[youtube https://www.youtube.com/watch?v=QIwi504RoMs]
Kurz abgehakt: „Fifty Shades of Black – Gefährliche Hiebe“ (2016)
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Ursprünglich sollte dieser Beitrag unmittelbar nach dem Kinostart erscheinen, doch dann dachte ich mir, dass der Film definitiv auch noch 2020 im Kino laufen wird. Und womit könnte ich besser ins neue Blog-Jahr einsteigen, als mit meiner Review zum Finale der Skywalker-Saga?
Worum geht’s
In der Galaxie mehren sich die Gerüchte, dass Imperator Palpatine (Ian McDiarmid) die Zerstörung des zweiten Todessterns überlebt hat und im Geheimen nach neuer Macht strebt. Da Kylo Ren (Adam Driver) seine Rolle als Oberster Anführer der Ersten Ordnung gefährdet sieht, begibt er sich auf die Suche nach Palpatine. Doch auch die Rebellen haben von diesem Gerücht gehört – und so machen sich Rey (Daisy Ridley), Poe (Oscar Isaac) und Finn (John Boyega) auf den Weg, um eine mögliche Rückkehr Palpatines zu verhindern …
Meine Meinung
Von „Das Erwachen der Macht“ war ich damals recht angetan, von „Die letzten Jedi“ eher weniger. Das große Finale der Skywalker-Saga sortiert sich nun genau zwischen diesen beiden Filmen ein – oder anders formuliert: Die Geschichte der Skywalker-Familie hätte schlimmer enden können. Aber auch deutlich besser.
Es beginnt schon damit, dass die Rückkehr des Imperators erschreckend unspektakulär vonstattengeht. Dass Palpatine noch lebt, war seit dem Poster und dem Trailer zwar keine Überraschung mehr, doch wie diese Figur wieder ins Geschehen integriert wird, ist schon fast eine Schande und wirkt ein wenig so, als hätten die Macher nach Snokes Tod in „Die letzten Jedi“ nicht gewusst, wie sie diese Lücke nun schließen sollen. Die gewählte Hauruck-Einführung wirkt leider absolut nicht stimmig. Dabei hätte die Rückkehr des Imperators durchaus das Potential für einen Wow-Moment gehabt – wären z. B. die ersten Minuten aus „Der Aufstieg Skywalkers“ das Ende von „Die letzten Jedi“ gewesen, ich hätte dieses Ende und die Rückkehr Palpatines gefeiert. Aber hierzu hätte für diese Trilogie ein Gesamtkonzept existieren müssen – was bedauerlicherweise wohl nicht der Fall war.
Leider merkt man dies dem fertigen Film auch an. Insgesamt wird in „Der Aufstieg Skywalkers“ relativ viel Zeit dafür verwendet, Entscheidungen und Entwicklungen aus „Die letzten Jedi“ auf die eine oder andere Art zu korrigieren – was für mich, von der übereilten Einführung Palpatines mal abgesehen, auch erstaunlich gut funktioniert hat. Zugegeben, wirklich innovativ ist der Abschluss inhaltlich nicht geraten, doch aus dem Erbe, das „Die letzten Jedi“ hinterlassen hat, haben die Macher meiner Meinung nach noch das Beste herausgeholt.
Hierzu gehört für mich auch, dass der Film sich vornehmlich auf Rey und Ben aka Kylo Ren konzentriert. Zwar bekommen auch Poe und Finn genug Leinwandzeit spendiert (und dürfen endlich auch mal gemeinsam mit Rey als Team agieren), doch machen wir uns nichts vor: Viel mehr als bessere Sidekicks waren die beiden zu keiner Zeit. Die neue Trilogie ist ohne Zweifel die Geschichte von Rey und Ben, die sich nun zum letzten Mal ihrer Herkunft und ihrem Schicksal stellen müssen. Insbesondere Adam Driver läuft als innerlich zerrissener Ben hierbei einmal mehr zur Höchstform auf, während Daisy Ridleys Rey in vielerlei Hinsicht das Erbe Luke Skywalkers antritt und damit über den Tod des beliebten Jedi-Meisters hinwegtröstet.
Dass die Effekte auf dem aktuellen Stand der Technik sind, ist ebenso selbstverständlich wie die Tatsache, dass auch in „Der Aufstieg Skywalkers“ erneut viel Abwechslung gepaart mit Fan-Service geboten wird. Das Highlight ist hierbei sicherlich der Lichtschertkampf zwischen Rey und Ben auf den Trümmern des zerstörten Todessterns. Dennoch muss ich zugeben, dass mich keine der Szenen so richtig mitgerissen hat – irgendwie fehlte mir einfach dieses kleine, erinnerungswürdige Etwas in der Inszenierung. Schwer zu beschreiben, aber vielleicht wisst ihr ja, was ich meine.
Nichtsdestotrotz hatte ich mit „Der Aufstieg Skywalkers“ definitiv meinen Spaß und verließ das Kino mit einem Gefühl tiefer Zufriedenheit. Eine Ära geht zu Ende – und ich bin wahrlich froh, dieses Ende im Kino erlebt zu haben.
Mein Fazit
Etwas mutloser Abschluss der Skywalker-Saga, der mich zwar nicht enttäuscht, aber leider auch nicht begeistert hat. Dennoch ein gelungenes Finale, das die Geschichte zu einem insgesamt dann doch überraschend versöhnlichen Ende führt.
Meine Wertung: 7/10
Mit meinem Blog verhält es sich wie mit John Rambo: Beide sehen so aus, als hätten sie ihre besten Zeiten hinter sich. Um beide ist es so ruhig geworden, dass man meinen könnte, es gäbe sie bereits nicht mehr. Und doch tauchen beide in unregelmäßigen Abständen wieder auf und zeigen, dass immer noch Leben in ihnen steckt. Ob sich das am Leben halten dieses Blogs lohnt, müsst ihr irgendwann entscheiden. Ob sich der neueste Kinoauftritt des berühmten Vietnam-Veteranen meiner Meinung nach lohnt, verrate ich euch … jetzt.
Worum geht’s
John Rambo (Sylvester Stallone) lebt zurückgezogen auf der Ranch seines verstorbenen Vaters, wo er in dessen Haushälterin Maria (Adriana Barraza) und deren Enkelin Gabrielle (Yvette Monreal) eine kleine Ersatzfamilie gefunden hat. Als Gabrielle gegen den Wunsch von Maria heimlich nach Mexiko aufbricht, um dort ihren leiblichen Vater zu suchen, wird sie von Menschenhändlern entführt. Als Maria und Rambo klar wird, dass Gabrielle etwas zugestoßen sein muss, begibt Rambo sich auf die Suche …
Meine Meinung
Ich fasse mal kurz zusammen, was ich bislang über „Rambo: Last Blood“ gelesen habe: 70 Minuten Langeweile gefolgt von 20 Minuten solider und äußerst brutaler Action, die einigermaßen versöhnlich stimmt.
Das Problem ist: Ich habe den Film komplett anders erlebt.
Während sich die meisten Zuschauer an der ruhigen Geschichte rund um Gabrielles Entführung zu stören scheinen und die finale Konfrontation offenbar als actionreiche Erlösung von der Langeweile ansehen, ging es mir genau andersherum. Mir haben sowohl die ruhige Einführung auf der Farm als auch Rambos Suche in Mexiko deutlich besser gefallen als das, was darauf folgt. Gut, nun bin ich vielleicht auch kein geeigneter Maßstab. Schon in „Rambo 2“ ist es nicht die Action, die mich immer wieder abholt, sondern der Moment, wenn Rambo während der Fahrt auf dem Fluss erklärt, dass er entbehrlich sei. Analog hierzu gibt es in „Rambo: Last Blood“ eine Szene, in der John seiner Ziehtochter gesteht, dass er sich niemals geändert hat, sondern sein wahres Ich nur tagtäglich unterdrückt. Eine Szene, die nur ein paar Sekunden dauert, für mich jedoch zu den stärksten Momenten des Films gehört. Nicht zuletzt, weil Stallone es wie schon in „Rambo 2“ schafft, die Melancholie seiner Figur in diesem Moment greifbar zu machen.
Zugegeben, weder weiß der Film wirklich Neues zu erzählen, noch sind die Figuren originell gezeichnet. Und mit dem, was vermutlich die meisten Zuschauer von einem Rambo-Film erwarten, hat die ganze Chose auch recht wenig zu tun. Dennoch haben sowohl die Geschichte als auch die Figuren in all ihrer Einfachheit für mich funktioniert, so dass mir insbesondere Gabrielles Schicksal durchaus nahe ging.
Auf den actionreichen Showdown trifft dies hingegen leider nur bedingt zu. Wenn Rambo im Tunnelsystem unter seiner Farm mit zahlreichen Waffen und Fallen zum brutalen Gegenschlag ausholt, hätte dies durchaus eine atmosphärische Angelegenheit werden können. Leider jedoch beschränkt sich der Film darauf, Rambo nahezu im Sekundentakt Feinde töten zu lassen – in einer Geschwindigkeit und so schnell geschnitten, dass bei mir keinerlei Spannung aufkommen wollte. Versteht mich bitte nicht falsch: Nett anzuschauen ist das Finale (trotz unnötiger CGI) natürlich dennoch, aber mit ein wenig mehr Laufzeit und ein paar Verschnaufpausen zwischen den einzelnen Opfern hätte hier etwas weitaus Packenderes entstehen können. Wirklich schade.
Mein Fazit
Ruhig erzählter Actionthriller, der mich auch ohne besondere Kniffe gut unterhalten hat. Zu schade, dass die Macher beim actionreichen Finale mehr Wert auf Brutalität als auf Atmosphäre und Spannung gelegt haben.
Meine Wertung: 6/10