Kurz abgehakt: „Underwater – Es ist erwacht“ (2020)

Als ihr Unterwasserlabor durch ein Beben schwer beschädigt wird, versuchen die wenigen Überlebenden die letzten funktionierenden Rettungskapseln zu erreichen. Auf dem Weg dorthin muss die Gruppe rund um Captain Lucien (Vincent Cassel) und Ingenieurin Norah (Kristen Stewart) feststellen, dass sie auf dem Meeresboden nicht allein ist …

Ich verrate euch jetzt was: Ich habe eine Schwäche für Horrorfilme, die auf dem, im oder auch unter Wasser spielen. Dementsprechend groß war meine Vorfreude, als ich von „Underwater – Es ist erwacht“ erfuhr, der nicht nur den Unterwasser-, sondern auch den Creature-Horror-Fan in mir bedient. Leider fällt das Ergebnis jedoch ein wenig ernüchternd aus. Nach einem furiosen Start wird der Film trotz guter Darsteller, bedrohlicher Atmosphäre und gelungener Effekte mit zunehmender Laufzeit leider immer beliebiger, was nicht zuletzt an den schwach ausgearbeiteten Figuren und einem Mangel an eigenen Ideen liegt. Genre-Liebhaber kommen bei dieser Mischung aus „Deep Star Six“, „The Descent“, „Cloverfield“ und „Alien“ dennoch auf ihre Kosten.

Meine Wertung: 6/10

Kurz abgehakt: „Knives Out – Mord ist Familiensache“ (2019)

Am Abend seines 85. Geburtstags nimmt sich der erfolgreiche Krimi-Autor Harlan Thrombey (Christopher Plummer) überraschend das Leben. Während die Polizei den Familienmitgliedern letzte Fragen zum Abend stellt, stößt Privatdetektiv Benoit Blanc (Daniel Craig) auf Ungereimtheiten und beginnt zu ermitteln …

Ich liebe klassische Krimis, bei denen man als Zuschauer rätseln darf, wer der Täter ist. „Knives Out – Mord ist Familiensache“ ist solch ein Krimi – und noch viel mehr. Er ist Krimi, Thriller, Komödie und Gesellschaftssatire in einem. Dazu noch clever geschrieben, ohne jegliche Längen inszeniert, grandios besetzt (u. a. mit Jamie Lee Curtis, Michael Shannon, Toni Collette, Don Johnson, Ana de Armas und Chris Evans) und mit sichtlicher Freude gespielt.

Das muss auch schon reichen, um euch von einem Kinobesuch zu überzeugen, denn ganz ehrlich: Je weniger man im Vorfeld weiß, desto besser. Vertraut mir einfach, dass es sich lohnt!

Meine Wertung: 9/10

Und falls ihr euch nun fragt, wieso ich „nur“ 9 Punkte vergebe: Auch wenn ich oft schmunzeln musste, hätte ich mir den Humor in „Knives Out“ insgesamt dann doch etwas abgedrehter gewünscht. So bleibt „Eine Leiche zum Dessert“ weiterhin mein Favorit – auch wenn dieser in eine etwas andere Richtung geht.

Kurz abgehakt: „Angel Has Fallen“ (2019)

Während eines Angelausflugs kommt es zu einem Drohnenanschlag, den nur Präsident Trumbull (Morgan Freeman) und Mike Banning (Gerard Butler) überleben. Da belastende Beweise gegen ihn auftauchen, hält das FBI Banning für den Täter. Doch dieser kann fliehen und setzt nun alles daran, die wahren Hintermänner ausfindig zu machen und zur Rechenschaft zu ziehen …

Nach „Olympus Has Fallen“ (der mir mit jedem Anschauen besser gefällt) und „London Has Fallen“ ist dies nun bereits der dritte Einsatz des unkaputtbaren Secret-Service-Agenten Mike Banning, wobei er sich dieses Mal in einer actionreichen „Auf der Flucht“-Variante austoben darf. Wobei „unkaputtbar“ nicht so ganz stimmt, denn wie wir zu Beginn des Films erfahren, hat Banning durchaus mit den Auswirkungen seiner bisherigen Einsätze zu kämpfen. Leider spielt dies für den Rest des Films keine Rolle mehr, so dass Gerard Butler sich einmal mehr als Ein-Mann-Armee (mit ein wenig Unterstützung) durch den Film schnetzeln darf. Die Chose wird dabei routiniert, aber komplett überraschungsfrei abgespult. Dasselbe gilt für die Action, die insgesamt zwar solide ausfällt, zuweilen jedoch etwas hektisch geschnitten ist und bei den CGI-Effekten einmal mehr enttäuscht. Aber das kennt man ja bereits aus den Vorgängern. Außerdem vergeht etwas zu viel Zeit, bis der Film so richtig in Schwung kommt – was durch einen gelungenen Showdown aber durchaus wieder ausgeglichen wird. Einen vierten Teil brauche ich nun aber wirklich nicht mehr.

Meine Wertung: 6/10

Kurz abgehakt: „The Secret – Ein tödliches Geheimnis“ (2014)

Nach dem Selbstmord ihres Vorgesetzten entdeckt Jane (Sarah Butler) Ungereimtheiten in den Büchern ihres Arbeitgebers, die auf kriminelle Aktivitäten des Firmeninhabers Thaddeus Gault (Malcolm McDowell) hindeuten. Jane vertraut sich ihrem Kollegen Ronald (Ian Gomez) an, doch dieser entpuppt sich als Mitwisser und informiert den Auftragskiller Frank (D.B. Sweeney). Im leeren Bürogebäude beginnt ein tödliches Katz-und-Maus-Spiel …

Ich gebe zu, dass ich mir „The Secret – Ein tödliches Geheimnis“ einzig und allein wegen Sarah Butler angeschaut habe. Seit ihrer Performance im „I Spit On Your Grave“-Remake hat diese Frau einen Stein bei mir im Brett, doch leider ist in diesem mauen Thriller von dieser Performance nur wenig bis gar nichts zu spüren. Sarah Butler wirkt komplett unterfordert, D.B. Sweeney nur bedingt bedrohlich und Malcolm McDowell in seinen wenigen Minuten komplett abwesend. Auch sonst hinterlässt der Film leider keinen positiven Eindruck, was nicht zuletzt daran liegt, dass das Geschehen ohne jegliches Gespür für Spannung und Atmosphäre komplett ohne Überraschungen und Höhepunkte abgespult wird. Sorry, aber das ist selbst für einen verregneten Donnerstagabend zu wenig …

Meine Wertung: 3/10

Kurz abgehakt: „Ghostland“ (2018)

Gleich in der ersten Nacht werden Pauline (Mylène Farmer) und ihre beiden Töchter Beth (Emilia Jones) und Vera (Taylor Hickson) in ihrem neuen Zuhause von Unbekannten brutal überfallen. 16 Jahre später ist Beth (Crystal Reed) eine erfolgreiche Autorin von Horrorromanen, während Vera (Anastasia Phillips) unter schweren Angststörungen leidet und immer noch bei ihrer Mutter wohnt. Eines Nachts erhält Beth von ihrer Schwester einen mysteriösen Anruf und macht sich auf den Weg zu ihrer Familie – nicht ahnend, was sie dort erwartet …

Nach dem von Kritikern und Publikum gleichermaßen geschätzten „Martyrs“ und dem meiner Meinung nach stark unterschätzten „The Tall Man“ begibt sich Regisseur und Drehbuchautor Pascal Laugier abermals in die Welt menschlicher Abgründe. Und bereitet mir ein großes Problem, denn es ist beinahe unmöglich, über den Film zu schreiben, ohne zu viel zu verraten. Je weniger ihr wisst, desto mehr werdet ihr „Ghostland“ genießen können, weswegen ihr sowohl Filmbesprechungen als auch die Trailer nach Möglichkeit meiden solltet.

Was ich euch allerdings verraten kann, ist, dass Laugier erneut ein düsterer, bedrückender und extrem straff inszenierter Genrefilm gelungen ist, dessen Atmosphäre und Spannung dafür sorgten, dass ich ab der Hälfte des Films, und ich übertreibe jetzt nicht, konstant schweißnasse Hände hatte. Und obwohl „Ghostland“ nicht sonderlich blutig ausfällt, sind einige Szenen in ihrer Darstellung nur schwer zu ertragen, was nicht zuletzt den tollen Darstellerinnen und dem gelungenen Make-up zu verdanken ist.

Auch wenn er die Regeln nicht neu schreibt: definitiv ein feiner Film!

Meine Wertung: 8/10

Kurz abgehakt: „Meg“ (2018)

Als ein Forschungsteam während einer Tiefsee-Mission von einem unbekannten Tier angegriffen wird und ohne Energie auf den Meeresgrund sinkt, schicken die Verantwortlichen den ehemaligen Experten Jonas Taylor (Jason Statham), um das Team zu retten. Die Rettungsmission … ach, was gebe ich mir hier eigentlich so große Mühe: Der Film handelt von Jason Statham, der gegen einen Megalodon, also gegen einen gigantischen, 20 Meter langen Hai kämpft. Fertig.

Nun ist er also endlich da, der seit vielen Jahren angekündigte und immer wieder verschobene Hai-Actionthriller „Meg“. Und obwohl Filme mit solch bewegten Produktionsgeschichten wie „Meg“ nur selten unter einem guten Stern stehen, lässt sich das Actionspektakel überraschend gut schauen. Jason Statham ist ein absolut cooler Hund, der Hai tricktechnisch durchaus gelungen und das Geschehen wird erfreulich kurzweilig und ohne unnötige Längen abgespult. Dennoch ist die Chose leider nur halb so unterhaltsam, wie sie eigentlich sein könnte. Nicht nur, weil die Macher keine funktionierende Mischung aus überkanditelter Nonsens-Action und ernstem Tier-Horror gefunden haben, sondern insbesondere, weil letzterer schlicht viel zu kurz kommt. Damit meine ich nicht mal, dass ich gerne mehr Blut gesehen hätte, sondern schlicht, dass der Appetit des Hais dessen Größe nicht gerecht wird. Gefühlt werden durch den Megalodon weniger Menschen weggeknuspert, als der Film Regisseure verbraten hat – und das ist dann doch etwas enttäuschend.

Egal, als sinnlose und durchaus sympathische Sommer-Unterhaltung taugt „Meg“ allemal. Sollte es zu einer Fortsetzung kommen, wünsche ich mir aber definitiv einen etwas aktiveren und insbesondere hungrigeren Hai!

Meine Wertung: 6/10

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