Mit acht Jahren verletzt Prinzessin Elsa, die über die Kraft verfügt, Schnee, Eis und Frost zu erzeugen, ihre kleine Schwester Anna versehentlich beim Spielen. Um andere Menschen vor Elsa zu schützen, entscheidet sich die Königsfamilie für ein zurückgezogenes Leben. Da Elsa die meiste Zeit in ihrem Zimmer verbringen muss und Anna die wahren Gründe hierfür nicht kennt, entzweien sich die Geschwister mit der Zeit. Als Elsa nach dem Tod der Eltern zur Königin gekrönt wird, kommt es während der Feierlichkeiten zwischen den Schwestern zu einem Streit, in dessen Folge Elsa unbeabsichtigt einen ewigen Winter über das Königreich ausbrechen lässt und sich in einen Eispalast zurückzieht. Nun liegt es an Anna und dem Eisverkäufer Kristoff, das Königreich zu retten …

Nachdem ich ihn nun endlich gesehen habe, muss ich leider sagen: Ich habe keine Ahnung, wieso ausgerechnet dieser Animationsfilm so unfassbar erfolgreich war. Ja, die Technik ist beeindruckend, aber davon ab bietet „Die Eiskönigin: Völlig unverfroren“ absolut nichts, was ich in anderen Film nicht schon besser gesehen hätte. Die Figuren sind sympathisch, haben aber keine echte Tiefe und wirken teilweise extrem beliebig und austauschbar. Speziell Kristoff ist nahezu eine 1:1-Kopie von Flynn aus „Rapunzel – Neu verföhnt“, wobei dessen Pferd Maximus deutlich mehr Charakter hat als Kristoffs Rentier Sven (das dafür definitiv den cooleren Namen trägt). Die Geschichte selbst reißt keine Bäume aus, der Humor ist allzu deutlich auf die Kleineren unter uns ausgelegt und die Lieder wirken stellenweise so bemüht in die jeweilige Szene integriert, als hätten die Macher zwingend möglichst viele Musical-Vorlagen schaffen wollen.

Versteht mich bei all dem Gemeckere bitte nicht falsch: Der Film ist dennoch kurzweilig, speziell für Kinder durchaus unterhaltsam und tricktechnisch wie gesagt beeindruckend – aber zu den großen Meisterwerken des Animationsgenres zählt er für mich nicht.

Meine Wertung: 6/10

„Die Eiskönigin: Völlig unverfroren“ kann derzeit bei Disney+ geschaut werden.

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