Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich bin übersättigt. Während ich mich früher auf (fast) jeden neuen Film gefreut habe, platzt meine Watchlist dank Netflix, Amazon Prime Video, Disney+, … inzwischen aus allen Nähten. Von meinen noch nicht geschauten Filmen auf DVD und Blu-ray fange ich lieber gar nicht erst an. Dieser ständige Nachschub an (oftmals „leider“ auch noch interessanten) Filmen sorgt dafür, dass es sich für mich immer mehr wie Arbeit anfühlt, dem Nachschub Herr zu werden.

Das ist auch der Grund, wieso hier seit fast einem Jahr nichts passiert ist: Da ich schon mit dem reinen Schauen kaum bis gar nicht hinterherkomme, liegt meine Motivation, über die „abgearbeiteten“ Filme auch noch zu schreiben, knapp über Null. Andererseits macht es mich aber natürlich auch traurig, mein Blog so dahinsiechen zu lassen. Immerhin stecken hier viele Jahre Arbeit (und Erinnerungen) drin.

Daher werde ich jetzt mal einen Mittelweg versuchen, soll heißen: Ich veröffentliche wöchentlich eine kurze Zusammenfassung, welche Filme (und ggf. Serien) ich geschaut und wie sie mir gefallen haben. Die Betonung liegt hierbei auf „kurz“, denn ich werde jeweils nur ein … zwei … drei … wenige Sätze schreiben. Sollte ich das Bedürfnis verspüren, über einen Film doch mal mehr zu schreiben, kann ich diesem immer noch einen eigenen Blogbeitrag widmen.

Mal schauen, vielleicht kommt so ja auch die Motivation zurück. Schon während ich diese Zeilen tippe, merke ich, dass mir das Bloggen über Filme doch irgendwie fehlt … aber bevor ich jetzt rührselig werde, lege ich lieber mit meinem ersten Wochenrückblick los – wobei dieser tatsächlich extrem kurz ausfällt, denn letzte Woche habe ich gerade mal zwei Filme geschaut:

Run (2020)

Die auf den Rollstuhl angewiesene 17-jährige Chloe (Kiera Allen) findet heraus, dass ihre Mutter (Sarah Paulson) ein düsteres Geheimnis vor ihr verbirgt. Bei den Kritikern kam dieser knackige Thriller zwar nur mäßig gut an, doch bei mir hat er durchaus einen Nerv getroffen: Angenehm straff inszeniert (90 Minuten Laufzeit sei Dank), stark gespielt, trotz vorhersehbarer Auflösung hochspannend und zuweilen bitterböse – was soll ich sagen: Ich habe eine Schwäche für „kleine“ Thriller wie diesen!

Meine Wertung: 8/10

Die Mitchells gegen die Maschinen (2020)

Als eine Künstliche Intelligenz mit Hilfe von Robotern die Kontrolle übernimmt, muss eine Durchschnittsfamilie ihren Road Trip unterbrechen, um die Menschheit zu retten. Toll und insbesondere originell animiertes Familienabenteuer, bei dem ich mehrmals vor Lachen Tränen in den Augen hatte, das aber durchaus auch rührende Momente zu bieten hat. Ein echter Volltreffer – speziell für (Film-)Nerds, die nicht nur die zahlreichen Anspielungen, sondern auch die Verbeugung vor dem Anderssein zu schätzen wissen dürften.

Meine Wertung: 9/10

Und das war’s auch schon für diese Woche – wir lesen uns in sieben Tagen! Ach, und weil es heute so schön passt: May the 4th be with you!

%d Bloggern gefällt das: