzen wissen. Außerdem ist es irgendwie niedlich, die jungen Reese Witherspoon und Mark Wahlberg zu sehen. Hach, die Kleinen werden aber auch immer so schnell erwachsen …

Meine Wertung: 7/10

Guns Akimbo (2019)

Tja, hätte er mal lieber seine große Klappe gehalten: Weil er die Zuschauer des illegalen Streamingdienstes SKIZM, bei dem Kriminelle bis zum Tod gegeneinander antreten, beleidigt hat, bekommt der Nerd Miles (Daniel Radcliffe) Besuch vom Organisator. Dieser schraubt dem Hosenscheißer Waffen an die Hände und hetzt seine beste Killerin Nix (Samara Weaving) auf ihn – während die Welt gebannt vom Bildschirm aus zuschaut. Zugegeben, subtiler Humor geht anders. Und ja, die immer mal wieder durchblitzende Gesellschaftskritik lässt sich nur mit äußerstem Wohlwollen als solche identifizieren. Aber hey, dafür macht der Film auf seine makabere, brutale und komplett sinnbefreite Art einfach nur Spaß – und so was muss halt auch einfach mal sein.

Meine Wertung: 8/10

SMS für Dich (2016)

Zwei Jahre nach dem Tod ihres Verlobten schickt Clara (Karoline Herfurth) zwecks Trauerbewältigung Nachrichten an dessen Mobilfunknummer. Diese gehört inzwischen jedoch dem Journalisten Mark (Friedrich Mücke), der sich prompt in die ihm unbekannter Absenderin verliebt. Grundsätzlich stehe ich deutschen Filmen eher skeptisch gegenüber, aber Karoline Herfurth und insbesondere Nora Tschirner gehen einfach immer. Daher habe ich „SMS für Dich“ einfach mal eine Chance gegeben – und wurde positiv überrascht. Durchaus sympathisch und vergnüglich, auch wenn die Amis es irgendwie einfach besser hinbekommen, den für romantische Komödien typischen Kitsch und die unglaubwürdigen Absurditäten organischer wirken zu lassen.

Meine Wertung: 7/10

Joker (2019)

Von der Gesellschaft enttäuscht und im Stich gelassen, gibt der erfolglose Stand-up-Comedian Arthur Fleck (Joaquin Phoenix) immer öfter seiner dunklen Seite nach – und wird so zum legendären Joker. Die Bilder sind toll und Joaquin Phoenix spielt sich die Seele aus dem Leib, aber so richtig wollte der Funke bei mir dennoch nicht überspringen. Die psychologischen und gesellschaftskritischen Aspekte werden viel zu oberflächlich behandelt, von den Unruhen auf den Straßen und der brodelnden Atmosphäre habe ich absolut nichts gespürt und die Entwicklung vom isolierten Einzelgänger zum Anführer einer Revolution wirkte auf mich dann doch etwas zu weit hergeholt. Eine Enttäuschung auf hohem Niveau.

Meine Wertung: 7/10