Kurz abgehakt: „Dying Breed“ (2008)

Auf der Suche nach einer seltenen Tigerart streifen die vier Freunde Nina (Mirrah Foulkes), Matt (Leigh Whannell), Jack (Nathan Phillips) und Rebecca (Melanie Vallejo) durch die Tasmanische Wildnis. Dabei geraten sie in die Fänge inzestuöser Kannibalen, die nicht nur auf der Suche nach Nahrung sind, sondern auch frisches Blut benötigen, um ihre Fortpflanzung zu sichern …

Ach, was soll ich schreiben … 50 Minuten lang passiert einfach mal gar nichts, dann wird die Geschichte dumm, dümmer und, nun ja, noch dümmer. Als wäre dies nicht schon Grund genug, sich diesen Film unter keinen Umständen anzuschauen, gibt’s als „Helden“ vier unsympathische bis einfach nur unfassbar nervige Figuren, die gleichzeitig so blass und belanglos sind, dass man ihnen nicht mal beim Sterben zuschauen möchte. Und als Bonus gibt’s speziell für die deutschen Zuschauer noch eine Synchronisation, die so miserabel ist, dass sich dafür sogar ein Pornofilm schämen würde.

Ne ne, Leute, bei aller Liebe für Backwood-Slasher: Das war mal so gar nix.

Meine Wertung: 2/10

Kurz abgehakt: „Crimson Peak“ (2015)

Mit dem oberflächlichen Gehabe ihrer Mitmenschen kann die junge Edith (Mia Wasikowska) nur wenig anfangen, weswegen sie ihre Zeit lieber mit dem Schreiben von Gruselgeschichten verbringt. Doch dann lernt die in Liebesdingen unerfahrene Edith den charmanten Lord Thomas Sharpe (Tom Hiddleston) kennen und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Nach dem mysteriösen Tod ihres misstrauischen Vaters heiratet Edith Lord Sharpe und zieht zu ihm und seiner Schwester Lucille (Jessica Chastain). Doch bereits in der ersten Nacht auf dem Anwesen erscheinen Edith blutrote Geister, die sie vor diesem Ort warnen …

Zugegeben, originell geht anders. Echte Überraschungen hat die Geschichte leider nicht zu bieten, so dass aufmerksame Zuschauer recht schnell wissen bzw. zumindest erahnen können, worauf das Geschehen hinausläuft. Aber was soll’s, denn Mia Wasikowska, Jessica Chastain und Tom Hiddleston spielen grandios – und optisch ist „Crimson Peak“ schlicht eine Wucht. Nicht nur die umwerfende Kulisse, auch die am Computer entstandenen Geister sehen auf ihre ganz spezielle Art fantastisch aus. Einen echten Horrorfilm solltet ihr allerdings nicht erwarten, sondern eher eine extrem stilvolle Mischung aus Mysterythriller, Drama und Romanze, die mit übernatürlichen Elementen verfeinert wurde. Was soll ich sonst noch schreiben, außer: Mir hat’s gefallen!

Meine Wertung: 7/10

Kurz abgehakt: „Das Waisenhaus“ (2007)

Laura (Belén Rueda) und Carlos (Fernando Cayo) kaufen ein ehemaliges Waisenhaus, in dem Laura als Kind selbst aufgewachsen ist. Kurz nach dem Einzug verschwindet ihr Sohn Simón (Roger Príncep) spurlos. Während die Suche nach ihm erfolglos verläuft, beginnt die verzweifelte Laura sich zu fragen, ob Simóns Verschwinden mit den unsichtbaren Kindern in Verbindung stehen könnte, die Simón kurz vorher kennengelernt haben will …

*schnief* „Das Waisenhaus“ ist ein ebenso ruhig inszeniertes wie einfühlsam erzähltes Gruselmärchen, dessen Auflösung mir tatsächlich Tränen in die Augen trieb. Zwar ist die Handlung nicht unbedingt innovativ und benötigt zudem etwas Zeit, um in die Gänge zu kommen, doch lässt man sich als Zuschauer erst mal auf die Geschichte und die Figuren mit all ihren Facetten ein, wird man auch entsprechend belohnt. Regisseur J.A. Bayona versteht es nicht nur, das Geschehen in teils wunderschöne Bilder zu verpacken, sondern schafft es auch, trotz all der Tragik noch so etwas wie Hoffnung zu vermitteln. Toll!

Meine Wertung: 8/10

Kurz abgehakt: „Dread“ (2009)

Die drei Studenten Quaid (Shaun Evans), Stephen (Jackson Rathbone) und Cheryl (Hanne Steen) planen eine Semesterarbeit über das Thema Angst und deren Entstehen. Doch während Stephen und Cheryl lediglich an einer aus Interviews bestehenden Videodokumentation interessiert sind, verfolgt der unberechenbare Quaid drastischere Ziele …

Puh, harter Tobak. Ein Wohlfühlfilm ist „Dread“ nicht. Definitiv nicht. Vielmehr ist er ein harter und überraschend kompromissloser Schlag in die Magengrube. Als perfides Psychospiel beginnend, entwickelt sich „Dread“ mehr und mehr in einen stetig unappetitlicher werdenden Terrorstreifen, der bei vielen Zuschauern durchaus nachwirken dürfte. Wie bereits „Midnight Meat Train“ beruht auch „Dread“ auf einer Kurzgeschichte von Clive Barker – und fällt dementsprechend düster aus. Auch wenn mir sowohl die Geschichte, als auch der langsame Spannungsaufbau und der Fokus auf die Figuren ausgesprochen gut gefallen haben, so muss ich doch zugeben, dass ich mir „Dread“ vermutlich kein zweites Mal anschauen werde. Thematisch ist mir der Film tatsächlich zu düster, als dass ich ihn noch mal sehen müsste.

Meine Wertung: 8/10

Kurz abgehakt: „Midnight Meat Train“ (2008)

Auf der Suche nach dem perfekten Foto streift der aufstrebende Fotograf Leon (Bradley Cooper ) jede Nacht durch die Stadt. Bei einem seiner Ausflüge wird er zufällig Zeuge, wie eine junge Frau von einer Gruppe Männer belästigt wird. Zwar kann Leon dem Mädchen helfen, doch wird am nächsten Tag ihre Leiche gefunden. Leon beginnt zu recherchieren und kommt einem geheimnisvollen Serienkiller (Vinnie Jones) auf die Spur, der seine Opfer in der nächtlichen U-Bahn tötet – und das aus einem ganz bestimmten Grund …

Wow! Selten habe ich einen so grandios gefilmten Horrorfilm gesehen. Gefühlt jede zweite Kameraeinstellung schreit förmlich danach, als Foto ausgedruckt und an die Wand gehängt zu werden. Für das Massenpublikum ist „Midnight Meat Train“ aufgrund seiner extremen und absolut kompromisslosen Brutalität dennoch nicht geeignet – zumindest nicht in der ungeschnittenen Fassung, die es definitiv in sich hat. Wer sich auf diese Brutalität einlässt, wird mit einer spannenden Geschichte (die übrigens auf einer Kurzgeschichte von Clive Barker beruht), einer extrem düsteren Atmosphäre, grandioser Kameraarbeit und tollen Darstellern belohnt. Als Haar in der Suppe fallen mir höchstens ein oder zwei CGI-Momente ein, die im Gegensatz zu den tollen handgemachten Effekten dann doch arg künstlich aussehen.

Nichtsdestotrotz: Ich bin begeistert!

Meine Wertung: 9/10

#Horrorctober-Film Nr. 6: „Patrick“ (2013)

Die junge Krankenschwester Kathy (Sharni Vinson) nimmt eine Stelle in einer Privatklinik an, die sich auf Komapatienten spezialisiert hat. Schnell wird Kathy klar, dass der leitende Arzt Dr. Roget (Charles Dance) die Abgeschiedenheit der Klinik nutzt, um unseriöse Experimente durchzuführen. Dabei schreckt er auch vor brutalen Methoden nicht zurück, wobei insbesondere der Körper des jungen Patrick (Jackson Gallagher) von Dr. Roget nicht geschont wird. Während Dr. Roget davon überzeugt ist, dass Patrick von den Experimenten nichts mitbekommt, erkennt Kathy Anzeichen dafür, dass Patrick bei vollem Bewusstsein ist. Und längst nicht so hilflos wie angenommen …

Okay, Hauptdarstellerin Sharni Vinson, die ich seit „You’re Next“ definitiv in mein Herz geschlossen habe, ist mal wieder eine Wucht – aber der Rest … puh. Ganz ehrlich, der Film ist so überzogen inszeniert, dass ich mich wiederholt gefragt habe, ob das noch gruselig oder bereits eine Parodie sein soll. Gute Ansätze sind dabei definitiv vorhanden. Nicht nur, dass die Klinik optisch durchaus zu überzeugen weiß, auch ist die Geschichte alles andere als uninteressant und entwickelt sich dann doch ganz anders, als ich erwartet hätte. Doch all die guten Ansätze werden durch Szenen ruiniert, die, auch dank des übertriebenen Scores, komplett over the top sind und dadurch (unfreiwillig?) komisch wirken. Irgendwie ein schräger Film. Und das ist dieses Mal leider kein Kompliment.

Meine Wertung: 5/10

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