Kurz abgehakt: „Angel Has Fallen“ (2019)

Während eines Angelausflugs kommt es zu einem Drohnenanschlag, den nur Präsident Trumbull (Morgan Freeman) und Mike Banning (Gerard Butler) überleben. Da belastende Beweise gegen ihn auftauchen, hält das FBI Banning für den Täter. Doch dieser kann fliehen und setzt nun alles daran, die wahren Hintermänner ausfindig zu machen und zur Rechenschaft zu ziehen …

Nach „Olympus Has Fallen“ (der mir mit jedem Anschauen besser gefällt) und „London Has Fallen“ ist dies nun bereits der dritte Einsatz des unkaputtbaren Secret-Service-Agenten Mike Banning, wobei er sich dieses Mal in einer actionreichen „Auf der Flucht“-Variante austoben darf. Wobei „unkaputtbar“ nicht so ganz stimmt, denn wie wir zu Beginn des Films erfahren, hat Banning durchaus mit den Auswirkungen seiner bisherigen Einsätze zu kämpfen. Leider spielt dies für den Rest des Films keine Rolle mehr, so dass Gerard Butler sich einmal mehr als Ein-Mann-Armee (mit ein wenig Unterstützung) durch den Film schnetzeln darf. Die Chose wird dabei routiniert, aber komplett überraschungsfrei abgespult. Dasselbe gilt für die Action, die insgesamt zwar solide ausfällt, zuweilen jedoch etwas hektisch geschnitten ist und bei den CGI-Effekten einmal mehr enttäuscht. Aber das kennt man ja bereits aus den Vorgängern. Außerdem vergeht etwas zu viel Zeit, bis der Film so richtig in Schwung kommt – was durch einen gelungenen Showdown aber durchaus wieder ausgeglichen wird. Einen vierten Teil brauche ich nun aber wirklich nicht mehr.

Meine Wertung: 6/10

Kurz abgehakt: „The Secret – Ein tödliches Geheimnis“ (2014)

Nach dem Selbstmord ihres Vorgesetzten entdeckt Jane (Sarah Butler) Ungereimtheiten in den Büchern ihres Arbeitgebers, die auf kriminelle Aktivitäten des Firmeninhabers Thaddeus Gault (Malcolm McDowell) hindeuten. Jane vertraut sich ihrem Kollegen Ronald (Ian Gomez) an, doch dieser entpuppt sich als Mitwisser und informiert den Auftragskiller Frank (D.B. Sweeney). Im leeren Bürogebäude beginnt ein tödliches Katz-und-Maus-Spiel …

Ich gebe zu, dass ich mir „The Secret – Ein tödliches Geheimnis“ einzig und allein wegen Sarah Butler angeschaut habe. Seit ihrer Performance im „I Spit On Your Grave“-Remake hat diese Frau einen Stein bei mir im Brett, doch leider ist in diesem mauen Thriller von dieser Performance nur wenig bis gar nichts zu spüren. Sarah Butler wirkt komplett unterfordert, D.B. Sweeney nur bedingt bedrohlich und Malcolm McDowell in seinen wenigen Minuten komplett abwesend. Auch sonst hinterlässt der Film leider keinen positiven Eindruck, was nicht zuletzt daran liegt, dass das Geschehen ohne jegliches Gespür für Spannung und Atmosphäre komplett ohne Überraschungen und Höhepunkte abgespult wird. Sorry, aber das ist selbst für einen verregneten Donnerstagabend zu wenig …

Meine Wertung: 3/10

Kurz abgehakt: „Ghostland“ (2018)

Gleich in der ersten Nacht werden Pauline (Mylène Farmer) und ihre beiden Töchter Beth (Emilia Jones) und Vera (Taylor Hickson) in ihrem neuen Zuhause von Unbekannten brutal überfallen. 16 Jahre später ist Beth (Crystal Reed) eine erfolgreiche Autorin von Horrorromanen, während Vera (Anastasia Phillips) unter schweren Angststörungen leidet und immer noch bei ihrer Mutter wohnt. Eines Nachts erhält Beth von ihrer Schwester einen mysteriösen Anruf und macht sich auf den Weg zu ihrer Familie – nicht ahnend, was sie dort erwartet …

Nach dem von Kritikern und Publikum gleichermaßen geschätzten „Martyrs“ und dem meiner Meinung nach stark unterschätzten „The Tall Man“ begibt sich Regisseur und Drehbuchautor Pascal Laugier abermals in die Welt menschlicher Abgründe. Und bereitet mir ein großes Problem, denn es ist beinahe unmöglich, über den Film zu schreiben, ohne zu viel zu verraten. Je weniger ihr wisst, desto mehr werdet ihr „Ghostland“ genießen können, weswegen ihr sowohl Filmbesprechungen als auch die Trailer nach Möglichkeit meiden solltet.

Was ich euch allerdings verraten kann, ist, dass Laugier erneut ein düsterer, bedrückender und extrem straff inszenierter Genrefilm gelungen ist, dessen Atmosphäre und Spannung dafür sorgten, dass ich ab der Hälfte des Films, und ich übertreibe jetzt nicht, konstant schweißnasse Hände hatte. Und obwohl „Ghostland“ nicht sonderlich blutig ausfällt, sind einige Szenen in ihrer Darstellung nur schwer zu ertragen, was nicht zuletzt den tollen Darstellerinnen und dem gelungenen Make-up zu verdanken ist.

Auch wenn er die Regeln nicht neu schreibt: definitiv ein feiner Film!

Meine Wertung: 8/10

Kurz abgehakt: „Two Night Stand“ (2014)

Um über ihre gescheiterte Beziehung hinwegzukommen, meldet sich die frustrierte Megan (Analeigh Tipton) bei einem Internet-Singleportal an und lässt sich auf einen One-Night-Stand mit Alec (Miles Teller) in dessen Wohnung ein. Am Morgen danach möchte Megan direkt verschwinden, doch ein über Nacht aufgezogener Schneesturm macht es ihr unmöglich, das Gebäude zu verlassen. Während Megan und Alec auf das Ende des Unwetters warten, kommen sich die beiden näher, als ursprünglich geplant …

Ich möchte euch nichts vormachen: Wie der Film endet, steht von Anfang an fest. Doch wie so oft bei solchen Filmen, ist der Weg das Ziel. Und dieser ist durchweg sehenswert, was insbesondere an der schlicht bezaubernden Analeigh Tipton liegt, die den Film mit ihrem Charme mehr oder weniger komplett an sich reißt. Wie sich Megan und Alec, die sich am Morgen danach nicht mal richtig ausstehen können, durch ihre Gespräche langsam einander annähern, ist sympathisch und mit viel Gespür für die Figuren inszeniert. Und wenn dabei ganz beiläufig auch noch die Werte und Erwartungen einer ganzen Gesellschaft infrage gestellt werden, entpuppt sich der Film sogar als überraschend tiefgründig.

Ja, das alles hat man irgendwo schon mal gesehen. Und ja, „Two Night Stand“ wird keine Filmgeschichte schreiben. Aber das muss der Film auch gar nicht. Er unterhält und regt, sofern gewünscht, zum Nachdenken an. Das reicht für eine Empfehlung meinerseits.

Meine Wertung: 7/10

Kurz abgehakt: „Prometheus – Dunkle Zeichen“ (2012)

Bei einer Expedition entdecken die Archäologen Elizabeth Shaw (Noomi Rapace) und Charlie Holloway (Logan Marshall-Green) Hinweise auf den Ursprung der menschlichen Existenz. In der Hoffnung, dort die „Konstrukteure“ der Menschheit zu finden, reisen Shaw und Holloway gemeinsam mit mehreren Wissenschaftlern zu dem fremden Planeten LV-223. Auf dem Planeten gelandet, findet die Gruppe jedoch nur Hinweise auf eine untergegangene Zivilisation …

Das soll er also sein, der Anfang zur Vorgeschichte des unbestrittenen Science-Fiction-Klassikers „Alien“. Mal abgesehen davon, dass ich niemanden kenne, der nach dieser Vorgeschichte gefragt hätte, was hat Ridley Scott sich dabei bloß gedacht? Klar, die Optik stimmt. Und nach einem etwas zähen Einstieg wird der Film, trotz etwas konfuser Geschichte, auch tatsächlich spannend. Aber diese Figuren. Diese Figuren. Ich habe wahrlich nichts dagegen, wenn in Filmen mal dumm und/oder egoistisch gehandelt wird, aber hier wird der Bogen definitiv überspannt. Spätestens im Finale, in dem eine Person auf freiem Feld von einem heranrollenden Objekt getötet wird, weil besagte Person lieber geradeaus davon läuft, statt einfach mal zur Seite zu springen, wusste ich nicht mehr, ob ich mir gerade einen ernst gemeinten Science-Fiction-Film oder nicht doch eher eine Parodie anschaue.

Wirklich schade um die zweifellos vorhandenen guten Ansätze …

Meine Wertung: 5/10

Kurz abgehakt: „Showgirls“ (1995)

Die junge Nomi (Elizabeth Berkley) reist nach Las Vegas und tanzt bzw. schläft sich hoch – von der einfachen Stripperin zum gefragten Showgirl. Ende der Geschichte.

In „Scream 2“ beantwortet Filmfreak Randy die Frage nach seinem Lieblingshorrorfilm mit „Showgirls. Wirklich beängstigend!“. Und jetzt weiß ich endlich auch, was er damit meint. Denn auch wenn „Showgirls“ kein Horrorfilm ist, gruselig ist er definitiv.

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Die Darsteller, allen voran Elizabeth Berkley und Kyle WTF? MacLachlan, spielen, als stünden sie unter Drogen. Unter schlechten Drogen. Unter extrem schlechten Drogen. Eine Story ist praktisch nicht vorhanden – und falls doch mal so etwas wie eine Handlung durchschimmert, ist diese schlicht dämlich und nur selten nachvollziehbar. Der Film besteht praktisch nur aus Provokationen, Arschlöchern (im charakterlichen Sinn), schlechten Dialogen, unfreiwillig komischen Sexszenen (der Pool, DER POOL!) und Brüsten. Zugegeben, aus vielen und sehr schönen Brüsten. Das ist allerdings, und war es auch schon in der Zeit vor YouPorn, für einen unterhaltsamen oder gar interessanten Film schlicht nicht genug. Zumindest nicht für diejenigen unter uns, die ihre Pubertät bereits hinter sich haben.

Erschreckend, was für einen Unfug Paul Verhoeven und Joe Eszterhas da zusammengezimmert haben …

Meine Wertung: 2/10

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